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zu Benedikt XVI.






Arbeit


Arbeit als Weg zur Heiligkeit
Die Arbeit ist ein Weg zur Heiligkeit, weil sie die Gelegenheit bietet:
a) sich selbst zu heiligen. Denn die Arbeit bringt die Persönlichkeit des Menschen zur Entfaltung, indem sie ihn seine Eigenschaften und Fähigkeiten anwenden lässt. Wir begreifen es in unserer Epoche besser durch das Drama der vielen Arbeitslosen, die sich in ihrer Würde als menschliche Personen verletzt fühlen. Dieser personalistischen Dimension muss zugunsten aller Arbeiter höchste Bedeutung beigemessen werden, indem man versucht, auf jeden Fall menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
b) den Mitbürgern zu helfen. Das ist die soziale Dimension der Arbeit, die ein Dienst zum Wohl aller ist. Diese Ausrichtung muss immer hervorgehoben werden: Arbeit ist keine egoistische, sondern eine altruistische Tätigkeit; man arbeitet nicht ausschliesslich für sich selbst, sondern für die anderen;
c) den Fortschritt der ganzen Gesellschaft und der Schöpfung voranzutreiben. Die Arbeit erhält deshalb eine geschichtlich-eschatologische und sozusagen kosmische Dimension, weil es ihre Zielsetzung ist, zur Verbesserung der materiellen Bedingungen des Lebens und der Welt beizutragen, indem man der Menschheit hilft, auf diesem Weg die höheren Ziele zu erreichen, zu denen Gott sie ruft. Der heutige Fortschritt macht diese Zweckbestimmung der Arbeit zur Verbesserung auf weltweite Ebene deutlich. Aber es bleibt viel zu tun, soll die Arbeit diesen vom Schöpfer selbst gewollten Ziele zu entsprechen;
d) Christus durch tätige Nächstenliebe nachzuahmen.
Generalaudienz, 20. April 1994



Christus selber hat gearbeitet
Nach der Lehre der Kirche gilt es in der Arbeit nicht nur die ethische sondern sozusagen die aszetische Dimension zu erkennen, weil sie gerade durch die auferlegte Mühe die Tugenden des Mutes und der Geduld erfordert und damit zum Weg der Heiligkeit werden kann. Gerade durch die Mühe, die sie mit sich bringt, erweist sich die Arbeit noch deutlicher als eine Pflicht, mit Christus am Heilswerk mitzuwirken. Ihre aus der Teilhabe am Schöpfungswerk Gottes erwachsen Bedeutung wird neu beleuchtet, wenn man sie als Teilhabe am Leben und an der Sendung Christi betrachtet. Wir dürfen nicht vergessen, dass der zu unserem Heil menschgewordene Sohn Gottes es nicht versäumt, gewöhnliche, harte Arbeit zu leisten. Jesus Christus hat von Josef das Handwerk des Zimmermanns gelernt und es bis zum Beginn seines öffentlichen Wirkens ausgeübt. In Nazaret war Jesus als "der Sohn des Zimmermanns (Mt 13,55) oder als "der Zimmermann" selbst (Mk 6,3) bekannt. Auch deshalb scheint es ganz natürlich, dass er sich in seinen Gleichnissen auf die Berufsarbeit der Männer und auf die Hausarbeit der Frauen bezieht, [...] und dass er seine Hochschätzung der einfachsten Arbeiten zum Ausdruck bringt. Und das ist ein wichtiger Aspekt seines Lebensgeheimnisses: Jesus wollte und konnte als Sohn Gottes der menschlichen Arbeit höchste Würde verleihen. Der Sohn Gottes hat mit menschlichen Händen und menschlichen Fähigkeiten gearbeitet, wie wir und mit uns, Menschen in Not und täglicher Mühe beladen!
Generalaudienz, 20. April 1994



Tugenden üben
Liebe Brüder, ich erinnere mich und danke dem Herrn an jene Jahre der bisweilen monotonen und harten Arbeit, die ich Seite an Seite unter so vielen Gefährten verbrachte. Wir teilten Schweigen, Plage und Schweiss, und manchmal sprachen wir über unsere Freuden und Leiden mit der Vertrautheit von Freunden, die zu verstehen, zu helfen, zu entschuldigen und zu verzeihen wussten. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung der Arbeit konnte ich sagen, dass das Evangelium, das heisst: Frohe Botschaft, von Glauben und Hoffnung erfüllt: "Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort" (Ps 130,5).[...] Gerade bei dieser eurer Arbeit, so wohlgefällig in den Augen Gottes, solltet ihr die menschlichen und christlichen Tugenden üben: euer Glaube wird immer stark bleiben, solange ihr die Hand Gottes, unseres Vater, auch in unbedeutenderen Geschehnissen erkennt; eure Hoffnung wird gestärkt, wenn ihr die erlösende Arbeit Christi betrachtet; ihr verbreitet die Liebe in dem Mass, in dem ihr der Fülle der Liebe entsprecht, die euch der Herr in jedem Augenblick erweist. Die menschlichen und beruflichen Beziehungen, die mit eurer Arbeit verbunden sind, sollen beständig eurem Gespräch Nahrung geben, das ihr mit Gott im Gebet führt, wie Kinder mit dem Vater.
Ansprache an Arbeiter in Concepcion, Chile, 5. April 1987



Mit Maria verbunden
Maria, das Gedächtnis der Kirche, nimmt uns an der Hand, damit wir das lernen, was sie uns durch ihr eigenes Leben lehrt. Mehr als einmal habe ich daran erinnert, wie sich die Christen bei ihrer Arbeit bereits seit vielen Jahrhunderten mit Maria verbunden haben, entweder im Gebet des Angelus oder mit dem Ausdruck der österlicher Freude im "Regina caeli" Wenn ihr täglich grossherzig ein wenig Zeit für das Gebet zu Maria verwendet, wird euch der Herr auf die Fürbitte seiner Mutter all das geben, was ihr zu euren geistlichen und zeitlichen Aufgaben braucht.[...] Erinnert euch während eurer Arbeit dieses grundlegenden Geheimnisses unseres Glaubens, der Menschwerdung: "Und das Wort ist Fleisch geworden." Erinnert euch an dieses Geheimnis, das zum Tod und zur Auferstehung hinführt, um besser zu arbeiten, um niemals diese menschliche Dimension mit allen ihren Implikationen zu vergessen, die ausserdem eine göttliche Dimension aufweist. Er ist der Schöpfer, der uns ein Beispiel gegeben hat, als er die Welt schuf; wir sind seine Mitarbeiter, liebe Brüder und Schwestern, wir sind seine Mitarbeiter! Es ist Gott, der Schöpfer, es ist Jesus Christus, der Arbeiter, es ist Jesus Christus, der Gekreuzigte, und Christus, der Auferstandene. Amen.
Ansprache an Arbeiter in Concepcion, Chile, 5. April 1987









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