Bern 5./6. Juni 04
       Schweiz Juni 84
       Gebete in der Schweiz
       Liechtenstein 85


       Karol Wojtyla
       JPII & Petrusamt


       JPII & Seine Gebete
       JPII & Rosenkranz


       JPII & Gott
       JPII & Christus
       JPII & Heiliger Geist


       JPII & Eucharistie
       JPII & Priestertum
       JPII & Ehe
       JPII & Versöhnung
       JPII & Lebensweihe


       JPII & Kirche
Ihr Sein
Bischof
Priester
Laien
Mission
       JPII & Leiden
       JPII & Tugend
       JPII & Moral
       JPII & die Frau
       JPII & Politik
       JPII & Dialog
       JPII & An die Jugend


       JPII & Kirchenjahr
       JPII & Heilige
       JPII & Maria


       Fürbittgebet
       Lesungen des Tages
       Gästebuch
       Intro
       Jahrestag
       Neu







zu Benedikt XVI.






Mission


Erstrahlt im Licht des Hauptes
Die Kirche ist missionarisch, weil Christus das Licht der Völker ist. Kann man denn einen Leib verbergen, dessen Haupt die Herrlichkeit Gottes ausstrahlt? Kann einen Stadt verborgen bleiben, die auf einem Berg gebaut ist? Die Kirche ist insgesamt missionarisch. Es gibt kein noch so kleines und verborgenes Glied, das nicht im Licht erglänz, wenn es von der Wahrheit des Evangeliums getroffen wird. Ja, die niedrigsten Glieder sind die, die am hellsten leuchten, wie die Jungfrau und Mutter Maria sagt: "Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut" (Lk 1,48)!
Ansprache bei der Generalaudienz, 20. Januar 1993



Dynamismus der Kirche
Dem Wesen nach "missionarisch" sein bedeutet nicht nur, dass die Kirche eine universale Sendung gegenüber der ganzen Menschheit hat, sondern dass sie auch in ihrer grundlegenden Wirklichkeit, in ihrer Seele und sozusagen in ihrer "Psychologie" selbst, einen Dynamismus besitzt, der sich konkret in der Verkündigung des Evangeliums, in der Glaubensverbreitung und in der "bis an die Grenzen der Erde" ergehenden Einladung zur Umkehr entfaltet. Dieser eng mit ihrer Sendung verbundenen innere Antrieb kommt vom Heiligen Geist und gehört damit zu ihrem Geheimnis. Der daraus folgende Dynamismus wird so zu einem bezeichnenden Merkmal der ganzen Kirche. Das tritt besonders konkret und deutlich in den Menschen zutage, die, angefangen von den Aposteln, um der Sache des Evangeliums willen weitab von ihrer Heimat in ferne Länder gehen. Wenn auch nicht alle persönlich berufen sind, in die Mission zu gehen, so hat doch jeder in der Kirche und mit der Kirche die Aufgabe, das Licht des Evangeliums der Heilssendung entsprechend zu verbreiten, die der Erlöser an die kirchliche Gemeinschaft weitergegeben hat. In der Tat sind alle zur Mitarbeit an dieser Sendung aufgerufen.
Ansprache bei der Generalaudienz, 19. April 1995



Die Missionstätigkeit steht in ihren Anfängen
Man muss feststellen, dass wir von einer vollkommenen Evangelisierung "aller Völker" (Mt 24,14; 28,19) noch weit entfernt sind und dass die grosse Mehrheit der Menschen weder dem Evangelium noch der Kirche zugehört. Und deshalb, schrieb ich in der Enzyklika Redemptoris missio, "steht die Missionstätigkeit erst in den Anfängen" (Nr.30). Diese geschichtliche Folgerung steht nicht im Gegensatz zum universalen Heilswillen des himmlischen Vaters, der durch das Licht Christi jedem Menschenherzen das Geschenk der Erlösung durch die Kraft des Heiligen Geistes zukommen lassen will. Dieses Geheimnis der Gegenwart und Heilstat ist zweifellos grundlegend für den kirchlichen Evangelisierungseinsatz. In dieser Sichtweise ist der Auftrag zu verstehen, den Jesus den Aposteln und damit der Kirche gegeben hat: "hinauszugehen", "taufen", zu "lehren" und "das Evangelium allen Geschöpfen zu verkünden" (Mk 16,15), "allen Völkern" (Mt 28,19; Lk 24,47), "bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20). Am Ende des Markusevangeliums lesen wir: Die Apostel "zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen liess" (Mk 16,20). Man könnte sagen, dass die ihnen von Christus anvertraute Sendung gleichsam einen Drang zur Erfüllung des Auftrags, alle Völker zu evangelisieren, hervorgerufen hat. Die ersten Christen waren von diesem Geist durchdrungen und empfanden sehr stark das Bedürfnis, die Frohbotschaft in allen Teilen der Erde zu verkünden. Zweitausend Jahre danach gelten für die Kirche dieselbe Aufgabe und dieselbe Verpflichtung. In der Tat wird von den Christen auch heute noch verlangt, sich je nach Lebensstand dem wichtigen Werk der Evangelisierung zu widmen.
Ansprache bei der Generalaudienz, 26. April 1995



In der Kraft des Heiligen Geistes
Wir dürfen darauf hinweisen, dass die Mission der Kirche ständig eine Herausforderung war: Wie hätte sonst die kleine Gruppe der Jünger Christi das von ihm geforderte universale Evangelisierungs- werk beginnen können? Wie hätte diese kleine Schar von Fischern aus Galiläa "alle Völker lehren" können? Jesus war sich durchaus der Schwierigkeiten bewusst, die die Apostel zu bewältigen hatten; deshalb gab er uns seine eigene Sicherheit: "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20). Sie glaubten an ihn, an seine Gegenwart und seine Macht, im Leben und im Tod. Die Urkirche nährte sich von diesem Glauben. Die heutige Kirche begegnet im Bewusstsein der geringen menschlichen Kräfte den Schwierigkeiten der Evangelisierung mit der Demut und Zuversicht, die die Gläubigen von Anfang an und für alle Zeiten beseelt hat. Sie kräftigt ihren Glauben in der allmächtigen Gegenwart Christi. Zu diesem Glauben gehört die Gewissheit, dass die Gaben des Heiligen Geistes den missionarischen Eifer der Gläubigen unaufhörlich erneuern, um die Spaltungen durch die Einheit in der Liebe zu überwinden, die Zunahme und die Begeisterung der Missionsberufe zu begünstigen, das aus dem Glauben erwachsene Zeugnis zu verstärken und jede Entmutigung zu vermeiden. Die Kirche meint ohne Prahlerei mit dem Apostel Paulus sagen zu können: "omnia possum in eo qui me confortat" – "Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt" (Phil 4,13).
Ansprache bei der Generalaudienz, 17. Mai 1995



Die Kirche darf nicht nur an sich selber denken
Bei der weiteren Erfüllung der grossen Aufgabe, das Zweite Vatikanische Konzil in die Tat umzusetzen - in welchem wir mit Recht eine neue Phase der Selbstverwirklichung der Kirche erblicken, dem Zeitalter angemessen, in dem es uns zu leben bestimmt ist - , muss die Kirche selbst von der vollen Überzeugung geleitet sein, dass sie bei diesem Werk auf keinen Fall nur an sich denken darf. Ihr ganzer Sinn ist es ja, Gott zu offenbaren, jenen Vater, der sich uns in Christus »sichtbar« macht. Selbst wenn der Widerstand der menschlichen Geschichte noch so nachhaltig, die Uneinheitlichkeit der zeitgenössischen Zivilisation noch so ausgeprägt, die Verneinung Gottes in der Welt der Menschen noch so verbreitet ist, muss die Nähe zu jenem Geheimnis, das von Ewigkeit her in Gott verborgen war und an dem der Mensch durch Christus wirklichen Anteil in der Zeit erhielt, um so grösser sein.
Enzyklika 'Dives in misericordia', 30. November 1980



Den Spuren Christi folgen
Die Evangelisierung wäre nicht authentisch, würde sie nicht den Spuren Christi folgen, der ausgesandt wurde, um die Armen zu evangelisieren. Ihr müsst euch das Erbarmen Jesu für den Bedürftigen, Mann oder Frau, zu eigen machen. Der echte Jünger Christi fühlt sich immer mit dem leidenden Bruder solidarisch und versucht, seine Schmerzen in dem ihm möglichen Masse, aber immer in grossmütiger Weise zu lindern; er setzt sich dafür ein, dass in jedem Augenblick die Würde der menschlichen Person respektiert werde, vom Zeitpunkt der Empfängnis an bis zu seinem Tod. Er vergisst nicht, dass der Einsatz für die Gerechtigkeit und die Entwicklung des Menschen ein unerlässlicher Teil der Evangelisierungsmission ist.
Ansprache in Viedma (Argentinien), 7. April 1987



Die Kirche blickt stets in die Zukunft
Die Evangelisierung erneuert ihre Begegnung mit dem Menschen. Sie ist an den Generationenwechsel gebunden. Während die Generationen dahingehen, die sich von Christus und der Kirche entfernt und das laizistische Gedanken- und Lebensmodell angenommen haben oder denen ein solches Modell aufgezwungen worden ist, blickt die Kirche stets in die Zukunft. Sie geht ohne Unterlass den neuen Generationen entgegen. Und offensichtlich nehmen die neuen Generationen das mit Begeisterung an, was ihre Väter abzulehnen schienen. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Christus immer jung ist. Es bedeutet, dass der Heilige Geist ohne Unterlass wirkt. [...] Der Vater und der Sohn wirken im Heiligen Geist, der der Geist der Wahrheit ist, und die Wahrheit hört nicht auf, eine Faszination für den Menschen, vor allem für junge Herzen, zu sein. Man sollte sich daher nicht nur mit Statistiken abgeben. Für Christus sind die Werke der Barmherzigkeit wichtig. Die Kirche hört trotz der Verluste, die sie zu ertragen hat, nicht auf, voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Diese Hoffnung ist ein Zeichen für die Kraft des Geistes.
Vittorio Messori, Die Schwelle der Hoffnung überschreiten, Interview mit Papst Johannes Paul II., 1994









Neu       |       Sitemap       |       Impressum

Neu
Demnächst