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zu Benedikt XVI.






Priester sein


Verwalter
Was heisst eigentlich Priester sein? Nach dem heiligen Paulus heisst es vor allem Verwalter von Geheimnissen Gottes sein. [...] Der Verwalter ist nicht der Eigentümer, sondern derjenige, dem der Eigentümer seine Güter anvertraut, damit er sie gerecht und verantwortungsvoll verwalte. Genauso empfängt der Priester von Christus die Heilsgüter, um sie in gebührender Weise unter den Menschen zu verteilen, zu denen er gesandt wird. Es handelt sich um die Güter des Glaubens.
Geschenk und Geheimnis, 1996



Christus geben
Analysiert man die Erwartung des heutigen Menschen gegenüber dem Priester, so wird man sehen, dass es bei ihm im Grunde nur eine einzige, grosse Erwartung gibt: er dürstet nach Christus. Um das Übrige was auf wirtschaftlichem, sozialem, politischem Gebiet dienlich ist kann er viele andere bitten. Den Priester bittet er um Christus!
Geschenk und Geheimnis, 1996



Treue und Mut
Liebe Brüder im Priestertum, ich bitte den Herrn, euch seine Kraft und seinen Frieden zu schenken. Betrachtet immer die unerhörte Gnade eures Priestertums! Die Treue zu eurem Beruf erfordert Mut, doch will der Herr auch, das ihr eure Kräfte zu vereinen versteht. Schenkt einer dem andern Aufmerksamkeit und helft euch brüderlich.
Ansprache bei Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und Novizen in Antanarivo (Madagaskar) 30. April 1989



Mann des Gebetes
Der Priester muss vor allem ein Mann des Gebetes sein, überzeugt davon, dass die Zeit, die er der vertraulichen Begegnung mit Gott widmet, am besten verwendet ist, weil sie nicht nur ihm, sondern auch seiner apostolischen Arbeit nützt.
Geschenk und Geheimnis, 1996




Freunde Christi
Liebe Brüder im Priesteramt, euer besondere Auftrag in der Kirche erfordert, dass ihr "Freunde" Christi seid, die sein Antlitz unablässig betrachten und sich lernbereit in die Schule Marias begeben. Betet ohne Unterlass, wie der Apostel mahnt (vgl.1Thess 5,17), und ladet die Gläubigen dazu ein, um Berufungen zu beten, wie auch das Durchhalten der Berufenen im priesterlichen Leben und für die Heiligung aller Priester. Helft euren Gemeinden, immer mehr das einzigartige "Geschenk und Geheimnis" des Weihepriestertums zu lieben.
Brief an die Priester zum Gründonnerstag, 2004



Ewige Verpflichtung
Jetzt möchte ich gerne einige Worte zu den Priesteramtskandidaten sagen, die so Gott will, eines Tages des Lebens des Dienstes teilen werden, von dem wir heute Abend gesprochen haben. Ihr seid die zukünftigen Hirten und Lehrer des Volkes Gottes. Ihr seid auch Christi Freunde. Das Priestertum ist eine ewige Verpflichtung, durch die ihr berufen seid, so zu lieben, wie Christus uns geliebt hat, das heisst, das ihr euer Leben hingebt und das ihr lehrt, wie Christus es getan hat. Wenn ihr standhaft bleibt in dieser Verpflichtung zur Liebe nicht nur bis zum Weihetag, sondern euer ganzes Leben lang, könnt ihr gewiss sein, dass Gottes Gnade nie fehlen wird. Ihr werdet reiche Freude und Frieden im Dienst des Herrn finden.
Ansprache an die Priester, Ordensleute und Seminaristen in der Kathedrale in Blantyre ( Malawi), 4. Mai 1989



Priesterliche Identität
Seid eurer priesterlichen Identität treu, und macht die Eucharistie, die Liturgie, die Sakramente und das Gebet zur Grundlage eures Apostolates, und steht fest in der Ueberzeugung, dass der Geist Gottes das Böse überwindet, dass seine Gnade stärker ist als die menschliche Bosheit, dass die Liebe, und nicht der Hass, das letzte Wort haben wird.
Ansprache an die Priester und Ordensleute, Zagreb, 10. September 1994




Habt keine Angst
Ihr werdet Priester in einer Zeit, in der es scheint, als wollten sogar hier in Rom starke kulturelle Strömungen Gott in Vergessenheit geraten lassen, vor allem unter den Jugendlichen und in den Familien. Ihr braucht aber keine Angst zu haben: Gott wird stets bei euch sein! Mit seiner Hilfe könnt ihr die Wege gehen, die zum Herzen jedes Menschen führen, und ihr könnt eurem Nächsten verkünden, dass der Gute Hirte sein Leben für ihn hingegeben hat und ihn an seinem Geheimnis der Liebe und des Heils teilhaben lassen will. Um dieses so dringend notwendige Werk zu verwirklichen, muss Jesus stets der Mittelpunkt eures Lebens sein. Mit Ihm sollt ihr durch das Gebet, die tägliche persönliche Meditation, die treue Übung des Stundengebets und vor allem durch die fromme, tägliche Feier der Eucharistie tiefinnerlich verbunden bleiben. Nur wenn ihr selbst von Gott erfüllt seid, könnt ihr wahre Apostel der Neuevangelisierung werden, denn niemand kann geben, was er nicht selbst im Herzen trägt.
Predigt zur Priesterweihe im Petersdom, 2. Mai 2004



Ausbildung
Die humanistischen und philosophischen Studien und die Kenntnis der Theologie sind der Weg zu dieser Bildung, die dann das ganze Leben lang weiter vertieft werden muss. Um wirklich formend zu sein, muss das Studium ständig vom Gebet, von der Meditation, von der Bitte um die Gaben des Heiligen Geistes Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht begleitet sein.
Geschenk und Geheimnis, 1996





Ich bete für euch
Ich bete für euch, dass ihr immer echte Zeugen Christi seid, ein tiefes Gebetsleben pflegt, treu die Sakramente feiert, durch die die Kirche aufgebaut wird, und unermüdlich eure Lehraufgabe erfüllt.
Ansprache Priester, Pastoralrat, Laienvertretern, Ordensleute in Oslo, 2. Juni 1989


Unsere Aufgabe
Gerade der Glaube an Christus gibt uns Kraft, um mit Vertrauen in die Zukunft zu schauen. Tatsächlich wissen wir, dass das Böse von jeher im Herzen des Menschen liegt und dass der Mensch nur wenn er sich von Christus erfassen und ergreifen lässt fähig wird, Friede und Liebe um sich zu verbreiten. Als Spender der Eucharistie und der sakramentalen Versöhnung haben wir in vordringlicher Weise die Aufgabe, in der Welt Hoffnung, Güte und Liebe zu verbreiten.
Brief an die Priester zum Gründonnerstag, 2002


Ein Mann des Heiligen
Der Priester hat ontologisch teil am Priestertum Christi, er ist wirklich geweiht, ein Mann des Heiligen, beauftragt wie Christus zum Gottesdienst, der aufsteigt zum Vater, und zur evangelisierenden Sendung, durch die er die heiligen Dinge, die Wahrheit und die Gnade Gottes, unter den Schwestern und Brüdern verbreitet und austeilt. Das ist die wahre priesterliche Identität, die wesentliche Anforderung des Priesterdienstes auch in der Welt von heute.
Ansprache bei der Generalaudienz, 31. März 1993




Gebet und das Geheimnis der leeren Hände
Das Gebet um die Gnade des Herrn und um den Heiligen Geist, welcher der immer notwendige göttliche Ausspender ist, wird in noch lebendiger Weise in all jenen Fällen zu spüren sein, bei denen es sich um zumindest praktischem Atheismus, Agnostizismus, religiöse Unkenntnis und Gleichgültigkeit, ja manchmal um voreingenommene Feindschaft und sogar Wut handelt, die dem Priester die Unzulänglichkeit der menschlichen Mittel vor Augen halten, wenn in den Herzen ein Weg für Gott gebahnt werden soll. Der Priester spürt dann mehr denn je das Geheimnis der leeren Hände.
Ansprache bei der Generalaudienz, 21. April 1993



Bedürfnis nach Vergebung
Deshalb müssen auch die Priester selbst in der Haltung von Menschen leben, die die eigenen Sünden und das eigene Bedürfnis nach Vergebung in Gemeinschaft der Demut und Busse mit den Gläubigen erkennen. Sie werden so die Grösse des göttlichen Erbarmens deutlicher bezeugen, und denen die sich schuldbeladen fühlen, himmlischen Trost zusammen mit der Vergebung schenken können.
Ansprache bei der Generalaudienz, 5. Mai 1993



Gebet ist wesentliche Lebensform des Priestertums
Das Gebet weist auf die wesentliche Lebensform im Priestertum hin, die ohne das Gebet verfälscht wird. Das Gebet hilft uns, immer wieder das Licht finden, das uns seit den Anfängen unserer priesterlichen Berufung geführt hat und uns ständig führt, auch wenn es sich zuweilen im Dunkel zu verlieren scheint. Das Gebet macht uns die ständige Bekehrung möglich; es hilft uns, immer auch Gott hin ausgerichtet zu bleiben, was ja unerlässlich ist, wenn wir andere zu ihm hinführen wollen. Das Gebet hilft uns zu glauben, zu hoffen und zu lieben, auch wenn uns unsere menschliche Schwäche im Wege steht.
Schreiben an die Bischöfe und Priester der Kirche, Gründonnerstag 1979














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