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zu Benedikt XVI.






Fastenzeit


Zeit des Nachdenkens und der Umkehr
Die Fastenzeit ist eine Zeit intensiven Nachdenkens über die ewigen Wahrheiten und der festen Vorsätze zu einer wahren christlichen Umkehr. Indem wir uns darauf vorbereiten, das Gedächtnis des heilbringenden Todes Jesu und seiner Auferstehung zu feiern, wird uns lebhafter bewusst, dass das Leben des Menschen auf Erden immer ein Kampf gegen das Böse ist, ein Kampf, der durch das Herz des Menschen führt. [] Gewisse traurige Ereignisse aus den Tagesnachrichten geben zu denken und erregen Besorgnis. Sie sind die Frucht innerer Entscheidungen des Menschen, entstanden im Zusammenhang mit diesem Kampf zwischen Gut und Böse, der in der Tiefe eines jeden Gewissens stattfindet. Aber auch in den Beziehungen zwischen den Menschen zutage tritt. Das Gute und das Böse sind "ansteckend": Sie vermehren und verbreiten sich, indem sie "Strukturen des Guten" und "Strukturen der Sünde" hervorbringen, die das Leben der Menschen beeinflussen. Auch auf solche "Strukturen" müssen wir unsere wachsame und rege Aufmerksamkeit richten. Aber alles geht vom Herzen aus; hier vor allem vollzieht sich die "Umkehr", zu der wir in unserer Zeit des Gebets, des Fastens und der Busse gerufen sind.
Generalaudienz zum Aschermittwoch, 16. Februar 1994



Geht durch das enge Tor
Die Fastenzeit lädt die Gläubigen ein, die Mahnung Jesu ernst zu nehmen: "Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm" (Mt 7,13). Welches ist das "weite Tor" und welcher der "breite Weg", von denen Jesus spricht? Es ist das Tor der moralischen Unabhängigkeit, der Weg des intellektuellen Hochmuts; wie viele, auch unter den Christen, leben in Gleichgültigkeit, passen sich der weltlichen Mentalität an und geben den Verlockungen der Sünde nach! Die Fastenzeit ist der günstige Zeitraum, um Rückschau zu halten auf das eigene Leben, mit neuer Willenskraft die Sakramente zu empfangen und entschlossenere Vorsätze zur Lebenserneuerung zu fassen, indem man zustimmt, gemäss der Lehre Jesu durch das enge Tor und den schmalen Weg zu gehen, die zum ewigen Leben führen.
Generalaudienz zum Aschermittwoch, 16. Februar 1994



Mit Vertrauen und drei Vorsätzen
Die Fastenzeit lädt uns zur Vorbereitung auf die Heilige Woche und auf Ostern zu verstärkter innerer Sammlung und Ernsthaftigkeit des Lebens ein. Sie ist eine Zeit des verstärkten Nachdenkens und Gebets, verbunden mit den entsprechenden Formen von Opfer und Busse und mit Gesten konkreter und brüderlicher Solidarität. Sie ist auch Zeit der Stille und der Meditation, in der sich jeder bemüht, alles , was das Gewissen und die Phantasie stört oder erschüttern kann, beiseite zu schieben und die tiefen Werte des christlichen Glaubens neu zu entdecken und zu leben. Bereiten wir uns mit Vertrauen vor, diesen Weg der Umkehr und inneren Erneuerung zu gehen im Hören des Wortes Gottes, im Gebet und im täglichen üben der Liebe zum Nächsten.
Generalaudienz, 4. März 1992



Innere Bedingungen schaffen
"Deine linke Hand soll nicht wissen, was deine rechte tut", will heissen: schaffe die inneren Bedingungen dafür, dass es dir in deinem Werk, in deinem guten Werk ermöglicht wird, dem Vater zu begegnen, "der auch das Verborgene sieht" (Mk 6,4). Warum das ? Weil wir mit dem heutigen Tag in die Fastenzeit, in die Zeit einer besonderen Umkehr, eintreten. Und Umkehr ist eine Wiederherstellung der Wahrheit all dessen, was wir tun und was wir sind. Der inneren Wahrheit darum bedeutet Umkehr, Bekehrung eintreten "in das Kämmerlein" des eigenen Herzens, des eigenen Gewissens, jedoch nicht, um uns abzusondern. Ganz im Gegenteil, um uns noch mehr für Gott zu öffnen, um für ihn einen Raum zu schaffen, den ihm unser "Ich" nach der Ursünde so gedankenlos verweigert, vorenthält.
Predigt am Aschermittwoch, 4. März 1987



Eine besondere Zeit
Wer ist dieser Gott, der sagt: "Bekehrt euch zu mir von ganzem Herzen" (Joel 2,12)? Es ist der Gott, in dem "die Leidenschaft für sein Land erwacht" (Joel 2,18). Ist es nicht vielleicht derselbe Gott, der seinen Sohn, "den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht hat" (2, Kor 5,21)? Diese Wahrheit, diese Wirklichkeit pulsiert besonders kraftvoll jetzt in der Fastenzeit in der Tiefe des ganzen lebendigen Organismus der Kirche, der Menschheit. Daher müssen wir uns selbst vergessen, wir müssen Gott den Raum in unserem Innersten öffnen den Raum der Umkehr -, damit wir voller und gültiger an dieser unglaublichen Wirklichkeit teilhaben können. Gott hat seinen Sohn, Jesus Christus, für uns zur Sünde gemacht, damit "wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden" (2 Kor 5,21). Diese Wirklichkeit heisst Gnade. In sie ist unsere Wiederversöhnung mit Gott eingeschrieben. Ein Mensch, der sich in sein "Ich" verschlossen hat, begreift diese Wirklichkeit nicht. [...] Die Fastenzeit ist eine Zeit besonderer intensiver geistlicher Bemühungen, ein "tempo forte". Die Zeit der grundlegenden, elementaren Wahrheiten. Die Zeit der radikalen Aufrufe. Die Zeit, in der sich die höchste Kraft des Geistes die Prüfung des Herzens durch die "Schwachheit" offenbaren muss: das heisst, durch das Leiden und Sterben des Gottessohnes, durch das, was der Apostel die "Torheit des Kreuzes" genannt hat (1 Kor 1,18). "Denn die Kraft Gottes erweist sich voll in der Schwachheit" (2 Kor 12,9).
Predigt am Aschermittwoch, 4. März 1987



Gebet in der Fastenzeit
Das Gebet muss in der Fastenzeit einen besonderen Bussakzent erhalten. Das soll besonders zum Ausdruck kommen in der Bitte um die göttliche Vergebung für die persönlichen und gemeinschaftlichen Sünden, die weiter bestehenden Situationen der Ungerechtigkeit und Gewalt in der Welt und die Konflikte und Kriege, die heute noch ganze Völker bedrohen. Das Gebet in der Fastenzeit ist die stärkste Kraft, das Böse zu besiegen, das im Herzen der Menschen nistet, denn es gründet auf der Heilsmacht Gottes selbst, die den Menschen im Kreuz Christi offenbart und mitgeteilt wurde.
Ansprache bei der Generalaudienz, 1. März 1995



Hören auf das Wort Gottes
Das äussere Fasten soll Hand in Hand gehen mit dem Hören des Wortes Gottes und dem Einsatz des Gebetes. In der Liturgie wird immer wieder die Einladung des Herrn wiederholt: "Kehrt um zu mir von ganzem Herzen" (Joel 2,12). Diese Einladung erklingt während der ganzen Fastenzeit. Da werden die Gläubigen aufgefordert, zu meditieren und im Gebet zu verweilen, damit sie dem Wort Gottes Raum geben in ihrem Leben, das oftmals in so hektischer Weise geführt und mit begrenzten oder flüchtigen Wirklichkeiten erfüllt wird. Es ist notwendig, die Aufmerksamkeit immer mehr auf die Heilige Schrift zu lenken.
Ansprache bei der Generalaudienz, 1. März 1995











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