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zu Benedikt XVI.






Magd des Herrn


Vollkommene Hingabe und Treue
Einzig und allein Maria ist die lebendige Verkörperung jener totalen und vollkommenen Hingabe an Gott, an Christus, an sein Heilswerk, die in jedem Priester- und Ordensberuf ihren entsprechenden Ausdruck finden muss. Maria ist der tiefste Ausdruck vollkommener Treue gegenüber dem Heiligen Geist und seinem Wirken in der Seele; sie ist der Ausdruck der Treue, die ein beharrliches Mitwirken an der Gnade der Berufung bedeutet.
Ansprache bei der Generalaudienz, 2. Mai 1979



Die Liebe des Vaters
»Sei gegrüsst, du Begnadete« (Lk 1,28). Das erste Wort, das der Vater Maria durch seinen Engel überbringen lässt, ist eine Grussformel, die als Aufforderung zur Freude verstanden werden kann; darin hallt jene Aufforderung wider, die der Prophet Sacharja an das ganze Volk Israel richtete: »Juble laut, Tochter Zion! […] Siehe, dein König kommt zu dir« (Sach 9,9; vgl. auch Zef 3,14–18). Mit diesem ersten an Maria gerichteten Wort offenbart der Vater seine Absicht, der Menschheit Freude – die wahre, endgültige Freude – mitzuteilen. Die dem Vater eigene Freude, die darin besteht, den Sohn bei sich zu haben, wird allen geboten, zuerst aber wird sie Maria anvertraut, damit sie sich durch sie in der Menschengemeinschaft ausbreitet.
Die Aufforderung zur Freude ist für Maria mit der besonderen Gabe verbunden, die sie vom Vater empfangen hat: »… du Begnadete.« Der griechische Ausdruck »kecharitoméne« wird oft und nicht ohne Grund mit »erfüllt von der Gnade« übersetzt: Es geht in der Tat um eine Fülle, die den höchsten Grad erreicht.
Wir können feststellen, dass der Ausdruck so klingt, als ob er den Namen Marias bildete – der »Name«, der ihr vom Anfang ihres Daseins an vom Vater gegeben wurde. Ist ihre Seele doch von der Empfängnis an mit allem Segen erfüllt, was ihr einen Weg herausragender Heiligkeit durch das ganze Erdendasein hindurch ermöglicht. Auf dem Antlitz Marias entdecken wir den Abglanz des geheimnisvollen Antlitzes des Vaters. Die unendliche Zärtlichkeit Gottes, der die Liebe ist, offenbart sich in den mütterlichen Gesichtszügen der Mutter Jesu.
Generalaudienz, 5. Januar 2000



Immer dabei...
Maria, Mutter Gottes und der Kirche, hat mit den Aposteln die Stunde des Schmerzes und die Stunde der Gemeinschaft geteilt: Sie stand treu mit Johannes unter dem Kreuz des Gottessohnes; am Pfingsttag empfing sie im Abendmahlssaal mit den Aposteln die Gabe des Heiligen Geistes und besiegelte durch ihre Anwesenheit die Geburt der Kirche, die gesandt ist, der Menschheit bis an die äussersten Grenzen der Erde das Evangelium zu verkünden.
Angelus, 29. Juni 1995



Dienst in der Nachfolge
In dieser in "Dienst" umgesetzten Nachfolge Christi entdecken wir auch das Gefühl der Selbsthingabe der Frau, das am Schluss des Gesprächs mit dem Engel so treffend bei der Jungfrau Maria zum Ausdruck kommt: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast" (Lk 1,38). Es ist ein Ausdruck des Glaubens und der Liebe, der sich im Gehorsam gegenüber dem göttlichen Ruf und zum Dienst an Gott und den Brüdern und Schwestern verwirklicht: So bei Maria, bei den Frauen, die Jesus nachfolgten, so bei all denen, die – sie nachahmend – ihm im Laufe der Jahrhunderte gefolgt sind.
Ansprache bei der Generalaudienz, 15. März 1995



Heiligtum
Maria ist das makellose »Heiligtum«, in dem der Heilige Geist seine Wohnstatt nimmt. Die christliche Tradition sieht Maria als Urbild der gehorsamen Antwort auf den inneren Anruf des Geistes, als Vorbild einer bedingungslosen Annahme seiner Gnadengaben. Der Geist festigt ihren Glauben, stärkt ihre Hoffnung, entfacht die Flamme der Liebe. Durch den Geist wird ihre Jungfräulichkeit fruchtbar, und aus ihm entspringt ihr Freudengesang. Der Geist erleuchtet ihr Nachsinnen über das Wort und hilft ihr, nach und nach die Sendung des Sohnes zu verstehen. Und wiederum ist es der Geist, der sie in ihrer Verzweiflung auf dem Kalvarienberg stützt und der sie, mit den Aposteln im Gebet verharrend, am Pfingstmorgen auf die volle Ausgiessung der Gnadengaben vorbereitet.
Predigt, 24. September 2000



Grosses hat der Herr an mir getan
Liebe Brüder und Schwestern, müssen nicht auch wir vielleicht mit Maria sagen: Grosses hat er an mir getan? Denn was er an ihr getan hat, das hat er für uns und an uns getan. Für uns ist er Mensch geworden, an uns hat er Gnade und Wahrheit gewirkt. Aus uns macht er Kinder Gottes und Erben des Himmels. Die Worte Mariens geben uns eine neue Sicht des Lebens, die Sicht eines beständigen und konsequenten Glaubens.
Predigt in der Pfarrkirche von Castel Gandolfo, Fest Mariä Himmelfahrt, 15. August 1979



Die erste der Erlösten
Das »Ja« der Jungfrau bei der Verkündigung des Engels verbindet sich mit unserem konkreten irdischen Dasein, in demütigem Gehorsam gegenüber dem göttlichen Willen, die Menschheit nicht vor der Geschichte, sondern in der Geschichte zu retten. Denn die »neue Eva« hat, von jedem Makel der Erbsünde bewahrt, in einzigartiger Weise das Wirken Christi als vollkommener Mittler und Erlöser erfahren. Als erste von ihrem Sohn Erlöste hat sie in Fülle an seiner Heiligkeit teil; sie ist bereits das, was die ganze Kirche zu sein wünscht und hofft. Sie ist die eschatologische Ikone der Kirche.
Predigt, 8. Dezember 2004



Folge mir nach
Maria ist nie Christus begegnet, der ihr sagte: "Folge mir nach!" Sie hat vielmehr Christus der Welt geschenkt und damit die Möglichkeit geschaffen, dass er vielen Menschen sagen konnte: "Folge mir nach!" Doch wenn sie auch das Wort "Folge mir nach" in jener sozusagen klassischen Form des Evangeliums nicht gehört hat, so hat Maria doch gewiss von Beginn ihres Lebens an den wesentlichen Sinn dieses Wortes empfangen, von ihren ersten Jahren an und dann besonders in jenem entscheidenden Augenblick, als ihr die erhabene Frohbotschaft verkündet wurde. Diese war für das junge Mädchen wohl auch ein wenig schwer zu verstehen, doch es war eine grosse und gute Botschaft für sie und die Menschheit. Und wir wissen, was Maria geantwortet hat: "Ich bin die Magd des Herrn." Damit hat sie angenommen, was Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist von ihr wollte. Sie hat es angenommen.
Ansprache an die Jugend in Vincenza, 8. September 1991



Wahre Jüngerin
Die Mutter Christi ist nämlich als »Königin des Alls« verherrlicht worden. Diejenige, die sich bei der Verkündigung als »Magd des Herrn« bezeichnet hat, ist bis zum Ende dem treu geblieben, was diese Bezeichnung zum Ausdruck bringt. Dadurch hat sie bekräftigt, dass sie eine wahre »Jüngerin« Christi ist, der den Dienstcharakter seiner Sendung nachdrücklich unterstrichen hat: Der Menschensohn »ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele« (Mt 20, 28). So ist auch Maria die erste unter denen geworden, die »Christus auch in den anderen dienen und ihre Brüder in Demut und Geduld zu dem König hinführen, dem zu dienen herrschen ist«, und hat jenen »Zustand königlicher Freiheit«, der den Jüngern Christi eigen ist, vollkommen besessen: Dienen bedeutet herrschen!
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987



Die Unbefleckte Empfängnis
Wenn Christus der Tag ohne Untergang ist, dann ist Maria dessen vor Schönheit strahlende Morgenröte. Dazu auserwählt, die Mutter des fleischgewordenen Wortes zu sein, ist sie zugleich die Erstlingsfrucht seines Erlösungswerkes. Die Gnade des Erlösers Christus hat in ihr im voraus gewirkt, indem sie sie vor der Erbsünde und jedem Makel der Schuld bewahrt hat. Deshalb ist Maria »voll der Gnade« (Lk 1,28), wie der Engel bekräftigt, als er ihr die Botschaft ihrer göttlichen Mutterschaft bringt. Der menschliche Verstand kann sich nicht anmassen, ein so grosses Wunder und Geheimnis zu verstehen. Es ist der Glaube, der uns offenbart, dass die Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria Unterpfand des Heils für jedes menschliche Geschöpf auf seinem irdischen Pilgerweg ist. Und es ist auch der Glaube, der uns daran erinnert, dass Maria aufgrund ihrer einzigartigen Auserwählung unsere unerschütterliche Stütze im harten Kampf gegen die Sünde und ihre Folgen ist.
Angelus, 8. Dezember 2003











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