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zu Benedikt XVI.






Gerechtigkeit


Person und Gemeinwohl
Die Gerechtigkeit ist gleichzeitig eine moralische Tugend und ein Begriff des Gesetzes. Manchmal wird sie mit verbundenen Augen dargestellt; in Wirklichkeit gehört es sich gerade für die Gerechtigkeit, aufmerksam darüber zu wachen, dass das Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten gesichert ist und die gerechte Aufteilung der Kosten und Nutzen gefördert wird. Die Gerechtigkeit baut auf, sie zerstört nicht; sie versöhnt und trachtet nicht nach Rache. Genaugenommen hat sie ihre tiefste Wurzel in der Liebe, die ihren höchsten Ausdruck in der Barmherzigkeit findet. Darum wird die Gerechtigkeit, wenn sie sich von der barmherzigen Liebe trennt, kalt und zerstörerisch. Die Gerechtigkeit ist eine dynamische und lebendige Tugend: Sie schützt und fördert die unschätzbare Würde der Person und sorgt sich um das Gemeinwohl, weil sie Hüterin der Beziehungen zwischen den einzelnen und den Völkern ist.
Botschaft zum Weltfriedenstag 1998, 8. Dezember 1997





Gerechtigkeit und Vergebung
Gerechtigkeit und Vergebung: Dies sind die beiden »Grundpfeiler« des Friedens, auf die ich besonders aufmerksam machen wollte. Zwischen Gerechtigkeit und Vergebung gibt es keinen Gegensatz, sondern sie ergänzen einander, da sie beide von wesentlicher Bedeutung für die Förderung des Friedens sind. Dieser bedeutet nämlich weit mehr als eine vorübergehende Einstellung von Feindseligkeiten: Er ist eine tiefgreifende Heilung der in den Herzen blutenden Wunden. Allein die Vergebung kann die Rachsucht überwinden und das Herz für eine wahre und dauerhafte Versöhnung zwischen den Völkern öffnen.
Predigt zum Weltfriedenstag, 1. Januar 2002



Harmonie herstellen
Die Anforderungen der Gerechtigkeit verlangen, dass, jedesmal wenn ein Fehler begangen oder Böses getan worden ist, dies eingestanden und bestmöglich wiedergutgemacht werden muss. Die menschliche Gerechtigkeit aber gründet letztlich auf dem Gesetz Gottes und seinem Heilsplan für die Menschheit. In ihrer vollen Bedeutung beschränkt sich die Gerechtigkeit daher nicht darauf, festzulegen, welche der streitenden Parteien im Recht ist, sondern sie setzt auch bei jedem einzelnen voraus, dass die wahre Harmonie mit Gott, dem Nächsten und sich selbst wiederhergestellt wird.
Audienz für den Botschafter der Republik Mazedonien, 28. Juni 2002



Befreiung
Es folgt das Wort »sedaqah«, die »Gerechtigkeit«, das einen vor allem heilsbringenden Sinn besitzt: Es handelt sich um die heilige und weise Einstellung Gottes, der durch sein Eingreifen in die Geschichte seinen Gläubigen vom Bösen und von der Ungerechtigkeit befreit.
Generalaudienz, 22. August 2001





Der Gerechte
Der Gerechte ist nämlich jener Mensch, der betet, aus dem Glauben heraus lebt und sich bemüht, in jeder konkreten Lebenssituation das Gute zu tun.
Angelus, 17. März 2002



Um der Gerechtigkeit willen
Ein Glaubender leidet um der Gerechtigkeit willen, wenn er im Tausch für seine Treue zu Gott Demütigung und Schmähung erfährt, wenn er im eigenen Umfeld verhöhnt und sogar bei den Menschen, die ihm am liebsten sind, auf Unverständnis stösst. Wenn er sich dem Widerstand aussetzt, riskiert er Unbeliebtheit und andere Unannehmlichkeiten. Trotzdem ist er immer zu jedem Opfer bereit, denn »man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen« (Apg 5,29). Neben dem öffentlichen Martyrium, das sich äusserlich, vor den Augen vieler vollzieht, gibt es auch oft das im Innern des Menschen verborgene Martyrium; das Martyrium des Leibes und das Martyrium des Geistes. Das Martyrium unserer Berufung und unserer Sendung. Das Martyrium des Kampfes gegen das eigene Ich und der überwindung des eigenen Ich.
Predigt in Bromberg, Polen, 7. Juni 1999











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