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zu Benedikt XVI.






Zölibat


Gnade und Gabe
In diesem Zusammenhang gewinnt auch der priesterliche Zölibat Bedeutung, als Zeichen einer vollkommen auf den Herrn gesetzten Hoffnung. Er ist nicht eine von der Autorität auferlegte reine kirchliche Disziplin; im Gegenteil, er ist vor allem Gnade, unschätzbare Gabe Gottes an die Kirche, von prophetischem Wert für die heutige Welt, Quelle intensiven geistlichen Lebens und pastoraler Fruchtbarkeit, Zeugnis für das eschatologische Reich, Zeichen der Liebe Gottes für diese Welt sowie der ungeteilten Liebe des Priesters zu Gott und zu seinem Volk. Wenn der Zölibat als Antwort auf die Gabe Gottes und als Überwinden der Versuchungen einer hedonistischen Gesellschaft gelebt wird, fördert er nicht nur die menschliche Verwirklichung desjenigen, der dazu berufen ist, sondern erweist sich als ein Faktor der Reifung auch für die anderen.
Apostolisches Schreiben „Ecclesia in Europa“, 28. Juni 2003



Kraft aus Ihm
In Christus finden die Priester die Kraft, das Geschenk des Zölibates um des Himmelreiches willen aus freier Entscheidung anzunehmen. Die Tugend der Keuschheit gestattet es dem Priester, sich dem christlichen Volk als freier Mensch in der Freiheit Christi vorzustellen, um sich vorbehaltlos der universalen Liebe zu widmen, der fruchtbaren geistigen Vaterschaft und dem bedingungslosen Dienst an den Menschen.
Ad-limina-Besuch der Bischöfe von El Salvador, 10. Januar 1994



Bewusste und freie Antwort
Der Zölibat ist als eine besondere Gnade, als ein Geschenk anzusehen: „Nicht alle können es erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist.“ (Mt 19,11) Gewiss handelt es sich um eine Gnade, die ihren Empfänger nicht von der bewussten und freien Antwort entbindet, sondern diese mit einzigartiger Kraft von ihm fordert.
Nachsynodales Apostolisches Schreiben Pastores dabo vobis, 25. März 1992




Angleichung an die Lebensform Jesu
Der in der lateinischen Kirche geforderte priesterliche Zölibat konkretisiert in höchst angemessener Weise die einzigartige Beziehung des Priesters zu Christus, die im Weihesakrament grundgelegt ist. Der Priester ist ja dazu bestellt, Christus als das Haupt des Leibes in der Kirche zu vergegenwärtigen, und somit berufen, sich möglichst eng der Lebensform Jesu anzugleichen. Daraus erwächst ihm auch eine grössere Freiheit zum ungeteilten Dienst für Gott und die Menschen.
Ansprache bei der Begegnung mit der kirchlichen Gemeinschaft, Luxemburg, 16. Mai 1985



Treue
In der Freiheit eurer Verbundenheit mit dem Herrn und eurer ihm gegebenen Versprechen bleibt durch Keuschheit im Zölibat und Verzicht auf die Ehe standhaft und treu, um dem Reich besser zu dienen.
Ansprache an Priester, Seminaristen, Ordensmänner und –frauen, Laien in Ziguinchor (Senegal), 20. Februar 1992



Zeichen des Widerspruchs
Die Spiritualität aller Welt- und Ordenspriester ist mit der Eucharistie verbunden. Hier gewinnen sie die Kraft, ihr Leben aufzuopfern zusammen mit Jesus, dem Hohenpriester und Opfer der Erlösung. Durch das eucharistische Opfer wird der Zölibat bestätigt und gestärkt. Vom Kreuz herab spricht der Herr Jesus zu allen seinen Priestern und lädt sie ein, mit ihm vor der Welt Zeichen des Widerspruchs zu sein. Die Bitte Jesu ist in die apostolische überlieferung eingegangen: „Gleicht euch nicht dieser Welt an.“ (Röm 12,2)
Ad-limina-Besuch der Bischöfe aus den USA, 9. September 1983




Grösseres Gut
Jesus ist sich der Werte bewusst, auf die diejenigen verzichten, die im ständigen Zölibat leben: Er selbst hat sie zuvor bekräftigt, als er von der Ehe sagte, sie sei eine Verbindung, deren Urheber Gott ist und die deshalb nicht aufgelöst werden dürfe. Sich zum Zölibat verpflichten heisst, auf die mit dem Eheleben und der Familie verbundenen Güter zu verzichten, aber nicht, sie ihrem wirklichen Wert nach geringer zu schätzen. Der Verzicht wird im Hinblick auf ein grösseres Gut, auf höhere Werte vollzogen, die in dem schönen Wort des Evangeliums: „Himmelreich“ zusammengefasst sind. Die vollkommene Selbsthingabe an dieses Reich rechtfertigt und heiligt den Zölibat.
Ansprache bei der Generalaudienz, 16. November 1994



Beharrlichkeit
Haltet euch immer vor Augen, dass die Reife und Festigkeit der menschlichen Tugend wie der Felsen sind, auf dem allein man ein festes Gebäude der übernatürlichen Tugenden und der eigenen Berufung errichten kann. Seid stark in der Beharrlichkeit trotz eventueller Schwierigkeiten oder Krisen und überzeugt, dass die Berufung keine persönliche Wahl ist, die man treffen oder auch widerrufen kann, auch keine blosse Erfahrung, sondern ein ewiger Plan und Ruf Gottes. Folgt dem Weg, den Jesus Christus gegangen ist und bejaht freiwillig und froh die Gabe des priesterlichen Zölibates. [...] Gott selbst, der euch gerufen hat, wird euch die Gnade geben, das grosse Geschenk des Zölibates zu lieben und treu zu bewahren, das Er selbst mit eurer Berufung verbinden wollte.
Ansprache an die Seminaristen in Brasilia, 15. Oktober 1991









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