Bern 5./6. Juni 04
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zu Benedikt XVI.






Bitten an die Jugendlichen


Die Kirche braucht euch!
Liebe Jugendliche, Maria schaut euch an. Noch heute beugt sie sich zu euch herab, um euch zu sagen, dass sie über euren Lebensweg, eure Jahre und die Gegenwart wacht. Es ist ein liebender Blick, der euch beschützt und zur Nachfolge auf den Weg des Sohnes einlädt. Durch diese Nachfolge könnt ihr eurem Leben den wahren und vollkommenen Sinn geben. Ebenso wie Maria beobachtet euch die Kirche mit ständigem liebevollen Vertrauen. Sie bietet euch ihre Mitarbeit an, um euch standhaft und froh zu machen. Sie tut dies auch dann, wenn ihr bei der schwierigen Suche nach Erstbeschäftigung und Festanstellung Leiden und Enttäuschungen erlebt und euch die Mutlosigkeit übermannt. Die Kirche braucht euch. Sie braucht jeden einzelnen von euch, um die Mission zu erfüllen, die ihr vom Herrn anvertraut worden ist. Die Kirche ist mit der Jugend. Denn sie bleibt jung in der Rolle, die ihr Jesus Christus zur Rettung der Menschen und zum Bau einer besseren, dem Schöpfungsplan ähnlicheren Welt übertragen hat. Liebe Jugendliche, haltet euch stets fest vor Augen, dass ihr berufen seid, für das Reich Gottes und die Geschichte in dieser Welt Grosses zu vollbringen.
Ansprache an die Jugend in Civitavecchia, 19. März 1987



Beim Meister weilen
Gewiss braucht unsere Welt eine tiefreichende Verbesserung, ein tiefes geistiges Erwachen. Obwohl der Herr alles weiss, will er, dass wir mit dem gleichen Vertrauen wie der Synagogenvorsteher Jairus, der um die Schwere des Zustandes seiner Tochter weiss und sagt: "Meine Tochter liegt im Sterben" (Mk 5,34), ihm sagen, welches unsere Probleme sind, alles was uns Sorge macht oder betrübt. Und der Herr hofft, dass wir an ihn die gleiche Bitte richten wie Jairus, als er um das Leben seiner Tochter bittet: "Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wir". [...] Die Liebe, die Jesus für die Menschen, für uns empfindet, lässt ihn zum Haus des Synagogenvorstehers gehen. Alle Gesten und Worte des Herrn sprechen von dieser Liebe. Ich möchte vor allem bei den Worten Jesu verweilen: "Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur." Diese tief aufschlussreichen Worte lassen mich an die geheimnisvolle Präsenz des Herrn im Leben einer Welt denken, die anscheinend der vernichtenden Macht des Hasses, der Gewaltanwendung und Ungerechtigkeit erliegt, und doch ist es nicht so. Diese Welt, eure Welt, ist nicht gestorben, sie schläft nur. In euren Herzen, liebe Jugendliche spürt ihr die verborgene Lebenskraft und Liebe Gottes. Die Jugend ist nicht tot, wenn sie nahe dem Meister weilt, ja, wenn sie nahe bei Jesus ist; ihr alle seid nahe bei Jesus. Hört alle seine Worte, alle Worte, ganz. Ihr Jugendlichen, liebt Jesus, sucht Jesus, begegnet Jesus.
Ansprache an die Jugendlichen in Santiago de Chile, 2. April 1987



Illusion
Ich möchte hier zum Beispiel hinweisen auf die Versuchung zu einer übersteigerten Kritiksucht, die alles diskutiert und alles neu überprüfen möchte, oder auf jeden Skeptizismus gegenüber dem traditionellen Wert, von dem man leicht in eine Art skrupellosen Zynismus abgleitet, wenn es darum geht, die Probleme der Arbeit, des Berufes oder der ehe zu meistern. Wie könnte ich ferner über die Versuchung schweigen, die darin besteht, dass sich vor allem in den wohlhabenden Ländern ein Vergnügungsmarkt ausbreitet, der von einem ernsthaften Einsatz im Leben ablenkt und zu Passivität, Egoismus und Isolierung erzieht? Es bedroht euch, liebe Jugendliche, der schlechte Gebrauch der Reklametechniken, der die natürliche Neigung, Anstrengungen aus dem Weg zu gehen, fördert, indem die unmittelbare Erfüllung jedes Wunsches versprochen wird, während der Konsumismus, der damit eng verbunden ist, dem Menschen einredet, seine Selbstverwirklichung vor allem im Genuss der materiellen Güter zu suchen. Wieviele Jugendliche, die dem Reiz des verführerischen Blendwerkes erlegen sind, überlassen sich der unkontrollierten Macht der Instinkte oder suchen das Abenteuer auf Strassen, die scheinbar viel versprechen, aber in Wirklichkeit arm sind an wahrhaft menschlichen Perspektiven! Ich fühle mich gedrängt, hier zu wiederholen, was ich in der Botschaft geschrieben habe, die ich zum Weltfriedenstag gerade an euch gerichtet habe: "Einige von euch können versucht sein, vor ihrer Verantwortung zu fliehen: in die Traumwelt von Alkohol und Drogen, in kurzlebige sexuelle Beziehungen ohne Verpflichtung zu Ehe und Familie, in Gleichgültigkeit, Zynismus oder sogar Gewalt. Seid wachsam gegenüber einer betrügerischen Welt, die euch ausbeuten oder eure kraftvolle, energische Suche nach Glück und Lebenssinn fehlleiten möchte."
Botschaft zum Weltfriedenstag 1985



Selbsterziehung
Wenn auch ausser Zweifel steht, dass die Familie erzieht, dass die Schule unterrichtet und erzieht, so wird das Wirken von Familie und Schule zugleich unvollkommen bleiben (und kann sogar nutzlos werden), wenn sich nicht jeder einzelne von euch Jugendlichen von sich aus darum bemüht, sich selber zu erziehen.
Die Erziehung in Familie und Schule kann euch nur einige Elemente für die Aufgabe euerer Selbsterziehung bieten. Eine solche innere Verfassung, bei der "die Wahrheit uns befreit", kann ja nicht nur "von aussen" geschaffen werden. Jeder muss sie unter Anstrengung auch "von innen her", mit Ausdauer und Geduld formen. Der Herr spricht auch davon, wenn er unterstreicht, dass wir nur "mit Ausdauer... das Leben gewinnen" können (vgl. Lk 21,19). "Das Leben gewinnen": das ist die Frucht der Selbsterziehung.
Apostolisches Schreiben zum Internationalen Jahr der Jugend 1985



Mut zum Neinsagen
Ich bitte den Herrn, er möge euch den Mut zum Nein gegenüber allem Bequemlichkeitsdenken geben, um den anspruchsvollen Lehren des Evangeliums bis ins Letzte treu zu bleiben. Nur so könnt ihr der Sauerteig einer Welt sein, in der die Herzen die frohe Erfahrung eurer Brüderlichkeit machen können, die Christus im Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung möglich gemacht hat.
Ansprache, Rom 1989



Habt ein gutes Herz!
Jugendliche, seid von Herzen gut! Ja, habt ein gutes Herz, ein Herz, das imstande ist, sich dem Wahren, dem Rechten und Ehrbaren zu öffnen. Besiegt das Böse durch das Gute!
Ansprache, Neapel 1990



Helft!
Doch ihr, Jugendliche Mexikos, wisst sehr gut, dass viele euerer Altersgenossen in dieser Welt von der Hoffnungslosigkeit verwundet sind. Der Stachel der Enttäuschung hat sich in ihnen festgesetzt. Sie glauben, dass nichts und niemand das von Schmerzen und Leid geprägte Gesicht der Welt, in der wir leben, verändern kann. Sie denken, dass der Lauf der Ereignisse der Geschichte wie ein Schiff ist, dessen einziges Steuer die Macht des Geldes und die politischen Interessen einiger weniger in Händen haben. Sie lassen sich hängen und sich mitschleppen von dem, was man heute die Krise der Utopie nennt. Der Schatten des überdrusses, der Leere und der Enttäuschung hat seine Spuren in junge Leben eingegraben, die eigentlich voller Begeisterung und Zukunftsverheissung sein sollten. Und ihr fragt euch: Wie ist es möglich, dass viele unserer jungen Kameraden und Freunde des Lebens müde und überdrüssig sind, noch bevor sie angefangen haben es zu leben? Wie soll man verstehen, dass sie gleichsam schon von der Reise zurück sind, noch bevor sie irgendwo angekommen wären? Die Welt von heute braucht die Jugend nicht nur als soziologische Realität, sondern sie braucht die Jugend des Geistes Christi, der in euch wohnt. Man muss die reine Stimme der Jugendlichen hören, die erlebt haben, wie das Feuer der Liebe Christi in ihren Herzen brennt. Jugendliche, helft euren Freunden, aus dem Kerker der Gleichgültigkeit und der Hoffnungslosigkeit auszubrechen! Christus ruft euch auf, in anderen Jugendlichen die Begeisterung für das Leben zu wecken!
Predigt, Messe für die Jugendlichen in San Juan de los Lagos (Mexiko), 8. Mai 1990





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