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zu Benedikt XVI.






Sohn Gottes


Nur ER ist das Heil der Welt
Heute fassen wir im Blick des Glaubens die zurückliegenden zwei Jahrtausende und bekennen gemeinsam, dass nur Christus das Heil der Welt ist! Nur sein Tod und seine Auferstehung machen die wahre Befreiung von dem Bösen und dem Tod aus. Sein Kreuz hat die Kraft der Wiederversöhnung und des Friedens; es ist das Fundament der Hoffnung für die Gläubigen aller Zeiten und aller Orte.
Angelus, 29. Juni 1995



Quelle der Freude
Die tiefste Quelle unserer Freude ist die Tatsache, dass der Vater seinen Sohn zur Rettung der Welt gesandt hat. Der Sohn nimmt die Last der Sünden der Menschheit auf sich und erlöst sie auf diese Weise, uns aber zeigt er den Weg, der zur Vereinigung mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, mit Gott, führt. Das ist die Quelle unserer Freude, unserer aller Freude und auch meiner Freude. Es ist meine Freude, und es ist eure Freude.
Predigt X. Weltjugendtag Manila, 15. Januar 1995



Kleine Abstriche
Wir sehen, wie sich um Christus, auch bei den Christen, oft Schatten der Unwissenheit ausbreiten oder, was noch schlimmer ist, Schatten des Missverstehens, wenn nicht gar des Unglaubens. Es besteht immer Gefahr, sich auf das "Evangelium Jesu" zu berufen, ohne dessen Grösse und Radikalität zu erkennen und ohne das zu leben, was man mit Worten bekennt. Wie viele gibt es, die das Evangelium auf ihr eigenes Mass herabmindern und sich einen bequemeren Jesus zurechtmachen; die seine göttliche Transzendenz leugnen oder aber sein wirkliches, geschichtliches Menschsein; wie viele auch, die die Vollständigkeit seiner Botschaft manipulieren, vor allem nicht sein Kreuzesopfer, das sein Leben und seine Lehre beherrscht, berücksichtigen, noch die Kirche, die er als sein "Sakrament" in der Geschichte eingesetzt hat.
Generalaudienz, 7. Januar 1987



Darstellung Jesu in der Katechese
Viele unserer Zeitgenossen sind wie Nikodemus oder Zachäus im Evangelium auf der Suche zu erfahren, wer Christus wirklich ist. Unsere Glaubensunterweisungen über Jesus Christus will den Menschen helfen, seine wahre Identität wieder neu zu entdecken. Sie soll sich in vier Abschnitte gliedern: 1. Jesus in seiner geschichtlichen Wirklichkeit und in seiner transzendenten messianischen Sendung; 2. Jesus als wahrer Gott und wahrer Mensch; 3. Jesus nach der Lehre der Kirche; und 4. Jesus in seinem Leben und Wirken. Angesichts der Glaubensschwierigkeiten, die sich auch den Menschen unserer Zeit stellen, wollen wir zusammen mit Petrus bekennen: "Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben bekannt: Du bist der Heilige Gottes" (Joh 6,68).
Generalaudienz, 7. Januar 1987



Grund zur Verhöhnung
Jesus ist aufgrund der Wahrheit seiner göttlichen Sohnschaft am Kreuz gestorben. Auch wenn die Inschrift am Kreuz als offiziellen Urteilsspruch "Jesus von Nazaret, König der Juden" angab, betont Matthäus: "Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: Wenn du Gottes Sohn bist,...steig herab vom Kreuz!" (Mt 27, 39-40). Und weiter: "Er hat auf Gott vertraut; der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat; er hat doch gesagt: ich bin Gottes Sohn!" (Mt 27,43). Diese Wahrheit steht im Mittelpunkt des Geschehens auf Golgota. In der Vergangenheit war sie Gegenstand der Überzeugung, der Kundgabe und des apostolischen Zeugnisses gewesen, jetzt wurde sie Grund der Verhöhnung. Trotzdem gibt auch hier der römische Hauptmann, ein Heide, der den Todeskampf Jesu verfolgt und die Worte hört, mit denen sich Jesus im Augenblick des Todes an den Vater wendet, ein letztes, überraschendes Zeugnis von der göttlichen Identität Christi: "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn" (Mt 15,39).
Generalaudienz, 13. Mai 1987



Vollkommen eins
Im Reden und Tun den Willen des Vaters zu tun, bedeutet für Jesus, ganz für den Vater zu leben. Er nennt es seine Speise "den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, um sein Werk zu Ende zu führen" (Joh 4,34). Christus lebt in dieser unmittelbaren Ausrichtung auf den Vater, weil er vom Vater ausgegangen ist und wieder zum Vater zurückkehrt. Er sagt von sich: "Der Sohn kann nichts von sich aus tun, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn" (Joh 5,19). Wie im Sein sind somit Vater und Sohn auch im Handeln vollkommen eins. Durch diese vollkommene Ausrichtung auf den Vater ist Christus für uns der Weg zum Heil und zum ewigen Leben geworden.
Generalaudienz, 15. Juli 1987



Für den Vater
Jesus hat wirklich den Willen des Vaters bis zum Äussersten vollbracht. Durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz hat er bestätigt, dass er immer "das tut, was dem Vater gefällt": er hat den Heilswillen zur Erlösung der Welt erfüllt, in dem der Vater und der Sohn vereint sind, weil sie ewig "eins" sind (Joh 10,30). Als Jesus am Kreuz starb, rief er mit lauter Stimmer: "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist" (Lk 23,46). Diese seine letzten Worte bezeugten, dass sein ganzes Dasein auf Erden bis zuletzt auf den Vater ausgerichtet war. Indem er als Sohn "durch den Vater" lebte, lebte er ganz "für den Vater". Und wie er vorhergesagt hatte, liess ihn der Vater nicht im Stich. Im Ostergeheimnis von Tod und Auferstehung haben sich die Worte erfüllt: "Wenn ihr den Menschensohn von der Erde erhöht habt, werdet ihr erkennen, dass ich es bin." "Ich bin"; das sind dieselben Worte, mit denen einst der Herr, der lebendige Gott, Mose geantwortet hatte, als dieser nach seinem Namen fragte (Ex 3,13f).
Generalaudienz, 15. Juli 1987



Das Gebet des Sohnes
Gerade im Gebet wird die Tatsache besonders deutlich, dass der Sohn mit dem Vater innig vereint ist, sich ihm schenkt und auf ihn mit seiner ganzen menschlichen Existenz ausgerichtet ist. Man kann sagen, dass Jesus von Nazaret "allzeit betete und darin nicht nachliess" (Lk 18,1). Das Gebet war das Leben seiner Seele, und sein ganzes Leben war Gebet.(....)Das Hohepriesterliche Gebet Jesu ist wirklich die Synthese jener Selbstoffenbarung Gottes im Sohn, die im Mittelpunkt der Evangelien steht. Der Sohn spricht zum Vater im Namen jener Einheit, die er mit ihm bildet. Zugleich betet er darum, dass sich die Früchte der Heilssendung, um derentwillen er in die Welt gekommen ist, unter den Menschen verbreiten. So offenbart er das Geheimnis der Kirche, das seiner Heilssendung entspringt, und er betet darum, dass es sich zukünftig inmitten der "Welt" entwickle
Ansprache Generalaudienz, 22. Juli 1987



Sakrament
Christus ist das Sakrament des unsichtbaren Gottes. Das Sakrament schliesst Gegenwart in sich ein. Gott ist mit uns. Gott, der unendlich vollkommene, ist nicht nur mit den Menschen, sondern er selbst ist in Jesus Christus Mensch geworden. Fürchtet euch nicht vor dem Mensch gewordenen Gott! Es ist genau das, was Petrus im Gebiet von Cäsarea Philippi gesagt hat: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" (Mt 16,16)
Vittorio Messori, Die Schwelle der Hoffnung überschreiten, 1994



Annehmen oder ablehnen
Die Kirche bekennt: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes." [...] Gemeinsam mit allen denen der Vater den Sohn im Heiligen Geist offenbart hat und denen der Sohn im Heiligen Geiste den Vater offenbart hat (vgl.Mt 11,25 -27). Diese Offenbarung ist endgültig. Man kann sie nur annehmen oder ablehnen.
Vittorio Messori, Die Schwelle der Hoffnung überschreiten, 1994



Verdient unser Erbarmen
Die Ereignisse des Karfreitags und noch vorher das Gebet in Getsemani stellen im Verlauf der Offenbarung der Liebe und des Erbarmens in der messianischen Sendung Christi einen radikalen Umschwung dar. Er, der »umherzog, Gutes zu tun« und »alle Krankheiten und Leiden zu heilen«, scheint jetzt selbst das grösste Erbarmen zu verdienen und das Erbarmen anzurufen, während er gefangengenommen, beschimpft, verurteilt, gegeisselt, mit Dornen gekrönt und ans Kreuz genagelt wird, wo er unter unbeschreiblichen Qualen seinen Geist aufgibt. Gerade in diesen Stunden würde er ganz besonders das Erbarmen der Menschen, denen er Gutes erwiesen hat, verdienen, und es wird ihm nicht zuteil. Nicht einmal jenen, die ihm am nächsten sind, gelingt es, ihn zu beschützen und den Händen seiner Verfolger zu entreissen. In diesem letzten Abschnitt seines messianischen Dienstes erfüllen sich an Christus die Worte der Propheten, vor allem die Weissagungen Jesajas über den Gottesknecht: »Durch seine Wunden sind wir geheilt«
Enzyklika 'Dives in misericordia', 30. November 1980



Angst for dem Sohn Gottes als Mensch
So hatte Petrus also keine Angst vor Gott, der Mensch geworden war. Dagegen hatte er Angst vor dem Sohn Gottes als Mensch. Er vermochte nicht anzunehmen, dass dieser gegeisselt, mit Dornen gekrönt und schliesslich gekreuzigt wurde. Petrus konnte es nicht annehmen. Er hatte Angst davor. Und deshalb mahnte ihn Christus streng. Doch er verstiess ihn nicht. Er verstiess diesen Menschen nicht, der guten Willens und flammenden Herzens war. Diesen Menschen, der in Getsemane seinen Meister sogar mit dem Schwert verteidigt hätte.
Vittorio Messori, Die Schwelle der Hoffnung überschreiten, Interview mit Papst Johannes Paul II., 1994









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