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zu Benedikt XVI.






Armut


Gesegnete Armut
Es gibt auch eine von Gott gesegnete Armut. Diese wird vom Evangelium "selig" genannt (Mt 5,3). In ihr anerkennt der Christ, dass das eigene Heil ausschliesslich von Gott kommt; er ist bereit, den anderen anzunehmen und ihm zu dienen, indem er ihn "höher einschätzt als sich selbst" (Phil 2,3). Die Haltung der geistlichen Armut ist Frucht des reinen Herzens, das Gott schenkt.
Botschaft zur Fastenzeit, 9. September 1997



Armut Christi teilen
Ihr seid berufen, voll Freude die Armut Christi zu teilen, der reich war und unseretwegen arm wurde, um uns durch seine Armut reich zu machen (vgl. 2 Kor 8,9; Mt 8,20). Bezeugt also durch Euer entsagungsreiches Leben das Streben Eures ganzen Seins nach jenem Himmel, »wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen« (Mt 6,20).
Botschaft an die Teilnehmer des Internationalen Kongresses über das geweihte Leben, 26. November 2004



Innere Befreiung
Die Tugend der Armut, welche die Ordensleute aufgrund eines besonderen Gelübdes pflegen, ist für das Leben aller Priester von besonderer Bedeutung, seid ihr doch Boten des Herrn, der arm lebte und den Armen in besonderer Liebe zugetan war. Eure Persönlichkeit wird durch die innere Befreiung von materiellen Dingen und vom Verzicht auf die Macht, die der Besitz schenkt, eine ungeheure Bereicherung erfahren.
Ansprache bei der Begegnung mit Priestern und Ordensleuten in Dar es Salaam (Tansania), 2. September 1990



Geist der Armut
Gott will, dass wir die Erde uns untertan machen, indem wir sie - und uns selbst - vollenden. Die Versuchung des Bösen will, dass wir sie und uns entstellen; dass uns die Arbeit versklavt und die Freizeit verwöhnt; dass wir für unser äusseres endlose Opfer bringen und innen verkümmern, das Heim ausschmücken und heimatlos sind, aufs Haben schauen und das Sein vergessen; dass der Besitz unser ”Gott“ wird. - Durch den inneren Kampf um den Geist der Armut und durch die zeichenhafte Sichtbarkeit dieser Armut helft ihr, allen Gliedern der Kirche und der Menschheit, diese Welt sorgsam zu verwalten, die Dinge so zu besitzen, dass sie nicht uns besitzen, den Lebensunterhalt nicht zum Lebensinhalt zu machen.
Predigt, Altötting, 18. November 1980



Keine Sklaven der Bedürfnisse
Das deutliche und freie Zeugnis eures in Liebe und Freude gelebten Gelübdes der Armut ist notwendig, damit eure Schwestern und Brüder verstehen, dass Gott mit seiner heilbringenden Liebe der einzige »Schatz« ist. Die Armut stärkt die Enthaltsamkeit und hindert euch daran, Sklaven der Bedürfnisse zu werden, die von der Wohlstandsgesellschaft künstlich erzeugt werden. Frei von allem überflüssigen, werdet ihr eurer Armut das dem Evangelium entsprechende Antlitz der Freiheit und Zuversicht dessen geben, der sicher ist, dass Gott für seine Kinder sorgt. Denn ihr sollt nicht mächtig, sondern heilig sein!
Botschaft an die Internationale Union der Generaloberinnen, 14. Mai 2001



Gott ist der einzige Reichtum
Die Armut bekennt, dab Gott der einzige wahre Reichtum des Menschen ist. Nach dem Beispiel Christi gelebt, der, obwohl er »reich war, arm wurde« (2 Kor 8,9), wird die Armut Ausdruck jener Ganzhingabe, zu der sich die drei göttlichen Personen gegenseitig machen. Es ist die Hingabe, die in die Schöpfung überströmt und sich voll in der Menschwerdung des Wortes und in seinem erlösenden Tod offenbart.
Nachsynodales Schreiben „Vita consecrata“ über das geweihte Leben, 25. März 1996



Armut wird zur Tugend
Die Radikalität des Evangeliums hat viele Jünger Jesu entlang der Geschichte auf die Suche nach der Armut getrieben bis zu dem Punkt, die eigenen Güter zu verkaufen und den Erlös den Armen zu geben. Die Armut wird hier zu einer Tugend, die nicht nur das Los des Armen erleichtert, sondern darüber hinaus zu einem geistlichen Weg wird, dank dessen er sich wahren Reichtum verschaffen kann, einen Schatz im Himmel, der nicht abnimmt (vgl. Lk 12,32-34). Materielle Armut ist niemals ein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Christus nachzufolgen, über den Paulus den Korinthern schreibt: »Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen« (2 Kor 8,9).
Generalaudienz, 27. Oktober 1999



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Die evangelische Armut ist mehr als der einfache Verzicht auf materielle Güter, sie ist das Sich-Preisgeben, das Sich-Verlieren in Gott.
Ansprache an die Priester, Ordensleute und Seminaristen in Fatima, 3. Mai 1982



Geistliche Bereicherung
Vom christlichen Standpunkt aus wurde die Armut immer schon als eine Lebenshaltung praktiziert, die die Christusnachfolge erleichtert durch die übung der Kontemplation, des Gebets und der Evangelisierung. [...] Der hl. Tomas schrieb: Jesus „ertrug die materielle Armut, um uns die geistlichen Reichtümer zu schenken.“ (vgl. Summa Theol., III, q.40, a.3) Alle, die seine Einladung annehmen und freiwillig den von ihm eröffneten Weg der Armut gehen, sind dazu bestimmt, die Menschheit geistlich zu bereichern. Weit entfernt davon, ihre Armut einfach der der anderen in der Welt lebenden Armen hinzuzufügen, sind sie berufen, ihnen den wahren Reichtum zu erwerben, der geistlicher Ordnung ist.
Generalaudienz, 30. November 1994



Wie Jesus
Wenn wir auf den Meister schauen, lernen wir von ihm den wahren Sinn der evangelischen Armut und die Grösse der Berufung, ihm auf dem Weg dieser Armut zu folgen. Und wir sehen vor allem, dass Jesus wirklich als Armer gelebt hat. Nach Paulus nahm er, der Sohn Gottes, die menschliche Verfasstheit als Zustand der Armut an, und in dieser menschlichen Lage führte er ein Leben in Armut. Seine Geburt war die eines Armen, wie es der Stall, in dem er geboren wurde, und die Krippe, in die ihn seine Mutter legte, andeuten. Dreissig Jahre lang lebte er in einer Familie, in der Josef den Lebensunterhalt durch seine Zimmermannsarbeit verdiente, eine Arbeit, die er selbst dann teilte. In seinem öffentlichen Leben konnte er von sich sagen: „Der Menschensohn ... hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“ (Lk 9,58), um seine totale Hingabe an die messianische Sendung unter den Umständen der Armut anzudeuten. Und er ist als Knecht und Armer am Kreuz gestorben, buchstäblich von allem entäussert. Er wollte arm sein bis zum äussersten.
Generalaudienz, 30. November 1994



Gegen einen habgiereigen Materialismus
Eine Herausforderung ist heute die eines habgierigen Materialismus, der gegenüber den Bedürfnissen und Leiden der Schwächsten gleichgültig ist und sich nicht um das Gleichgewicht der natürlichen Hilfsquellen kümmert. Die Antwort des geweihten Lebens besteht im Bekenntnis zur evangelischen Armut, die in verschiedenen Formen gelebt wird. [...] In Wirklichkeit ist die evangelische Armut, noch ehe sie ein Dienst an den Armen ist, ein Wert an sich, ruft doch die erste Seligpreisung zur Nachahmung des armen Christus auf. Ihr erster Sinn besteht in der Tat darin, Gott als eigentlichen Reichtum des menschlichen Herzens zu bezeugen. [...] Von den Personen des geweihten Lebens wird also ein erneuertes und kraftvolles Zeugnis des Entsagung und der Mässigung.
Nachsynodales Schreiben „Vita consecrata“ über das geweihte Leben, 25. März 1996



Keine Geringschätzung
Tatsächlich vermag nur der, der das Geheimnis Gottes als einziges und höchstes Gut, als wahren und endgültigen Reichtum betrachtet und lebt, die Armut zu verstehen und zu verwirklichen, die gewiss nicht Geringschätzung und Ablehnung der materiellen Dinge beinhaltet, sondern ein von Herzen dankbarer Gebrauch dieser Güter und zugleich ein freudiger Verzicht auf sie mit grosser innerer Freiheit ist, die sich am Willen Gottes ausrichtet.
Nachsynodales Apostolisches Schreiben „Pastores dabo vobis“ über die Priesterbildung in der heutigen Zeit, 25. März 1992




Eigenes Zeugnis
Die Geschichte lehrt uns, dass gewisse Fälle fehlenden Eifers und abnehmender Vitalität des Ordenslebens mit der falsch verstandenen und zu wenig praktizierten evangelischen Armut verbunden sind, obwohl die Befolgung der anderen evangelischen Räte sich zweifellos in mehr oder weniger grossem Masse auf die Treue des geweihten Lebens auswirkt. Indem sie Christus nacheifern, der »euretwegen arm wurde« (vgl. 2 Kor 8, 9), sind die Ordensleute berufen, »ihr Leben im Sinne der Solidarität mit den Armen aufrichtig umzugestalten« (Redemptoris missio, 60). Andernfalls erliegen sie der Versuchung, eine Armut zu verkünden, die in ihrem eigenen Leben keine Entsprechung findet, wenn es die Armut anderer und nicht die eigene erfordert. Es ist leicht möglich, in das Netz materialistischer Ideologien zu geraten, wenn das persönliche Lebenszeugnis anderen nicht als Verhaltensbeispiel dient.
Ad-Limina-Besuch der brasilianischen Bischöfe, 10. Dezember 2002




Voll Freude die Armut Christi teilen
Ihr seid berufen, voll Freude die Armut Christi zu teilen, der reich war und unseretwegen arm wurde, um uns durch seine Armut reich zu machen (vgl. 2 Kor 8,9; Mt 8,20). Bezeugt also durch Euer entsagungsreiches Leben das Streben Eures ganzen Seins nach jenem Himmel, »wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen« (Mt 6,20).
Botschaft an die Teilnehmer des internationalen Kongresses über das geweihte Leben, 26. November 2004











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