Bern 5./6. Juni 04
       Schweiz Juni 84
       Gebete in der Schweiz
       Liechtenstein 85


       Karol Wojtyla
       JPII & Petrusamt


       JPII & Seine Gebete
das Gebet
Zeugnis
zu Gottvater
zu Christus
zum Heiligen Geist
zur Hl. Dreifaltigkeit
an Maria
Eucharistie
       JPII & Rosenkranz


       JPII & Gott
       JPII & Christus
       JPII & Heiliger Geist


       JPII & Eucharistie
       JPII & Priestertum
       JPII & Ehe
       JPII & Versöhnung
       JPII & Lebensweihe


       JPII & Kirche
       JPII & Leiden
       JPII & Tugend
       JPII & Moral
       JPII & die Frau
       JPII & Politik
       JPII & Dialog
       JPII & An die Jugend


       JPII & Kirchenjahr
       JPII & Heilige
       JPII & Maria


       Fürbittgebet
       Lesungen des Tages
       Gästebuch
       Intro
       Jahrestag
       Neu







zu Benedikt XVI.






Gebete von Papst Johannes Paul II. an Maria
                                       

Weihe der ganzen Menschheit an das Unbefleckte Herz Mariens

O unbeflecktes Herz, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden, das so leicht in den Herzen der heutigen Menschen Wurzel fasst und dessen unermessliche Auswirkungen über dem heutigen Leben lasten und den Weg in die Zukunft zu versperren scheinen.


Von Hunger und Krieg: befreie uns!
Von Atomkrieg, unkontrollierbarer Selbstzerstörung und jeder Art des Krieges: befreie uns!
Von den Sünden gegen das Leben des Menschen von seinen Anfängen an: befreie uns!
Vom Hass und von der Missachtung der Würde der Kinder Gottes: befreie uns!
Von jeder Ungerechtigkeit im sozialen, nationalen und internationalen Leben: befreie uns!
Von leichtfertiger übertretung der Gebote Gottes: befreie uns!
Vom Versuch, in den Herzen der Menschen sogar die Wahrheit von Gott zu ersticken: befreie uns!
Von den Sünden gegen den Heiligen Geist: befreie uns, befreie uns!

Höre, Mutter Christi, diesen Hilfeschrei, in welchem das Leid aller Menschen zu ­Dir ruft, das Leid ganzer Völker!
Hilf uns mit der Kraft des Heiligen Geistes, alle Sünde zu besiegen: die Sünde des Menschen und die "Sünde der Welt" – die Sünde in jeglicher Form.
Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Heilskraft der Erlösung: die Macht der erbarmenden Liebe! Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen wandle! In Deinem unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung!

Vor dem Angelus in Rom am 25. März 1984




Weihe der Jugendlichen an Maria

»Siehe, deine Mutter!« (Joh 19,27)
Es ist Jesus, o Jungfrau Maria,
der uns vom Kreuz herab
Dir anvertrauen wollte,
nicht um seine einzigartige Stellung als Erlöser der Welt abzuschwächen,
sondern um sie zu bekräftigen.

Wenn Dir im Jünger Johannes
alle Söhne und Töchter der Kirche anvertraut wurden,
um so mehr finde ich Gefallen daran,
alle jungen Menschen der Welt
Deiner Obhut, o Maria, anvertraut zu wissen.
Dir, o milde Mutter,
deren Schutz ich stets erfahren durfte,
weihe ich sie erneut am heutigen Abend.
Unter Deinem Mantel,
unter Deinem Schutz suchen sie Zuflucht.
Du, Mutter der göttlichen Gnade,
lasse sie zum Widerschein der Schönheit Christi werden!

Es sind die Jugendlichen dieses Jahrhunderts,
die zu Beginn des neuen Jahrtausends
jene Sorgen und Nöte durchleben,
die von der Sünde,
vom Hass, von der Gewalt,
vom Terrorismus und vom Krieg ausgehen.
Es sind aber auch die Jugendlichen,
auf die die Kirche voll Zuversicht blickt,
von der Gewissheit erfüllt,
dass es ihnen mit Hilfe der Gnade Gottes gelingen wird,
im Heute der Geschichte
als Zeugen des Evangeliums
zu glauben und zu leben.

Maria,
hilf ihnen, ihrer Berufung zu entsprechen.
Führe sie zur Erkenntnis der wahren Liebe,
und segne ihre Gefühle.
Komme ihnen in den leidvollen Momenten zu Hilfe.
Mache sie zu unerschrockenen Verkündern
des Grusses Christi am Ostertag:
Friede sei mit euch!
Zusammen mit ihnen
möchte auch ich mich erneut Dir weihen,
und in vertrauensvoller Liebe rufe ich Dir zu:
Totus tuus ego sum!
Ich bin ganz Dein!

Und gemeinsam mit mir ruft auch ein jeder von ihnen Dir zu:
Totus tuus! Totus tuus!
Amen.
Bei der Begegnung mit den Jugendlichen aus der Diözese Rom und den Diözesen Latiums in Vorbereitung auf den XVIII. Weltjugendtag, 10. April 2003





Gebet für die Jugendlichen

Maria, demütige Magd des Allerhöchsten,
das Kind das du geboren hast, hat dich zur Dienerin des Menschengeschlechts gemacht.
Dein Leben war Dienen - demütig und grossherzig.

Du warst Dienerin des Wortes, als der Engel dir den Heilsplan Gottes offenbarte.
Du warst Dienerin des Sohnes, dem du das Leben schenktest,
für sein Geheimnis bliebst du immer offen.
Du warst Dienerin der Erlösung, als du mutig zu Füssen des Kreuzes gestanden bist
zur Seite dem leidenden Knecht und Lamm,
das sich hingab aus Liebe zu uns.
Du warst Dienerin für die Kirche am Pfingsttag.
Durch deine Fürsprache hörst du nicht auf,
sie zu neuem Leben zu erwecken in jedem der glaubt,
auch in dieser unserer so schwierigen und leidgeprüften Zeit.

Auf dich, du junge Tochter Israels,
die du selbst die Erschütterung des aufgewühlten jugendlichen Herzens,
betroffen vom Ratschluss des Höchsten, erfahren hast,
auf dich richten die Jugendlichen des dritten Jahrtausends vertrauensvoll ihren Blick.
Mache sie fähig, der Einladung deines Sohnes zu folgen,
aus ihrem Leben eine vollkommene Gabe zur Ehre Gottes zu machen.
Hilf ihnen zu verstehen, das der Dienst an Gott das Herz erfüllt
und dass sich nur im Dienst an Gott und an seinem Reich in ihnen das verwirklicht,
was Gott für sie vorgesehen hat.
Hilf ihnen, dass ihr Leben zu einem Lobpreis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit werde.
Amen.

Zum 40. Weltgebetstag um geistliche Berufungen, 11. Mai 2003





Fürbitte für alle Menschen

O Maria, die du so tief und mütterlich der Kirche verbunden bist,
die du dem ganzen Gottesvolk voranleuchtest
auf den Wegen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe,
umfange alle Menschen, die durch dieses zeitliche Leben den ewigen Zielen entgegenpilgern,
mit jener Liebe, welche der göttliche Erlöser selbst,
dein Sohn, vom Kreuz herab in dein Herz strömen liess!
Sei du die Mutter all unserer Erdenwege, auch wenn sie verschlungen sind,
damit wir uns am Ende alle wiederfinden in jener grossen Gemeinschaft,
die dein Sohn einst seine Herde nannte und für die er als der Gute Hirt sein Leben hingab!

O Mutter der Menschen und der Völker,
du kennst all ihre Leiden und Hoffnungen,
du fühlst mit mütterlicher Anteilnahme alles Kämpfen zwischen Gut und Böse,
zwischen dem Licht und der Dunkelheit, von der die Welt befallen ist
– erhöre unseren Ruf, den wir im Heiligen Geist unmittelbar an dein Herz richten.
Umfange mit der Liebe der Mutter und der Magd des Herrn jene,
die diese liebende Zuneigung am meisten ersehnen,
und zugleich auch diejenigen, auf deren Vertrauen du besonders wartest!
Nimm die ganze Menschheitsfamilie, die wir mit liebender Hingabe dir, o Mutter, anvertrauen,
unter deinen mütterlichen Schutz.

Gott Heiliger Geist! Du wirst mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht.
Nimm diese Worte demütigen Vertrauens entgegen,
die wir an dich aus dem Herzen der Jungfrau Maria richten...
Nimm an diese Worte demütigen und zuversichtlichen Vertrauens,
Worte, mit denen die Kirche – im Abendmahlssaal am Pfingstfest dir,
dem Geist des Vaters und des Sohnes, für immer anvertraut –
ohne Unterlass zusammen mit dir ihrem göttlichen Bräutigam zuruft: Komm!

Ach wir wollen darum heute rufen:
"Komm!" und uns dabei deiner mütterlichen Fürsprache anvertrauen, o gütige, o milde, o süsse Jungfrau Maria.

Ansprache in Rom, 7. Juni 1981





Weihe von Johannes Paul II.

Erhabene Mutter der Kirche!
Dir weihe ich mich nochmals als Knecht Deiner mütterlichen Liebe: "Totus tuus" – "Ganz dir zu eigen!"
Dir weihe ich die ganze Kirche – bis an die Grenzen der Erde!
Dir weihe ich die Menschheit und alle Menschen – meine Brüder – alle Völker und Nationen.
Dir weihe ich Europa und alle anderen Erdteile.
Dir weihe ich Rom und Polen, durch deinen Diener mit einem neuen Band der Liebe vereint.
Mutter, nimm uns an!
Mutter, verlasse uns nicht!
Mutter, führe uns!
Enzyklika "Redemptor hominis", 4. März 1979



Ruf an Maria

O Mutter, bei deiner Aufnahme in den Himmel
hast du die Fülle des Sieges über den Tod der Seele und des Leibes erfahren,
bewahre die Söhne und Töchter dieser Erde vor dem Tod der Seele!
O Mutter der Kirche!
Vor dieser Menschheit, die immer vom Vergänglichen fasziniert scheint
und der die Beherrschung der Erde die Sicht auf die ewige Bestimmung des Menschen in Gott versperrt,
sei du ein Zeugnis Gottes!
Gebet zur Muttergottes in der Kapelle der Wunderbaren Medaille in Paris, 31. Mai 1980





Gebet für Europa

Maria, Mutter der Hoffnung,
gehe mit uns!
Lehre uns, den lebendigen Gott zu verkünden;
hilf uns, Jesus, den einzigen Retter, zu bezeugen;
mach uns hilfsbereit gegenüber dem Nächsten,
gastfreundlich gegenüber den Bedürftigen,
lass uns Gerechtigkeit üben,
mach uns zu leidenschaftlichen Baumeistern einer gerechteren Welt;
lege Fürbitte für uns ein, die wir in der Geschichte leben und handeln,
in der Gewissheit, dass sich der Plan des Vaters erfüllen wird.

Morgenröte einer neuen Welt,
erweise dich als Mutter der Hoffnung und wache über uns!
Wache über die Kirche in Europa:
in ihr scheine das Evangelium durch;
sie sei ein wirklicher Ort der Gemeinschaft;
sie lebe ihre Sendung,
das Evangelium der Hoffnung
zu verkündigen, zu feiern und ihm zu dienen
für den Frieden und zur Freude aller.

Königin des Friedens,
beschütze die Menschheit des Dritten Jahrtausends.
Wache über alle Christen:
Sie mögen zuversichtlich auf dem Weg der Einheit voranschreiten,
als Sauerteig für die Eintracht des Kontinents.
Wache über die jungen Menschen, die Hoffnung für die Zukunft:
Sie mögen hochherzig auf den Ruf Jesu antworten.
Wache über die Verantwortlichen der Nationen:
Sie mögen sich zum Aufbau eines gemeinsamen Hauses verpflichten,
in dem die Würde und die Rechte eines jeden Menschen geachtet werden.

Maria, schenke uns Jesus!
Mache, dass wir ihm folgen und ihn lieben!
Er ist die Hoffnung der Kirche, Europas und der Menschheit.
Er lebt bei uns, mitten unter uns, in seiner Kirche.
Mit Dir sprechen wir »Komm, Herr Jesus!« (Offb 22, 20):
Möge die Hoffnung auf die Herrlichkeit,
von Ihm in unsere Herzen ausgegossen, Früchte der Gerechtigkeit und des Friedens tragen!

Apostolisches Schreiben Ecclesia in Europa, 28. Juni 2003





Gebet für die Laien

O du allerseligste Jungfrau, Mutter Christi und Mutter der Kirche,
mit Freude und Bewunderung stimmen wir ein in dein Magnifikat,
in dein Lied dankbarer Liebe.

Mit dir danken wir Gott,
»dessen Erbarmen von Geschlecht zu Geschlecht waltet«,
für die wunderbare Berufung und die vielfältige Sendung der Laien.
Er hat sie berufen,
in einer Gemeinschaft der Liebe und der Heiligkeit
mit ihm zu leben,
und als Geschwister in der grossen Familie
der Kinder Gottes vereint zu sein.
Sie sind gesandt, das Licht Christi auszustrahlen,
und das Feuer des Geistes durch ihr Leben im Geist des Evangeliums
in der ganzen Welt zu verbreiten.

Jungfrau des Magnifikat,
erfülle ihre Herzen mit Dankbarkeit und Begeisterung
für diese Berufung und Sendung.
Die du in Demut und Hochherzigkeit die »Dienerin des Herrn« geworden bist,
schenke uns deine Verfügbarkeit für den Dienst Gottes und das Heil der Welt.
öffne unsere Herzen für die endlosen Weiten des Reiches Gottes
und der Verkündigung des Evangeliums an alle Geschöpfe.

Dein Mutterherz weiss um die vielfältigen Gefahren
und zahlreichen übel, die die Männer und Frauen unserer Zeit bedrohen.
Aber es weiss auch um die vielen Initiativen des Guten,
um die grossen Sehnsüchte nach Werten,
um den Fortschritt auf dem Weg zum Heil.

Mutige Jungfrau,
schenke uns Seelenkraft und Vertrauen auf Gott,
damit wir alle Hindernisse überwinden,
die sich der Erfüllung unserer Sendung entgegenstellen.
Lehre uns, die Realitäten der Welt mit tiefem christlichem
Verantwortungsbewusstsein zu behandeln, in der frohen Hoffnung
auf die Ankunft des Reiches Gottes, des neuen Himmels und der neuen Erde.

Die du betend mit den Aposteln im Coenaculum zusammen warst,
um auf die Ankunft des Pfingstgeistes zu warten,
erflehe, dass er sich erneut über alle Laien ausgiesst,
damit sie ihrer Berufung und Sendung als Reben des wahren Weinstocks,
die bestellt sind, für das Leben der Welt reiche Frucht zu tragen,
voll entsprechen.

Jungfrau und Mutter, führe uns und stütze uns,
damit wir immer als wahre Söhne und Töchter der Kirche deines Sohnes leben
und so dazu beitragen,
auf Erden die Zivilisation der Wahrheit und Liebe nach dem Wunsch Gottes
und zu seiner Ehre aufzubauen.
Amen.

Apostolisches Schreiben Christifideles Laici, 30. Dezember 1988





Gegrüsset seist du, Maria

Gegrüsset seist Du, Maria, arme und demütige Frau,
gebenedeit bist Du vom Allerhöchsten!
Jungfrau der Hoffnung, Prophetin neuer Zeiten,
wir schliessen uns Deinem Lobgesang an,
um die Barmherzigkeit des Herrn zu feiern,
um das Kommen des Reiches
und die vollkommene Befreiung des Menschen zu verkünden.

Gegrüsset seist du, Maria, demütige Magd des Herrn,
glorreiche Mutter Christi!
Treue Jungfrau, heilige Wohnstatt des Wortes,
lehre uns, beharrlich zu sein im Hören auf das Wort
und fügsam gegenüber der Stimme des Geistes,
aufmerksam für seine Aufrufe im tiefsten Inneren unseres Gewissens
und für seine Offenbarungen in den Wechselfällen der Geschichte.

Gegrüsset seist du, Maria, Frau des Leidens,
Mutter der Lebenden!
Jungfräuliche Braut beim Kreuz, neue Eva,
führe uns auf den Wegen der Welt,
lehre uns, die Liebe Christi zu leben und zu verbreiten,
mit dir innezuhalten vor den unzähligen Kreuzen,
an denen dein Sohn noch immer gekreuzigt wird.

Gegrüsset seist du, Maria, Frau des Glaubens,
Erste unter den Jüngern!
Jungfrau, Mutter der Kirche, hilf uns, stets Zeugnis abzulegen
von der Hoffnung, die uns erfüllt,
im Vertrauen auf die Güte des Menschen und die Liebe des Vaters.
Lehre uns, die Welt von innen her aufzubauen:
In der Tiefe der Stille und des Gebets,
in der Freude brüderlicher Liebe,
in der unersetzlichen Fruchtbarkeit des Kreuzes.
Heilige Maria, Mutter der Gläubigen,
Unsere Liebe Frau von Lourdes,
bitte für uns.
Amen.

Gebet zum Abschluss der Andacht, Basilika von Lourdes, 14. August 2004





Dir vertrauen wir uns an

O Maria,
Morgenröte der neuen Welt, Mutter der Lebendigen,
Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an:
O Mutter, blicke auf die grenzenlose Zahl
von Kindern, denen verwehrt wird, geboren zu werden,
von Armen, die es schwer haben zu leben,
von Männern und Frauen, die Opfer unmenschlicher Gewalt wurden,
von Alten und Kranken, die aus Gleichgültigkeit oder angeblichem Mitleid getötet wurden.

Bewirke, dass alle, die an deinen Sohn glauben,
den Menschen unserer Zeit mit Freimut und Liebe das Evangelium vom Leben verkünden können.
Vermittle ihnen die Gnade, es anzunehmen als je neues Geschenk,
die Freude, es über ihr ganzes Dasein hinweg in Dankbarkeit zu feiern,
und den Mut, es mit mühseliger Ausdauer zu bezeugen,
um zusammen mit allen Menschen guten Willens
die Zivilisation der Wahrheit und der Liebe zu errichten,
zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes, des Schöpfers und Freundes des Lebens.
Amen.

Rom, Hochfest der Verkündigung des Herrn, 25. März 1995





Mutter der Barmherzigkeit

O Mutter der Barmherzigkeit!
Hier und heute verspüren wir noch mehr als zuvor das Bedürfnis,
dich als unsere Mutter aufzunehmen,
dich im Tiefsten durch alle Tage und alle Jahre mit uns zu nehmen,
damit du uns nahe und immer näher bei Jesus, dem Heiland, hältst,
immer treuer im Dienst an all seinen Brüdern, die auch deine Kinder sind,
und vor allem im Dienst an den Geringsten, an denen, die das grösste Elend kennen.

Unser Geist, unser Wille, unser Herz, der Schatz unseres Glaubens,
unsere Begrenztheit, unser Scheitern, unsere Freuden, unsere neuen Anfänge,
unsere verschiedenen Verantwortlichkeiten, unsere menschlichen Beziehungen,
unsere Bemühungen um Verständnis für das Zeitalter, in dem wir leben,
unser ganzes Leben bis zum letzten Atemzug,
alles ist deiner mütterlichen Obhut,
deiner Zärtlichkeit und deinem fürbittenden Gebet anvertraut.

Alles, was wir sind, und alles, was wir haben,
legen wir in deine Hände.
Um Jesu willen und für die Errichtung seines Reiches der Wahrheit,
der Heiligkeit, der Gerechtigkeit, der Brüderlichkeit, des Friedens.

Togoville/ Togo, 9. August 1985





Bitte um Berufungen

Du Mutter der Kirche, höre unser Gebet.
Du hast mit Deinem "ja" dem Herrn das Tor zur Welt, in die Geschichte
und zu den Seelen der Menschen geöffnet, indem Du demütig
und in voller Hingabe den Ruf des Höchsten angenommen hat.

Gib, dass viele Männer und Frauen auch heute
den einladenden Ruf Deines Sohnes begreifen: "Folge mir!"
Gib ihnen den Mut, ihre Familien, ihren Beruf und ihre irdischen Hoffnungen zu verlassen
und Christus nachzufolgen.
Halte Deine mütterliche Hand über die Missionare in aller Welt,
über die Ordensleute, die den Alten, Kranken, Behinderten und Waisen beistehen;
über alle, die andere unterrichten,
über die Mitglieder der Säkularinstitute, die so viele gute Werke anregen;
über alle, die in strenger Klausur in Glaube und Liebe leben
und um das Heil der Welt beten.
Amen!

Botschaft zum 25. Weltgebetstag für geistliche Berufe, 24. April 1988





Maria, wache über uns

O Maria,
Mutter der Barmherzigkeit,
wache über alle, damit das Kreuz Christi
nicht um seine Kraft gebracht wird,
damit der Mensch
nicht vom Weg des Guten abirrt,
nicht das Bewusstsein für die Sünde verliert,
damit er wächst in der Hoffnung Gottes,
»der voll Erbarmen ist« (Eph 2, 4),
damit er aus freiem Entschluss
die guten Werke tut,
die von Ihm im voraus bereitet sind,
und damit er so mit seinem ganzen Leben
»zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt«
(Eph 1, 12) sei.
Amen.

Enzyklika "Veritatis Splendor", 6. August 1993



Totus tuus, Maria

Schliesslich, o Mutter von Jasna Gora,
bin ich hierhergekommen, um dir noch einmal zu sagen:
Totus Tuus, Ich bin, o Mutter, ganz dein und alles Meine ist dein!
Alles Meine: also auch mein Vaterland, meine Nation.
‚Totus tuus. Ich will Diener aller sein!‘
O Mutter!
Ich wurde zum Dienst für die Weltkirche auf dem römischen Stuhl Petri gerufen.
Mit dem Gedanken an diesen universalen, allgemeinen Dienst wiederhole ich immerzu:
Totus Tuus.
Ich will der Diener aller sein!
Gleichzeitig bin ich ein Sohn dieser Erde und dieser Nation.
Dies ist meine Nation, mein Vaterland.
Mutter! Alles Meine ist dein!
Mutter! Alles Meine ist dein!
Was kann ich dir mehr sagen.
Wie kann ich dir noch anders dieses Land, diese Menschen, dieses Erbe anvertrauen!
Ich vertraue es dir an, so wie ich es verstehe.
Du bist die Mutter.
Du wirst verstehen und annehmen.
Noch eines.
Am 13. Mai sind zwei Jahre seit dem Nachmittag vergangen, als du mir das Leben gerettet hat. Es geschah auf dem Petersplatz. Dort wurde während der Generalaudienz ein Schuss auf mich abgegeben, der mich das Leben kosten sollte. Im vergangenen Jahr war ich am 13. Mai in Fatima, um zu danken und mich dir anzuvertrauen.
Heute will ich hier, auf Jasna Gora, als Votivgabe, als sichtbares Zeichen dieses Geschehnisses, den durchschossenen Gürtel der Soutane zurücklassen.


Gebet in Jasna Gora, Tschenstochau, 19. Juni 1983











Neu       |       Sitemap       |       Impressum

Neu
Demnächst