Bern 5./6. Juni 04
       Schweiz Juni 84
       Gebete in der Schweiz
       Liechtenstein 85


       Karol Wojtyla
       JPII & Petrusamt
Konklave 1978
Amtsübernahme
Papstamt


       JPII & Seine Gebete
       JPII & Rosenkranz


       JPII & Gott
       JPII & Christus
       JPII & Heiliger Geist


       JPII & Eucharistie
       JPII & Priestertum
       JPII & Ehe
       JPII & Versöhnung
       JPII & Lebensweihe


       JPII & Kirche
       JPII & Leiden
       JPII & Tugend
       JPII & Moral
       JPII & die Frau
       JPII & Politik
       JPII & Dialog
       JPII & An die Jugend


       JPII & Kirchenjahr
       JPII & Heilige
       JPII & Maria


       Fürbittgebet
       Lesungen des Tages
       Gästebuch
       Intro
       Jahrestag
       Neu







zu Benedikt XVI.






Das Konklave von 1978



Ort der Erinnerung
Die Sixtinische Kapelle ist der Ort, der für jeden Papst auch die Erinnerung an einen besonderen Tag in seinem Leben bewahrt.
Für mich geht es um den 16. Oktober 1978. Gerade hier, in diesem heiligen Raum, versammeln sich die Kardinäle und warten auf die äusserung des Willens Christi für die Person des Nachfolgers des hl. Petrus.
Hier habe ich aus dem Mund meines ehemaligen Rektors, Maximilien de Fürstenberg, die bezeichnenden Worte gehört. "Der Meister ist da und ruft dich." Hier hat mir der Kardinal Primas von Polen, Stefan Wyszynski, gesagt: "Wenn sie dich wählen, lehne bitte nicht ab." Hier habe ich im Geist des Gehorsams gegen Christus und indem ich mich seiner Mutter anvertraute die vom Konklave vollzogene Wahl angenommen und dem Kardinal Camerlengo, Jean Villot, meine Bereitschaft erklärt, der Kirche zu dienen.
So ist also die Sixtinische Kapelle einmal mehr vor der gesamten Gemeinschaft der Katholiken der Ort des Wirkens des Heiligen Geistes gewesen, der in der Kirche die Bischöfe bestellt, in besonderer Weise aber den, der Bischof von Rom und Nachfolger des Petrus sein soll.
Predigt, 8. April 1994



Ort des Bangens, des Glaubens und des Gehorsams
»Misericordias Domini in aeternum cantabo – Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen…« (vgl. Ps 89,2).
Vor 25 Jahren habe ich die Huld Gottes auf besondere Weise erfahren. Im Konklave hat Christus durch das Kardinalskollegium die gleichen Worte an mich gerichtet wie seinerzeit an Petrus am See von Tiberias: »Weide meine Schafe!« (Joh 21,16).
In meiner Seele spürte ich den Widerhall jener Frage, die er damals Petrus stellte: »Liebst du mich? Liebst du mich mehr als diese?« (vgl. Joh 21,15–16). Wie hätte es mir, menschlich gesehen, nicht bange sein sollen? Wie hätte eine so grosse Verantwortung nicht schwer auf mir lasten sollen? Ich musste die göttliche Barmherzigkeit um Beistand bitten, um auf die Frage »Nimmst du an?« vertrauensvoll antworten zu können: »Im Gehorsam des Glaubens, vor Christus, meinem Herrn, im tiefen Vertrauen zur Mutter Christi und der Kirche und im Wissen um die grossen Schwierigkeiten, nehme ich an.«
Predigt zum XXV. Pontifikatsjubiläum, 16. Oktober 2003




Hilfe von Gebet und Opfer
Ich bin überzeugt, dass mir, als ich am 16. Oktober 1978 aufgefordert wurde, den neuen Plan anzunehmen, den Gott mir durch die Abstimmung der Kardinäle zeigte, die Hilfe all derer zugute gekommen ist, die ‚an ihrem Leib ergänzen, was am Leiden Christi fehlt‘, jene ganz hingegebenen und im Mystischen Leibe Christi tief verborgenen Menschen, die vielen, welche die Versammlung der Kardinäle mit ihrem Gebet und Opfer unterstützten, die Opfer und Gebete all derer, die mir nahe stehen. Und ich vertraue darauf, dass ich aus denselben Quellen schöpfen darf, um Gottes Absichten zu erfüllen und dem Ruf zu entsprechen, auf den ich mich am Tag meiner Wahl eingelassen habe. ‚Meine Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung‘, sagt Paulus (2 Kor 12,9).
„Fürchtet euch nicht!“ von André Frossard im Gespräch mit Johannes Paul II., 1982



Annehmen, wenn sie annehmen können
Ich glaube, dass die Abstimmung des Konklave an jenem Tag eher andere Menschen überrascht hat als mich. Aber für das, was Gott gebietet, auch wenn es menschlich gesehen unmöglich erscheint, gibt er die Gnade, um es erfüllen zu können. Das ist das Geheimnis jeder Berufung. Jeder Ruf ändert unsere Pläne und eröffnet uns einen neuen Weg; und es ist erstaunlich zu sehen, bis zu welchem Grad Gott uns innerlich beisteht, wie er uns eine neue ‚Wellenlänge‘ schenkt, wie er uns hilft, auf diesen neuen Plan einzugehen und ihn uns so zu eigen zu machen, dass wir in ihm ganz einfach den Willen des Vaters erkennen, mögen unsere Schwäche oder die Anhänglichkeit an unsere eigenen Ansichten auch noch so gross sein.
Während ich so mit Ihnen spreche, denke ich an andere Situationen aus meiner seelsorgerlichen Erfahrung, an die unheilbar Kranken, die an ihren Rollstuhl oder an ihr Bett gefesselt sind. Oft sind es junge Menschen, die den unerbittlichen Verlauf ihrer Krankheit kennen und oft wochen-, monate-, jahrelang in ihrer Agonie gefangen sind. Sollte ich nicht auch annehmen können, was sie annehmen?
Vielleicht sind Sie über diesen Vergleich ein wenig erstaunt. Aber am Tag meiner Wahl drängte er sich mir auf.
„Fürchtet euch nicht!“ von André Frossard im Gespräch mit Johannes Paul II., 1982



Fiat
Vom Wawel-Hügel hat mich Christus zum Vatikanischen Hügel berufen, vom Grab des hl. Stanislaus zum Grab des hl. Petrus, damit ich die Kirche entlang der Wege der konziliären Erneuerung leite. Vor meinem geistigen Auge habe ich in diesem Moment die Gestalt des Dieners Gottes Kardinal Stefan Wyszynski. Am Festtag der hl. Hedwig von Schlesien – im Laufe des Konklaves – trat er an mich heran und sagte mir: „Wenn sie dich wählen, dann lehne bitte nicht ab.“ Ich antwortete: „Vielen Dank. Gott vergelte es Ihnen, Herr Kardinal.“ Von der Gnade und den Worte des Primas des Jahrhunderts gestärkt, konnte ich also mein „Fiat“ zu den unergründlichen Plänen der göttlichen Vorsehung sprechen.
Ansprache an polnische Pilger anlässlich des 20. Jahrestages der Papstwahl, 16. Oktober 1998









Neu       |       Sitemap       |       Impressum

Neu
Demnächst