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zu Benedikt XVI.






Vorbild


Für die Nächstenliebe
Maria steht vor uns als ein Vorbild mutiger und tätiger Nächstenliebe. Ihrem Vorbild treu, muss auch unsere Hoffnung unerschütterlich sein, selbst dann, wenn sich Gewitterwolken über die Kirche zusammenziehen. Auch wir müssen in der Liebe wachsen, indem wir Demut, Armut, Dienstbereitschaft und die Fähigkeit des aufmerksamen Zuhörens entfalten, indem wir dem Beispiel folgen, das sie uns durch das Zeugnis ihres ganzen Lebens gegeben hat.
Predigt bei der Eucharistiefeier in Ephesus, 30. November 1979



Die Betrachtung zeigt uns die seligste Jungfrau, wie sie als fürsorgliche Mutter ihren Sohn in Nazaret heranwachsen sieht (vgl. Lk 2,40.52), ihm auf den Strassen Palästinas folgt, ihm auf der Hochzeit von Kana zur Seite steht (vgl. Joh 2,5) und zu Füssen des Kreuzes zur Mutter wird, die sich mit seinem Opfer verbindet und allen Menschen geschenkt wird, indem Jesus sie seinem Lieblingsjünger anvertraut (vgl. Joh 19,26). Als Mutter der Kirche verharrt die seligste Jungfrau mit den Jüngern »im Gebet« (Apg 1,14); als die neue Frau, die in sich das vorwegnimmt, was einmal für uns alle im vollen Genuss des dreifaltigen Lebens Wirklichkeit werden wird, ist sie in den Himmel aufgenommen; von dort breitet sie den Schutzmantel ihrer Barmherzigkeit über ihre Kinder aus, die auf dem Pilgerweg zum heiligen Berg der Verherrlichung sind. Eine solche kontemplative Haltung des Geistes und Herzens führt dazu, die Erfahrung des Glaubens und der Liebe der Jungfrau zu bewundern, die schon das lebt, was jeder Gläubige im Geheimnis Christi und der Kirche zu sein wünscht und hofft.
Botschaft an den Karmeliterorden, 25. März 2001



Innere Haltung Mariens
Maria ist die einzige Mutter, die von Jesus als »mein Sohn« sprechen kann, so wie der Vater sagt: »Du bist mein […] Sohn« (Mk 1,11). Jesus seinerseits sagt zum Vater »Abba«, »Vater« (vgl. Mk 14,36), während er zu Maria »Mutter« sagt, wobei er all seine kindliche Zuneigung in diesen Namen legt.
In seinem öffentlichen Leben, als er die Mutter in Nazaret verlassen hat, nennt er sie »Frau«, wenn er ihr begegnet. Dies um hervorzuheben, dass er jetzt nur mehr dem Vater gehorsam ist, aber auch um klar zu machen, dass sie nicht einfach biologische Mutter ist, sondern eine Sendung zu erfüllen hat als »Tochter Zion« und Mutter des Volkes des neuen Bundes. Als solche bleibt Maria stets auf volle Zustimmung zum Willen des Vaters ausgerichtet.
Das war nicht bei der ganzen Familie Jesu der Fall. Das vierte Evangelium verrät uns, dass seine Verwandten »nicht an ihn [glaubten]« (Joh 7,5), und Markus berichtet, dass sie »sich auf den Weg [machten], um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen« (Mk 3,21). Man kann sicher sein, dass die innere Haltung Marias eine völlig andere war. Das versichert uns das Lukasevangelium, in dem Maria sich selbst als demütige »Magd des Herrn« (Lk 1,38) darstellt. In diesem Licht ist die Antwort Jesu zu sehen, als man ihm berichtet: »Deine Mutter und deine Brüder stehen draussen und möchten dich sehen« (Lk 8,20; vgl. Mt 12,46–47; Mk 3,32); Jesus erwidert: »Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln« (Lk 8,21). Maria ist in der Tat ein Vorbild des Hörens auf das Wort Gottes (vgl. Lk 2,19.51) und der Bereitschaft, es zu befolgen.
Generalaudienz, 5. Januar 2000



Die Demut, die Treue, das Dienen
Ich vertraue euch Maria an, damit ihr sie in eure Liebe einschliesst. Nehmt sie auf in eurem Haus, heute und für immer! Ihr Wesen ist die Demut, die Treue, das Dienen. Macht es euch zu eigen! Sie nachahmend, werdet ihr die Freude und den Frieden erfahren, die ein Geschenk des Heiligen Geistes sind.
Pastoralbesuch in Loreto, 9./ 10. September 1995



Die Glaubende
Maria hat ihren Glauben ständig vertieft und unablässig neu entdeckt, während sie schwierige und dunkle Augenblicke durchlebte, angefangen von den ersten Tagen ihrer Mutterschaft (vgl. Mt 1,18 ff.): Augenblicke, die sie dank einer verantwortungsbewussten Haltung des gehorsamen Hörens auf das Wort Gottes meistern konnte. Auch wir müssen uns bemühen, unseren Glauben durch das Hören auf das Wort Gottes, durch seine Aufnahme, seine Verkündigung und seine Verehrung zu vertiefen und zu festigen.
Predigt bei der Eucharistiefeier in Ephesus, 30. November 1979



Immer im Dialog des Heiles
Ahmen wir Maria nach, deren ganzes Leben ein Dialog des Heiles war. Im Heiligen Geist hat sie das Wort empfangen, damit es Fleisch werden konnte. Lernen wir von ihr, die still und schweigend bis zum äussersten unter dem Kreuz stand, als Er Seinen Geist für uns Menschen dahingab. Schauen wir auf sie, die unter den Aposteln betend zugegen war, als diese auf die junge Kirche den Heiligen Geist herabbeteten. Die Jungfrau Maria ist nicht nur unsere Fürsprecherin, sondern Modell für ein Leben im Heiligen Geist. Von ihr können wir lernen, was Mitwirkung am Heil der Welt bedeutet. So werden wir zu Helfern für die Freude und zu Mitarbeitern der Wahrheit. Wie Maria sich als "Magd des Herrn” (Lk 1, 38) verstand, so sollen auch wir uns stets bewusst bleiben, dass wir bescheidene "Diener Christi” und treue "Verwalter von Geheimnissen Gottes” sind (1 Kor 4, 1).
Treffen mit den österreichischen Bischöfen, 21. Juni 1998



Ihr Glaube geht uns voran
Maria gehört untrennbar zum Geheimnis Christi, und so gehört sie auch zum Geheimnis der Kirche von Anfang an, seit dem Tag von deren Geburt. Zur Grundlage all dessen, was die Kirche von Anfang an ist und was sie von Generation zu Generation inmitten aller Nationen der Erde unaufhörlich werden muss, gehört diejenige, die »geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen liess« (Lk 1, 45). Gerade dieser Glaube Marias, der den Beginn des neuen und ewigen Bundes Gottes mit der Menschheit in Jesus Christus anzeigt, dieser heroische Glaube »geht« dem apostolischen Zeugnis der Kirche »voran« und bleibt im Herzen der Kirche zugegen, verborgen als ein besonderes Erbe der Offenbarung Gottes. Alle, die von Generation zu Generation das apostolische Zeugnis der Kirche annehmen, haben an diesem geheimnisvollen Erbe Anteil und nehmen gewissermassen teil am Glauben Marias.
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987



Die Frau der Frauen
In der Tat enthält das Wesen der Frau ein besonderes Band zur Mutter des Erlösers [...] hier möchte ich nur hervorheben, dass die Gestalt Marias von Nazaret schon allein dadurch die Frau als solche ins Licht stellt, dass sich Gott im erhabenen Geschehen der Menschwerdung seines Sohnes dem freien und tätigen Dienst einer Frau anvertraut hat. Man kann daher sagen, dass die Frau durch den Blick auf Maria dort das Geheimnis entdeckt, wie sie ihr Frausein würdig leben und ihre wahre Entfaltung bewirken kann. Im Licht Marias erblickt die Kirche auf dem Antlitz der Frau den Glanz einer Schönheit, die die höchsten Gefühle widerspiegelt, deren das menschliche Herz fähig ist: die vorbehaltlose Hingabe der Liebe; eine Kraft, die grösste Schmerzen zu ertragen vermag; grenzenlose Treue und unermüdlicher Einsatz; die Fähigkeit, tiefe Einsichten mit Worten des Trostes und der Ermutigung zu verbinden.
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987



Sich als ihr Kind anvertrauen
Die Jungfrau von Nazaret ist die erste »Zeugin« dieser Erlöserliebe des Vaters geworden und möchte auch immer und überall seine demütige Magd bleiben. Für jeden Christen, jeden Menschen ist Maria diejenige, die als erste »geglaubt hat«; mit diesem ihrem Glauben als Jungfrau und Mutter will sie auf alle jene einwirken, die sich ihr als Kinder anvertrauen. Es ist bekannt, je mehr diese Kinder in einer solchen Haltung verharren und darin fortschreiten, desto näher führt sie Maria zu den »unergründlichen Reichtümern Christi« (Eph 3,8). Und ebenso erkennen sie immer besser die Würde des Menschen und den letzten Sinn seiner Berufung in ihrer ganzen Fülle, weil Christus »dem Menschen den Menschen selbst voll kundmacht«.
Enzyklika "Redemptoris Mater", 25. März 1987









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