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zu Benedikt XVI.






Eucharistie


Mann der Eucharistie
Der Priester ist Mann der Eucharistie. In den fast fünfzig Jahren meines Priesteramts ist und bleibt die Feier der Eucharistie der wichtigste und heiligste Augenblick für mich. Die heilige Messe ist in absoluter Weise das Zentrum meines Lebens und eines jeden meiner Tage.
Ansprache an die Teilnehmer des Internationalen Symposions von der Kongregation für den Klerus, 27.10.1995





Glaubensgeheimnis
Das Weihepriestertum, das niemals auf dem bloss funktionalen Aspekt reduziert werden kann, weil es der Seins-Ebene angehört, befähigt den Priester in persona Christi zu handeln, und gipfelt im Augenblick indem er mittels der Wiederholung der Akte und Worte Jesu beim letzten Abendmahl Brot und Wein verwandelt. Angesichts dieser aussergewöhnlichen Wirklichkeit sind wir voller Staunen und Bewunderung: so gross ist die sich selbst entäussernde Demut, mit der sich Gott an den Menschen binden wollte! Wenn wir schon bewegt vor der Krippe in der Betrachtung der Menschwerdung des Wortes verweilen, was empfinden wir den erst gegenüber dem Altar, auf dem Christus sein Opfer durch die armseligen Hände des Priesters in der Zeit gegenwärtig setzt? Es bleibt uns nur, die Knie zu beugen und in Stille dieses höchste Glaubensgeheimnis anzubeten.
Johannes Paul II zum Gründonnerstag an die Priester 2004



Höchste Verwirklichung
Betrachten wir dieses erhabene Geheimnis noch einmal zusammen. Jesus nahm das Brot, reichte es seinen Jüngern und sprach: »Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib...« Und dann nahm er den Kelch mit Wein in seine Hände, dankte, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: »Nehmet und trinket alle daraus: Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden«. Und er fügte hinzu: »Tut dies zu meinem Gedächtnis«.
Sind diese wunderbaren Worte nicht der Takt, nach dem jedes Priesterleben schlägt? Wiederholen wir sie jedes Mal, als sei es zum ersten Mal! Sprechen wir sie so, dass sie niemals zur Gewohnheit werden. Sie sind der höchste Ausdruck der vollen Verwirklichung unseres Priestertums.
Brief an die Priester, Gründonnerstag 1997



Tiefes Bedürfnis
Die Feier der Eucharistie ist die erhabenste und heiligste Funktion jedes Priesters. Und für mich ist die Feier der Eucharistie seit den ersten Jahren meines Priestertums nicht nur heiligest Pflicht, sondern vor allem tiefstes Bedürfnis der Seele gewesen.
Geschenk und Geheimnis 1996




In persona Christi Capitis
Gerade im Abendmahlssaal hat Jesus an das Geschenk dieser ganz besonderen Gegenwart, das ihn im höchsten Opferakt vergegenwärtigt und zur Speise für uns macht, eine spezifische Aufgabe der Apostel und ihrer Nachfolger gebunden. Apostel Christi sein, wie es die Bischöfe und die an ihrer Sendung teilhabenden Priester sind, bedeutet seit damals, befähigt zu sein, in persona Christi Capitis zu handeln. Das geschieht auf erhabendste Weise jedes Mal, wenn das Opfermahl des Leibes und Blutes des Herrn gefeiert wird.
Johannes Paul II an die Priester zum Gründonnerstag 2002



Mittelpunkt des Lebens
Das Priestertum ist von seinem Ursprung her das Priestertum Christi. Er ist es, der Gott, dem Vater, das Opfer seiner selbst, seines Fleisches und Blutes darbringt und durch sein Opfer in den Augen des Vaters die ganze Menschheit und indirekt die gesamte Schöpfung rechtfertigt. Der Priester, der täglich die Eucharistie feiert, dringt in das Herz dieses Geheimnisses ein. Deshalb muss die Feier der Eucharistie für ihn der wichtigste und heiligste Augenblick des Tages, der Mittelpunkt des Lebens sein.
Geschenk und Geheimnis 1996



Mysterium fidei
Während der heiligen Messe spricht der Priester nach der Wandlung die Worte: Mysterium fidei, Geheimnis des Glaubens! Diese Worte beziehen sich offensichtlich auf die Eucharistie. In gewisser Weise betreffen sie jedoch auch das Priestertum. Ohne Priestertum gibt es keine Eucharistie, so wie es kein Priestertum ohne Eucharistie gibt.
Geschenk und Geheimnis 1996



Hauptaufgabe
Ihr erfüllt eure Hauptaufgabe und verwirklicht euer Priestertum im Vollsinn, wenn ihr die Eucharistie feiert – um so mehr, wenn dieses Geheimnis Herz und Verstand durchdringt, weil ihr, ihre Priester, das Geheimnis lebt, das sie feiern ( vgl. Dominicae Cenae, Nr. 2). Möge die Feier der Heiligen Messe für die und mit den euch anvertrauten Menschen stets eure grösste Freude und Stärke sein.
Ansprache an Priester, Ordensleute und Seminaristen in Lusaka ( Sambia) 2. Mai 1989



Unzertrennbar
Ein Geheimnis des Glaubens ist die Eucharistie; folglich ist aber auch das Priestertum selbst ein Geheimnis des Glaubens. Das gleiche Geheimnis der Heiligung und der Liebe, ein Werk des Heiligen Geistes, wodurch Brot und Wein zu Leib und Blut Christi werden, vollzieht sich ebenso in der Person des Priesters im Augenblick seiner Weihe. Daher besteht eine spezifische Wechselseitigkeit zwischen der Eucharistie und dem Priestertum, die auf den Abendmahlssaal zurückgeht: es handelt sich um zwei gemeinsam geborene Sakramente, deren Los untrennbar bis ans Ende der Welt miteinander verbunden ist.
Brief an die Priester zum Gründonnerstag, 2004



Wandlung
»Mysterium fidei« ruft der Priester nach der Wandlung. Ein Geheimnis des Glaubens ist die Eucharistie; folglich ist aber auch das Priestertum selbst ein Geheimnis des Glaubens. Das gleiche Geheimnis der Heiligung und der Liebe, ein Werk des Heiligen Geistes, wodurch Brot und Wein zu Leib und Blut Christi werden, vollzieht sich ebenso in der Person des Priesters im Augenblick seiner Weihe.
Brief an die Priester zum Gründonnerstag, 2004



Ein Priester ist soviel wert wie sein eucharistisches Leben
Christus! Du bist der eine und ewige Hohepriester. Du bist der eine Priester des einmaligen Opfers, bei dem du auch die Opfergabe bist. Du bist der eine und einzige Ursprung des Priesteramtes in der Kirche. Die Antwort, die diesem Geschenkt entspricht, kann nur die völlige Hingabe sein: ein Akt vorbehaltloser Liebe. (...) Christus, der sich am Kreuz aufgeopfert hat, gibt uns das Mass für diese Hingabe, er spricht zu uns von einer Liebe, die dem Vater gehorsam war, um alle zu retten. Diese Liebe und diesen Gehorsam muss der Priester am Altar und im Leben bekunden, indem er versucht, sich völlig mit Christus, dem ewigen Priester, zu identifizieren. Ein Priester ist soviel wert wie sein eucharistisches Leben, vor allem seine Messe. Messe ohne Liebe: das Wirken des Priesters bleibt ohne Erfolg; Messe in Liebe und Hingabe: der Priester findet Zugang zu den Seelen. Eucharistische Frömmigkeit vernachlässigt und ungeliebt: das Priestertum ist schwach und gefährdet.
Ansprache in der Kathedrale von Santiago de Chile am 1. April 1987











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