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zu Benedikt XVI.






Papstamt



Totus tuus
Aus diesem Grund wiederhole ich auch heute den Wahlspruch für meinen Dienst als Bischof und Papst: »Totus tuus«. In meinem Leben habe ich stets die liebvolle und wirksame Gegenwart der Mutter des Herrn erfahren und Maria begleitet mich jeden Tag bei der Erfüllung meines Auftrags als Nachfolger des Apostels Petrus.
Botschaft zum XVIII. Weltjugendtag, 8. März 2003



Rom als Bischofssitz des Petrus
In dieser Stadt [Rom] hat Petrus den vom Herrn empfangenen Auftrag durchgeführt und vollendet.
Der Herr wandte sich einmal mit folgenden Worten an ihn: als du jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst« (Joh 21,18).
Petrus ist nach Rom gekommen!
Nur der Gehorsam gegenüber dem Auftrag des Herrn hat seine Schritte geführt und ihn bis zu dieser Stadt gelangen lassen, dem Herzen des Römischen Reiches. Vielleicht wäre er lieber dort geblieben, an den Ufern des Sees von Gennesaret, bei seinem Boot mit den Fischernetzen. Aber unter der Führung des Herrn und seinem Auftrag getreu ist er hierhergekommen!
Nach einer alten Überlieferung wollte Petrus während der Verfolgung des Nero die Stadt Rom verlassen. Da aber griff der Herr ein: er ging ihm entgegen. Petrus sprach ihn an und fragte: »Quo vadis, Domine?« — »Wohin gehst du, Herr?« und der Herr antwortete sofort: »Ich gehe nach Rom, um dort ein zweites Mal gekreuzigt zu werden.« Da kehrte Petrus nach Rom zurück und ist dort bis zu seiner Kreuzigung geblieben.
Ja, liebe Brüder, Söhne und Töchter! Rom ist der Bischofssitz des Petrus. Im Laufe der Jahrhunderte sind ihm immer neue Bischöfe auf diesem Sitz nachgefolgt.
Ansprache zu Beginn des Pontifikates, 22. Oktober 1978



Drei Grundsätze
Aber über das Konzil hinaus bin ich zur Treue gegenüber dem Amt, das ich übernommen habe, in seiner ganzen Breite verpflichtet. Berufen zum höchsten Amt in der Kirche, verpflichtet gerade mich diese Stellung zu vorbildlichem Beispiel an Entschlossenheit und Einsatz. Ich muss diese Treue mit allen Kräften zum Ausdruck bringen, was sich nur durchführen lässt, wenn ich den Schatz des Glaubens unversehrt bewahre, indem ich besonders jene Gebote Christi erfüllen, mit denen er den Simon als dem von ihm eingesetzten Fels der Kirche die Schlüssel des Himmelreiches gegeben hat (vgl. Mt 16,18). Ihm befahl er, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32) und die Lämmer und Schafe seiner Herde zu weiden zum Beweis seiner Liebe (vgl. Joh 21,15ff.). Ich bin tief überzeugt, dass jede moderne Untersuchung über das sogenannte »Petrusamt« mit dem Ziel, das Besondere und Spezifische an ihm immer besser herauszuarbeiten, nicht an diesen drei Sätzen des Evangeliums vorbeigehen kann und darf.
Ansprache zum Segen "Urbi et Orbi", 17. Oktober 1978



Das Papstamt in den Augen von Johannes Paul II.
Ich möchte euch in einigen Worten sagen, was meine Mission ist. Wenn Christus die Frohbotschaft verkündet, so sagt er, dass das Gottesreich da ist. In der Tat zeigt sich dieses Reich in einem Volk, das sich Kirche nennt. Der Herr hat die Kirche einer festen Gruppe anvertraut: den Aposteln, und einen von ihnen hat er an ihre Spitze gestellt: Petrus. Und Jesus hat Petrus die Mission anvertraut, für die Kirche ein Fels zu sein. Er hat ihm sein Gebet versprochen, damit sein Glaube nicht schwach werde. Die heutigen Nachfolger der Apostel sind die Bischöfe, und die Rolle des Papstes in der Kirche ist jene, die Petrus in der Gruppe der Apostel hatte. Wie Petrus, so ist auch der Papst berufen, ein Fels zu sein, um seine Brüder im Glauben zu stärken, trotz seiner persönlichen Schwachheit. Aus diesem Grund besucht der Papst seine Brüder auf der ganzen Welt. Ihr möchtet auch wissen, was mein Herz erfüllt? Im wesentlichen sind es zwei Dinge: die Liebe zu Christus und die Liebe zum Nächsten. Gleichzeitig bin ich mir aber auch sehr meiner Verantwortung bewusst und empfinde angesichts der Aufgabe eine tiefe Demut.
Bevor er Petrus seine Kirche anvertraute, hat Jesus ihm dreimal dieselbe Frage gestellt. Und es scheint, dass er die Befähigung Petri zum Hirten testen wollte: "Liebst du mich?" Und Petrus hat geantwortet: "Ja, Herr, du weisst, dass ich dich liebe" (vgl. Joh 21.15-17). Dann sagte Jesus zu ihm: "Weide meine Schafe."
So wie Petrus möchte ich zuallererst Christus lieben. Und dann den Menschen. In welchem Sinn? Warum? Weil dem Menschen an Würde nichts gleich ist, denn "der Mensch, der sich selbst bis in die Tiefe verstehen will, muss sich mit seiner Unruhe, Unsicherheit und auch mit seiner Schwäche und Sündigkeit, mit seinem Leben und Tode Christus nahen" (Redemptor hominis, 10). dies ist die zweite Liebe, auf die Christus wartet. Dies ist zugleich meine Mission und die der ganzen Kirche: alles zu tun, damit sich die Menschen Christus nähern können.
Ansprache, Rose-Hill 1989



Servus servorum Dei
Unter allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ist sich die katholische Kirche bewusst, das Amt des Nachfolgers des Apostels Petrus, des Bischofs von Rom, bewahrt zu haben, den Gott als »immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Einheit« 146 eingesetzt hat und dem der Heilige Geist beisteht, damit er alle anderen an diesem wesentlichen Gut teilhaben lässt. Wie es Papst Gregor der grosse treffend formulierte, ist mein Amt das eines servus servorum Dei (eines Dieners der Diener Gottes).
Enzyklika "Ut unum sint", 25. Mai 1995



Dienst an der Einheit
Mit der Vollmacht und Autorität, ohne die dieses Amt illusorisch wäre, muss der Bischof von Rom die Gemeinschaft aller Kirchen gewährleisten. Dadurch ist er der Erste unter den Dienern an der Einheit. Dieser Primat wird auf verschiedenen Ebenen ausgeübt; sie betreffen die wachsame Aufsicht über die Weitergabe des Wortes, über die Feier der Sakramente und der Liturgie, über die Mission, über die Disziplin und über das christliche Leben. Dem Nachfolger des Petrus obliegt es, an die Forderungen des Gemeinwohls der Kirche zu erinnern, falls jemand versucht wäre, dies zugunsten eigener Interessen zu vergessen. Er hat die Pflicht hinzuweisen, zu warnen und manchmal diese oder jene Meinung, die verbreitet wird, für unvereinbar mit der Einheit des Glaubens zu erklären. Wenn es die Umstände erfordern, spricht er im Namen aller Hirten, die mit ihm in Gemeinschaft stehen. Er kann auch — unter ganz bestimmten, vom I. Vatikanischen Konzil klargestellten Bedingungen — ex cathedra erklären, dass eine Lehre zum Glaubensgut gehört. Durch dieses Zeugnis der Wahrheit dient er der Einheit.
Enzyklika "Ut unum sint", 25. Mai 1995



Sichtbares Prinzip der Einheit
Wie er für die anderen Apostel Nachfolger gewollt hat, damit sie in den verschiedenen Teile der Welt das Evangelisierungswerk fortsetzen sollten, so hat er für die Nachfolger von Petrus vorgesehen und gewollt, dass sie mit demselben pastoralen Auftrag und der Vollmacht, "Fels" zu sein, das heisst sichtbares Prinzip der Einheit im Glauben, in der Liebe und in dem der Kirche anvertrauten Dienst der Evangelisierung, Heiligung und Leitung.
Ansprache bei der Generalaudienz, 27. Januar 1993



Im Geist demütigen Dienens
Um dem Willen Christi zu entsprechen, muss der Nachfolger Petri die ihm verliehene Autorität im Geist demütigen Dienens und zur Sicherung der Einheit annehmen und ausüben. Auch in den verschiedenen geschichtlichen Ausübungsweisen muss er Christus nachahmen, indem er denen dient und sie sammelt, die berufen sind, an der einen Herde teilzuhaben. Das was er für Christus und seine Kirche empfangen hat, wird er nie persönlichen Zwecken unterordnen. Er wird nie vergessen, dass die universale Hirtensendung notwendigerweise eine tiefere Vereinigung mit dem Opfer des Erlösers, dem Geheimnis des Kreuzes, mit sich bringt.
Ansprache bei der Generalaudienz, Aschermittwoch, 24. Februar 1993



Mit Vollmacht
Es ist wahr, dass in der Kirche alle und besonders die Theologen berufen sind, diese Arbeit ständiger Klärung und Erläuterung zu leisten. Aber die Sendung Petri und seiner Nachfolger ist es, mit Vollmacht das festzulegen und herauszustellen, was die Kirche von Anfang empfangen und geglaubt hat, das heisst, was die Apostel gelehrt, was die heilige Schrift und christliche Tradition als Glaubens- gegenstand und christliche Lebensregel festgelegt haben.
Ansprache bei der Generalaudienz, 10. März 1993



Gegen Irrtümer schützen
Was Paulus Thimotheus empfahl, gilt auch für die Bischöfe von heute und besonders für den römischen Papst, er hat den Auftrag, das christliche Volk gegen die Irrtümer im Bereich des Glaubens und der Moral zu schützen, und die Pflicht, den Glaubensschatz ( vgl. 2 Tim 4,7 ) zu hüten. Wehe, wenn er sich vor Kritiken und Unverständnis fürchten würde. Seine Aufgabe ist es, Zeugnis abzulegen für Christus, sein Wort, seine Gebote und seine Liebe. Aber neben dem Bewusstsein der eigenen Verantwortung im Bereich der Lehre und Moral muss sich der römische Papst noch bemühen, wie Jesus " gütig und von Herzen demütig" zu sein ( Mt 11,29 ). Betet darum, dass er so ist und immer mehr so wird.
Ansprache bei der Generalaudienz, 10. März 1993



Unfehlbarkeit
Es ist klar, dass die Unfehlbarkeit dem römischen Papst nicht als Privatperson gegeben ist, sondern wenn er als Hirt und Lehrer aller Christen seines Amtes waltet. Er übt sie auch nicht aus, weil er die Vollmacht in und aus sich selbst hat, sondern in höchster, apostolischer Amtsgewalt und aufgrund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheissen ist. Schliesslich besitzt er sie nicht so, als könnte er unter allen Umständen über sie verfügen oder auf sie zählen, sondern nur wenn er in höchster Lehrgewalt ( ex cathedra ) spricht und nur in einem Bereich der sich auf die Glaubens- und Sittenlehre und die damit eng verbundenen Wahrheiten beschränkt.
Ansprache bei der Generalaudienz, 24. März 1993



Charisma
Neben der Unfehlbarkeit der Erklärungen " ex cathedra" besteht das Charisma des heiligen Geistes, der Petrus und seinen Nachfolgern gewährt wird, damit sie in Sachen des Glaubens und der Moral nicht irren, sondern dem christlichen Volk eine erleuchtete Weisung geben. Dieses Charisma beschränkt sich nicht auf ausserordentliche Fälle, sondern umfasst in verschiedener Weise die ganze Ausübung des Lehramtes.
Ansprache bei der Generalaudienz, 24. März 1993



Mensch der Freude und der Hoffnung
Der Papst, Zeuge Christi und Diener der Frohbotschaft ist deshalb ein Mensch der Freude und der Hoffnung, ein Mensch, der den Wert des Daseins, den Wert der Schöpfung und der Hoffnung auf ein künftiges Leben zutiefst bestätigt. Natürlich handelt es sich weder um eine naive Freude noch um eine leere Hoffnung. Die Freude des Siegs über das Böse trübt nicht das realistische Wissen um die Existenz des Bösen in der Welt und in jedem Menschen. Sie verschärft es vielmehr. Das Evangelium lehrt, wie man das Gute und das Böse beim Namen nennt, doch es lehrt auch, dass man das Böse mit dem Guten besiegen kann und muss.
Vittorio Messori, Die Schwelle der Hoffnung überschreiten, Interview mit Papst Johannes Paul II., 1994









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