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zu Benedikt XVI.






Frieden


Umfassende Wirklichkeit
Wie rasch, wie dringend muss man Frieden schaffen! Frieden bedeutet nicht nur Abwesenheit von Krieg, sonder eine umfassende Wirklichkeit, die den ganzen Menschen und seine gesellschaftlichen Beziehungen insgesamt einbezieht. Die Waffen ruhen lassen ist deshalb unerlässliche Voraussetzung dafür, einen Prozess in Gang zu bringen, der zu einem solchen Frieden in all seinen vielfältigen Dimensionen führt. Wir müssen davon überzeugt sein, dass der Frieden möglich ist, obwohl dem Anschein nach das Gegenteil der Fall ist. Die christliche Hoffnung kann nicht daran zweifeln.
Angelus, 3. Januar 1993



Der Weg des Friedens
Die Armen, Opfer des Hasses und des Krieges können uns in ihrer leidvollen Situation einen kostbaren Hinweis für unseren täglichen Einsatz im Aufbau des Friedens geben: Der Krieg trägt nichts zum Wohl der Menschen bei; allein der Geist des Solidarität, die Bereitschaft zum Teilen, ermöglichen uns, einen sicheren Weg zum Frieden einzuschlagen.
Angelus, 1. Januar 1993



Kein Friede bedeutet Angriffe auf das Leben
Wenn kein Friede da ist, verbreiten sich die Leiden, und der Tod weitet seine Macht unter den Menschen aus. In der sozialen Gemeinschaft wie auch in der Familie wirkt sich das Nachlassen des friedlichen Einverständnisses so aus, dass Angriffe auf das Leben sich mehren. Der Dienst am Leben aber, seine Förderung und sein Schutz, auch um den Preis persönlicher Opfer, bilden die unerlässliche Voraussetzung für den echten Aufbau des individuellen und sozialen Friedens.
Botschaft zum Welttag des Kranken am 11. Februar 1995



Aufgabe
Unsere Heimat ist im Himmel, schreibt der Apostel Paulus (vgl. Phil 3,20). Das heisst aber nicht, dass wir nur passiv diesen Zustand abzuwarten hätten.[] Mann und Frau haben der Welt gegenüber eine Aufgabe zu erfüllen, die sie Gott näherbringt. Sie sollen mit Weisheit am Werk der Schöpfung teilnehmen. Die Gnade des Erlösers Jesus Christus hilft den Gläubigen, sich für Friede, Fortschritt, Gerechtigkeit und Solidarität einzusetzen.
Generalaudienz, 13. Dezember 2000



Den Gewissen Frieden bringen
Die Kirche hat ohne Unterlass daran erinnert, dass das Evangelium des Friedens nur durch die Herzen der Menschen zu den Institutionen gelangt, und es in der Gesellschaft keinen Frieden stiften wird, solange es vorher nicht den Gewissen Frieden gebracht hat durch Befreiung von der Sünde und deren gesellschaftlichen Folgen. Wenn diese innere Umwandlung in der Seele eines jeden einmal erreicht ist, werden aus der Kraft des Lebens neue Formen der gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen entstehen, und der Weg zu einer "Kultur des Friedens" wird sich in der Welt auftun. Wundert euch also nicht, wenn der Papst so sehr darauf besteht, dass sich zuerst jeder einzelne bemühen muss, die eigenen Fehler zu überwinden, gegen den Egoismus zu kämpfen, die Antipathien zu kontrollieren, keine Gräben zu den anderen zu schaffen und aggressive Polemik zu vermeiden. Vergesst nicht, geliebte Brüder, dass die Qualität dieser Frucht von dem abhängt, was wir persönlich gesät haben.
Ansprache in Mendoza (Argentinien), 7. April 1987



Die Tugenden als Stützpfeiler des Friedens
Wenn ihr konsequent sein wollt, müsst ihr selbst jene Werte vorleben, die die Stützpfeiler des gesellschaftlichen Lebens ausmachen. Ich denke vor allem an jene Tugenden, die eine wichtige und wesentliche Stütze für die Zivilisation der Liebe und des Friedens sind.
- an erster Stelle die Ordnung, weil, nach einem Wort des hl. Augustinus, Frieden "die Ruhe in der Ordnung" bedeutet (De civitate Die, 19,13). Nicht nur die äusserliche Ordnung, sondern eine innere Rangordnung von Werten, die das Wollen Gottes wiederspiegeln. (...)
- Gerechtigkeit: "Die Wirkung der Gerechtigkeit wird Friede sein" (Jes 32,17); ebenso haben die Konflikte ihren Ursprung in der Ungerechtigkeit. Kann denn ein echter Friede existieren, wenn Männer, Frauen und Kinder ihre volle menschliche Würde nicht erreichen können? (...) Kann sich echter Friede ausbreiten, wenn nicht endlich jene grosse Wahrheit anerkannt wird, nach der ein jeder von uns dieselbe Würde besitzt, weil wir nach dem Ebenbild Gottes unseres Vater erschaffen worden sind?"
- Die Liebe zur Freiheit: Die erzwungene Abhängigkeit einiger sozialer Gruppen von anderen kann nicht gebilligt werden und wiederspricht dem Grundgedanken der eigentlichen Ordnung und Eintracht. (...)
- Stärke: Der Frieden ist nie ein Erwerb von Dauer, sondern man muss sich fortwährend um ihn bemühen. Da der menschliche Wille schwach und von der Sünde verletzt ist, verlangt die Gestaltung des Friedens eine ständige Beherrschung jedes einzelnen über seine Leidenschaft und die überwachung von Seiten der Amtsgewalt. (...)
- Nächstenliebe: (...) Die Nächstenliebe wird euch dazu bringen, den Groll, die Meinungsverschiedenheiten und Zwietracht zu überwinden; sie wird euch dazu bringen, nicht auf das zu achten, was die Gemüter trennt, sondern auf das, was sie in gegenseitigem Verständnis und Achtung vereinigen kann. Und all das soll sich vorzugsweise zum Wohl derer äussern, die am meisten hilfsbedürftig und wehrlos sind.
Ansprache in Mendoza (Argentinien), 7. April 1987



Liebe ist die Lösung
Zuweilen mag euch der Gedanke ängstigen, dass die Liebe nicht die angemessene Lösung für eure dringlichen Probleme sei, und vielleicht verspürt ihr auch die Versuchung zum passiven Konformismus, nämlich die Lösung der Schwierigkeiten, die nach eurer Ansicht eure Kräfte übersteigen, anderen zu überlassen; oder auch die Versuchung zum gewalttätigen Nonkonformismus als einem Weg, sich den Ungerechtigkeiten zu widersetzen. Gegen diese Versuchungen sagt euch der Papst: Die Liebe siegt immer. Macht die Liebe, den Frieden Christi zur Grundlage eures Lebens. Eine Liebe und einen Frieden, so möchte ich unterstreichen, die nicht unwirksam bleiben können, die nicht passiv sind, sondern die offenbar werden in Initiativen, Aktivitäten und Werken der Solidarität zum Nutzen eures Volkes und seiner gerechten Ansprüche.
Ansprache an die Eingeborenen und an die Campesinos in Temuco, Chile, 5. April 1987



Mangel an Gott = Mangel an Frieden
Wenn dem Menschen Gott fehlt, mangelt es ihm an innerem und äusserem Frieden, weil das Grundprinzip der Einheit verletzt wird. Der Mensch huldigt tausend Götzen und ist am Ende uneins in sich selbst, er macht sich zum Sklaven der Dinge. Muss man sich dann wundern, wenn die Menschheit ein trauriges Schauspiel von Krieg, Gewalt und Tragödien ohne Ende bietet.
Angelus, 14. März 1993



Gewalt kommt vom Missbrauch der Freiheit
Gott ist Liebe, und in ihm gibt es keinen Schatten des Bösen. Woher aber kommt die viele Gewalt, die so oft die menschliche Geschichte verwüstet? Der Gläubige weiss die Antwort: Sie kommt vom Missbrauch der Freiheit, dieses wunderbaren Geschenkes; sie kommt aus dem menschlichen Egoismus, der auf die trügerischen Verlockungen des Teufels, des Gottes- und Menschenfeindes, eingeht. Gott will, dass die Menschheit immer mehr eine einzige Familie bildet; aber ein Feind sät Unkraut, um zwischen dem Menschen und Gott und zwischen dem Menschen und dem Menschen Feindschaft aufkommen zu lassen (vgl. Mt 13,24-30.36-43). Christus Jesus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung von der Macht der Sünde befreit. Es ist wichtig noch weiter über den Zweiten Weltkrieg, einen Konflikt von nie gesehenen Ausmassen, nachzudenken. Die Erinnerung an das, was geschehen ist, wach zu halten, ist eine Forderung nicht nur der Geschichte, sondern der Moral. Wir dürfen es nicht vergessen! Es gibt keine Zukunft ohne Erinnerung. Es gibt keinen Frieden ohne Erinnerung! Vor all den Grabsteinen der damals Gefallenen denken wir über die Frucht von Gewalt und Hass nach. In unserem Geist erhebt sich eine entscheidende Frage: Hat man die gebotenen Folgerungen aus dieser Tragödie gezogen? Diese letzten fünfzig Jahre zeigen, dass die Lektion von damals nicht vollständig aufgenommen worden ist. In so vielen Regionen der Welt wird bedauerlicherweise noch immer geschossen und getötet. Darum muss mit aller Kraft hinaus gerufen werden: hört auf mit dem Krieg! Bauen wir den Frieden auf! Und wir müssen aktiv daran arbeiten, die Schranken und Hindernisse niederzulegen, die die Verwirklichung des Friedens verhindern. Der Friede ist die gemeinsame Berufung eines jeden Menschen und aller Völker. Der Friede ist unsere Sendung.
Angelus zum Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, 11. Juni 1995











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