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zu Benedikt XVI.






Mutter


Die Mutter Jesu
Der ewige Sohn des Vaters nahm in ihr unser Fleisch an und wurde durch sie zum »Sohn Davids und Sohn Abrahams« (Mt 1, 1). Daher ist Maria seine wahre Mutter: »Theotòkos«, die Mutter Gottes!
Wenn Jesus das Leben ist, dann ist Maria die Mutter des Lebens.
Wenn Jesus die Hoffnung ist, dann ist Maria die Mutter der Hoffnung.
Wenn Jesus der Friede ist, dann ist Maria die Mutter des Friedens, die Mutter des Friedensfürsten.
Predigt am Hochfest der Gottesmutter Maria, 1. Januar 2002



Auf neue Weise Mutter
"Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, dies ist dein Sohn" (Joh 19,26). So hat er sie, seine eigene Mutter, auf neue Weise dem Menschen verbunden, dem Menschen, dem er das Evangelium übergeben hat. Er hat sie so allen Menschen verbunden. Er hat sie mit der Kirche verbunden am Tag ihrer geschichtlichen Geburtsstunde, dem Pfingstfest. Seit jenem Tag hat die ganze Kirche Maria zur Mutter. Und alle Menschen haben sie zur Mutter.
Ansprache bei der Generalaudienz, 10. Januar 1979



Ihr geweiht
Der Mutter Christi und der Kirche weihe ich die ganze Welt, alle Nationen der Erde, alle Menschen, denn sie ist ihrer aller Mutter. Ihr weihe ich besonders all jene, für die das Leben besonders schwierig und hart ist, jene, die körperlich oder geistlich leiden, die im Elend leben, die Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen erfahren.
Ansprache bei der Generalaudienz, 2. Mai 1979



Mutterschaft Mariens wird zum Erbe des Menschen
Der Erlöser vertraut seine Mutter dem Jünger an, und zugleich gibt er sie ihm zur Mutter. Die Mutterschaft Marias, die zum Erbe des Menschen wird, ist ein Geschenk, das Christus persönlich jedem Menschen macht. Wie der Erlöser Maria dem Johannes anvertraut, so vertraut er gleichzeitig den Johannes Maria an. Zu Füssen des Kreuzes hat jene besondere vertrauensvolle Hingabe des Menschen an die Mutter Christi ihren Anfang, die dann in der Geschichte der Kirche auf verschiedene Weise vollzogen und zum Ausdruck gebracht worden ist. Wenn der gleiche Apostel und Evangelist, nachdem er die von Jesus am Kreuz an die Mutter und an ihn selbst gerichteten Worte angeführt hat, noch hinzufügt: »Und von jener Stunde nahm sie der Jünger zu sich« (Joh 19, 27), will dies gewiss besagen, dass dem Jünger damit die Rolle eines Sohnes übertragen worden ist und er die Sorge für die Mutter des geliebten Meisters übernommen hat. Und weil Maria ihm persönlich zur Mutter gegeben worden ist, meint diese Aussage, wenn auch nur indirekt, all das, was die innerste Beziehung eines Kindes zu seiner Mutter ausdrückt. Dies alles kann man in dem Wort »Vertrauen« zusammenfassen. Vertrauen ist die Antwort auf die Liebe einer Person und im besonderen auf die Liebe der Mutter.
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987



Dasselbe geöffnete Herz
Das unbefleckte Herz Mariens, das durch die Worte " Frau siehe dein Sohn" geöffnet wurde, steht in geistlicher Verbindung zum Herzen des Sohnes, das von der Lanze des Soldaten geöffnet wurde. Das Herz Mariens ist von der selben Liebe zum Menschen und zur Welt geöffnet worden, mit welcher Christus den Menschen und die Welt geliebt hat und sich am Kreuz dahingab bis zum Lanzenstoss des Soldaten.
Predigt bei der feierlichen Messe in Fatima, 13. Mai 1982



Die Menschwerdung ermöglichen
Das ganze Leben und die ganze Heiligkeit Marias zielen in der unvergleichlichen Sendung darauf hin, die Verwirklichung des Geheimnisses der Menschwerdung zu ermöglichen, das heisst, Mutter des Menschensohnes zu sein, der zugleich Gottessohn ist. Mutter des Sohnes zu sein, der, während er ihre mütterliche und fürsorgliche Stimme hört und ihr zustimmt, noch mehr den Auftrag des himmlischen Vaters hört und befolgt.
Angelus, 1. Januar 1989



Erzieherin
Als Erzieherin hat sie das Herz des eigenen Sohnes geformt, indem sie zusammen mit Josef ihn in die Tradition des auserwählten Volkes einführte, ihn zur Liebe zum Gesetz des Herrn anleitete und ihm die Geisteshaltung der Armen vor Gott mitteilte. Sie half ihm, seinen Verstand zu entfalten und übte einen sicheren Einfluss auf die Formung seines Temperamentes aus. Obwohl sie wusste, dass ihr Kind sie überragte, weil es Sohn des Höchsten war, war sie nicht weniger besorgt um seine menschliche Erziehung.
Angelus, 2. Juli 1989



Sie zu sich nehmen
Die Worte Jesu an den Lieblingsjünger: "Siehe, deine Mutter!" (Joh 19,27), erhalten besondere Tiefe im Leben der gottgeweihten Personen. Sie sind eingeladen, Maria als ihre Mutter zu betrachten und sie so zu lieben, wie Christus sie geliebt hat. Insbesondere sind sie gerufen, sie zu sich zu nehmen, wie Johannes "sie zu sich nahm" (wörtlich: "unter seine Besitztümer" (vgl. Joh 19,27). Sie müssen ihr vor allem in ihrem Herzen und in ihrem Leben Raum geben. Sie müssen versuchen, ihre Beziehung zu Maria, dem Urbild und der Mutter der Kirche, zu entfalten, die auch das Urbild und die Mutter der Gemeinschaften, das Vorbild und die Mutter all derer ist, die Christus in seine Nachfolge ruft.
Ansprache bei der Generalaudienz, 29. März 1995



Theotokos
Maria ist die »Theotokos«, die Mutter des eingeborenen Sohnes Gottes. [...] Diese Beziehung befreite sie in ihrem Leben auf Erden jedoch keineswegs von den Mühen und Nöten des menschlichen Daseins: Maria teilte voll und ganz die alltägliche Wirklichkeit vieler einfacher Familien ihrer Zeit, denn auch sie musste Armut, Leid, Flucht, Exil, Verständnislosigkeit erdulden. Somit wird sie durch ihre spirituelle Grösse keineswegs »in die Ferne gerückt«: Sie ist unseren Weg gegangen und hat uns auf dem »Pilgerweg des Glaubens« (Lumen gentium, 58) begleitet. Doch auf ihrem inneren Weg hielt sie in absoluter Treue am Plan Gottes fest. In eben dieser grenzenlosen Treue gründet auch die unendliche Grösse, die sie zum bescheidensten und höchsten der Geschöpfe macht.
Predigt, 24. September 2000



Maria und die Kirche
Maria und die Kirche - beide sind Mütter. Beide gehören wesentlich zur christlichen Existenz. Dabei kommt der Mutterschaft Mariens eine besondere Bedeutung zu: Bevor sie ihre mütterliche Funktion gegenüber den Menschen ausübt, ist sie die Mutter des eingeborenen Sohnes Gottes, der Mensch geworden ist. Die Kirche hingegen ist insofern Mutter, als sie auf geistliche Weise Christus in den Gläubigen gebiert. Auf diese Weise stellt die Jungfrau Maria ein Modell für die Mutter Kirche dar.
Die Mutter Maria verleiht der Kirche ein mütterliches Antlitz. Die Mütterlichkeit der Kirche soll sich in jedem Glied des mystischen Leibes zeigen. Die Frömmigkeit der Gläubigen weist darauf hin, wie tief die geistlichen Bande sind, die zwischen der Gottesmutter und dem Leben der Kirche bestehen: die zahlreichen Formen der Marienverehrung und die Wallfahrten zu den verschiedenen Marienheiligtümern erinnern an die Grosstaten, die Gott, der Vater, durch die Mutter seines Sohnes wirkt.
Mutter Gottes und Mutter Kirche: Beide gehören also untrennbar zusammen. Beide zeugen von derselben göttlichen Liebe, die sich den Menschen mitteilen will.
Generalaudienz, 17. August 1997



Untrennbarkeit von Christus und Maria
Indem wir auf Christus schauen, erblicken wir auch Maria, seine Mutter. Denn wir können den Sohn nicht von der Mutter trennen. Von Anfang an bekennen wir Christus als Gottes und Marien Sohn. Die Untrennbarkeit von Christus und Maria liegt in der Menschwerdung Gottes, die vom höchsten Willen des Vaters ausgeht. Der Vater hat sich für den Sohn eine Mutter ausgesucht, damit dieser wahrhaft als Mensch geboren werde. Gleichzeitig sollte seine Mutter als Zeichen der göttlichen Sohnschaft jungfräulich sein. Um eine solche Mutterschaft zu begründen, hat der Vater die Einwilligung Mariens eingeholt. Von diesem Augenblick an beginnt das Geheimnis der Menschwerdung: Der Sohn Gottes tritt in unsere Welt ein und lebt als Mensch, auch wenn er voll und ganz Gott bleibt. Deswegen wird Maria auch Mutter Gottes genannt. Indem Maria ihr Herz für Christus geöffnet hat, hat sie es gleichzeitig der gesamten Menschheit gegenüber aufgetan. So sind auch wir eingeladen, Maria als unsere Mutter zu lieben, so wie Jesus Christus sie liebt.
Generalaudienz, 29. April 1998



Der Weg zu Christus
Als Mutter des Erlösers ist sie auch Mutter der Erlösten. Durch die [Marien]verehrung werden die Christen in die Sohn-Beziehung Jesu zu seiner Mutter gestellt und es wird ihnen möglich gemacht, in eine innige Vertrautheit mit beiden hineinzuwachsen. […] Maria ist der Weg zu Christus. Ihre Verehrung verhindert mitnichten die innige Beziehung des einzelnen zu Jesus, im Gegenteil, sie wird erst durch sie umso mehr wachsen und zur höchsten Vollkommenheit geführt.
Generalaudienz, 7. Mai 1997



Hochherzige Gefährtin
Darum ist Maria nicht nur die »Mutter und Ernährerin« des Menschensohnes geworden, sondern auch die »ganz einzigartige hochherzige Gefährtin« des Messias und Erlösers. Sie ging - wie schon gesagt - den Pilgerweg des Glaubens, und auf dieser ihrer Pilgerschaft bis unter das Kreuz hat sich zugleich ihre mütterliche Mitwirkung an der gesamten Sendung des Heilandes mit ihren Taten und ihren Leiden vollzogen. Auf dem Weg dieser Mitwirkung beim Werk ihres Sohnes, des Erlösers, erfuhr die Mutterschaft Marias ihrerseits eine einzigartige Umwandlung, indem sie sich immer mehr mit einer »brennenden Liebe« zu all denjenigen anfüllte, denen die Sendung Christi galt. Durch eine solche »brennende Liebe«, die darauf gerichtet war, zusammen mit Christus die »Wiederherstellung des übernatürlichen Lebens der Seelen« zu wirken, ist Maria auf ganz persönliche Weise in die alleinige Mittlerschaft zwischen Gott und den Menschen eingetreten, in die Mittlerschaft des Menschen Jesus Christus. Wenn sie selbst als erste die übernatürlichen Auswirkungen dieser alleinigen Mittlerschaft an sich erfahren hat - schon bei der Verkündigung war sie als »voll der Gnade« begrüsst worden -, dann muss man sagen, dass sie durch diese Fülle an Gnade und übernatürlichem Leben in besonderer Weise für das Zusammenwirken mit Christus, dem einzigen Vermittler des Heils der Menschen, vorbereitet war. Und ein solches Mitwirken ist eben diese der Mittlerschaft Christi untergeordnete Mittlerschaft Marias.
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987



Zu sich...
Indem der Christ sich wie der Apostel Johannes Maria kindlich anvertraut, nimmt er die Mutter Christi »bei sich« auf und führt sie ein in den gesamten Bereich seines inneren Lebens, das heisst in sein menschliches und christliches »Ich«: »Er nahm sie zu sich«. Auf diese Weise sucht er in den Wirkungskreis jener »mütterlichen Liebe« zu gelangen, mit der die Mutter des Erlösers »Sorge für die Brüder ihres Sohnes trägt«, »bei deren Geburt und Erziehung sie mitwirkt« nach dem Mass der Gnadengabe, die jeder durch die Kraft des Geistes Christi besitzt. So entfaltet sich auch jene Mutterschaft nach dem Geist, die unter dem Kreuz und im Abendmahlssaal Marias Aufgabe geworden ist.
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987




Nicht ausschliessend
Maria hat also an ihrem jungfräulichen »Ich erkenne keinen Mann« (vgl. Lk 1, 34) festgehalten und ist zugleich Mutter geworden. Jungfräulichkeit und Mutterschaft bestehen in ihr zugleich: Sie schliessen sich nicht gegenseitig aus und behindern sich nicht. Ja, die Person der Gottesmutter hilft allen - besonders allen Frauen - wahrzunehmen, wie diese beiden Dimensionen und diese beiden Wege der Berufung der Frau als Person sich gegenseitig erklären und ergänzen.
Apostolisches Schreiben "Mulieris Dignitatem", über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Sie glaubte...
Maria blieb ihrem Sohn treu in der Stunde des Kreuzes und hielt in ihrem Herzen die Verheissung und Hoffnung auf das lebendig, was Jesus seinen Jüngern gesagt hatte: das er am dritten Tag auferstehen werde. In den Stunden, die auf den Tod Jesu folgten – den schwersten für den Glauben und die Hoffnung -, glaubte die Jungfrau. Sie hoffte und bewahrte unversehrt ihre mütterliche Liebe zu dem, der gesagt hatte: "Ich bin die Auferstehung und das Leben" (Joh 11,25). In ihrem Mutterherzen sammelten sich und erblühten die Lebenshoffnungen für die ganze Menschheit, die ihr vom Kreuz herab in der Person des Lieblingsjüngers anvertraut worden war.
Angelus, 5. April 1987



Erfahrung des Erbarmens
Nachdem Maria in aussergewöhnlicher Weise das Erbarmen erfahren hatte, ist sie in gleicher Weise »erbarmenswürdig« geworden - während ihres ganzen irdischen Lebens und vor allem unter dem Kreuz ihres Sohnes; und sie wurde schliesslich durch die verborgene und zugleich einzigartige Teilnahme an der messianischen Aufgabe ihres Sohnes ganz besonders dazu berufen, den Menschen die Liebe nahezubringen, die zu offenbaren er gekommen war und die am konkretesten den Leidenden, den Armen, den Unfreien, den Blinden, den Unterdrückten und den Sündern gegenüber sichtbar wird.
Enzyklika 'Dives in misericordia', 30. November 1980









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