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zu Benedikt XVI.






Ihr Sein


Bauwerk
Die Kirche will ausserdem, dass wir das Gotteshaus als ein Symbol ansehen, das uns zur geistigen Erbauung der christlichen Familie antreibt. So erinnert uns das Zweite Vatikanische Konzil: Des öfteren wird die Kirche auch Gottes Bauwerk genannt (1 Kor 3,9). Der Herr selbst hat sich mit dem Stein verglichen, den die Bauleute verworfen haben, der aber zum Eckstein geworden ist. Auf diesem Fundament wird die Kirche von den Aposteln errichtet. Von ihm empfängt sie Festigkeit und Zusammenhalt. Dieser Bau trägt verschiedene Benennungen: Haus Gottes (1 Tim 3,15), in dem nämlich die Familie Gottes wohnt, Wohnstatt Gottes im Geiste (Eph 2,19-22), Zelt Gottes unter den Menschen (Offb 21,3), vor allem aber heiliger Tempel...". In diesem Bauwerk sind wir Christen "als lebendige Steine" aufgebaut "zu einem geistigen Haus..., zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen" (1 Petr 2,5). Lebendige Steine der Kirche! Wie grossartig ist dieser Ausdruck des heiligen Petrus! "Lebendige Steine, geformt durch den Glauben, gefestigt durch die Hoffnung und geeint durch die Liebe".
Gruss an den Klerus und das Gottesvolk, Kathedrale von Buenos Aires 6. April 1987



Inneres Leben der Glieder
Eine Kirche ist nur dann lebendig, geeint und stark, wenn ihre Glieder ein inneres Leben führen, ein geistliches Leben, dass heisst ein Leben, das dem Geist Gottes verbunden ist, ein Leben des Gebets. Das ist das Herz der Kirche. Dort entsteht die engste Gemeinschaft, die Quelle aller anderen. Unser Leben, unsere Einheit ist zutiefst "mit Christus verborgen in Gott" (vgl. Kol 3,3)
Predigt im Stadion von Abidjan/Elfenbeinküste, 10. Mai 1980



Sie lebt weiter in ihren Berufungen
Die Bischöfe und Priester seien an vorderster Stelle Zeugen der Heiligkeit des als Geschenk empfangenen Dienstamts. Durch ihr Leben und ihre Verkündigung sollen sie ihre Freude, Christus, dem guten Hirten nachzufolgen, und die erneuernde und erlösende Kraft seines Ostergeheimnisses zeigen. Durch ihr Beispiel sollen sie vor allem den jungen Generationen sichtbar machen, welch frohmachendes Abenteuer demjenigen vorbehalten ist, der sich auf den Spuren des göttlichen Lehrers dafür entscheidet, ganz Gott zu gehören, und sich selbst hingibt, damit jeder Mensch das Leben in Fülle haben kann (vgl. Joh 10,10).

Die Ordensmänner und -frauen, die "als entscheidendes Element für die Sendung der Kirche in deren Herz und Mitte" stehen (Vita consecrata, 3), sollen zeigen, dass ihr Leben fest in Christus verwurzelt ist, dass das Ordensleben "Haus" und "Schule der Gemeinschaft" ist (Novo millennio ineunte, 43), dass in ihrem demütigen und gläubigen Dienst am Menschen jene "Phantasie der Liebe" pulsiert (ebd., 50), die der Heilige Geist immer in der Kirche lebendig hält. Sie sollen nicht vergessen, dass in der Liebe zur Betrachtung, in der Freude, den Mitmenschen zu dienen, in der für das Himmelreich gelebten Keuschheit, in der selbstlosen Hingabe an den eigenen Dienst der eigentliche Anruf und Appell für neue Berufungen liegt!

Eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Berufungen in der Kirche kommt dabei den Familien zu. Die Heiligkeit der ehelichen Liebe, die Harmonie des Familienlebens, der Glaubensgeist, aus dem heraus die alltäglichen Probleme des Lebens angegangen werden, die Offenheit für andere, vor allem die ärmeren, die Teilnahme am Leben der christlichen Gemeinschaft stellen das geeignete Umfeld dafür dar, dass der göttliche Ruf vernommen wird und zu einer selbstlosen Antwort seitens der Kinder führt.

"Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden" (Mt 9,38; Lk 10,2). In Gehorsam gegenüber dem Auftrag Christi zeichnet sich jeder Weltgebetstag als Moment intensiven Gebets dadurch aus, dass er die gesamte christliche Gemeinschaft zusammenführt zu einem inständigen und eindringlichen Anruf an Gott um Berufungen. Wie wichtig ist es, dass die christlichen Gemeinden "echte Schulen des Gebets" werden (vgl. Novo millennio ineunte, 33), die imstande sind, zum Dialog mit Gott zu erziehen und die Gläubigen dazu anzuhalten, sich immer mehr jener Liebe zu öffnen, mit der der Vater "die Welt so sehr geliebt" hat, "dass er seinen einzigen Sohn hingab" (Joh 3,16)! Gepflegtes und gelebtes Gebet hilft, sich vom Geist Christi leiten zu lassen, um am Aufbau der Kirche in der Liebe mitzuarbeiten. In diesem Zusammenhang wächst im Jünger das brennende Verlangen, dass jeder Mensch Christus begegne und die wahre Freiheit der Kinder Gottes erlange. Diese Sehnsucht wird den Gläubigen nach dem Vorbild Mariens dahin führen, sich dem Herrn mit einem vollen und selbstlosen "Ja" zur Verfügung zu stellen. Der Herr ist es, der dazu beruft, Diener des Wortes, der Sakramente und der Liebe zu sein, beziehungsweise lebendiges Zeichen des keuschen, armen und gehorsamen Lebens Christi unter den Menschen unserer Zeit.

Der Herr der Ernte lasse es seiner Kirche nicht an zahlreichen und heiligen Priester- und Ordensberufungen fehlen!
Botschaft zum 39. Weltgebetstag für die geistlichen Berufe, 21. April 2002



Kennt ihr die Kirche?
Einige von euch haben Vorbehalte gegenüber der Kirche. Sie empfinden sie eher als Hindernis denn als Hilfe, um Christus zu begegnen. Sie fühlen sich so wenig von der Kirche verstanden, dass sie sich geradewegs fragen, ob die Kirche sie überhaupt kennt. Was kann ich diesen Jugendlichen, die in Schwierigkeiten stecken, sagen? Ich könnte meinerseits damit beginnen, mich zu fragen, ob sie die Kirche wirklich kennen. Es geschieht tatsächlich häufig, dass der öffentlichen Meinung entstellte Bilder, verzerrte Interpretationen, vorgefasste und willkürliche Werturteile von der Kirche angeboten werden. Sicher, die Kirche besteht aus Menschen, Männern und Frauen, die die Last einer zerbrechlichen Natur in sich tragen.
Es kann deshalb nicht überraschen, wenn man merkt, dass die Sünde auch in die Strukturen der Kirche eingedrungen ist. Das ist ein Risiko, das Jesus selbst auf sich genommen hat, als er seine Kirche nicht auf Engeln gründete, sondern auf Menschen wie uns allen. Und wie auf euch, liebe Jugendliche, die ihr mir zuhört. Auch ihr nämlich seid Kirche. Und wer von euch fühlte sich so durchsichtig und rein, dass er "den ersten Stein werfen" könnte? Wer fühlte sich so, dass er, wenn Christus auf diesem Platz auftauchen würde, die Stimme erhöbe, um die anderen zu verurteilen, wenn er weiss, dass der Herr das Gewissen eines jeden durchforscht bis in die verborgensten Tiefen?
Begegnung mit Jugendlichen, Lucca 1989



Die Kirche hilft euch
Die Kirche wird euch helfen, die Probleme in der Welt dadurch zu erkennen, dass sie euch den Sinn des Lebens verdeutlicht, durch das Bestehen auf der Würde des Menschen und indem sie euch teilhaben lässt an ihrem Verständnis von Menschlichkeit. sie wird euch beistehen und stärken in jeder Hinsicht. Vor allem aber bietet sie euch die Mittel an, jedem Problem im Leben gegenüberzutreten. Mit andern Worten: Die Kirche betet euch Christus an. Sie wird euch drängen, mit ihm vereint zu bleiben, seiner Liebe zu bleiben, weil ihr in ihm nicht nur die Quelle des Lebens entdecken werdet, sondern auch ein Modell für wahres Menschentum.
Ansprache, Bombay 1986











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