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zu Benedikt XVI.






Umkehr


Wir müssen, wir können
Der Weg nach Damaskus jedoch ist nicht nur der Weg von Paulus – er gilt für jeden Menschen, der nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe dürstet. Denn jeder kann wie der Apostel in die falsche Richtung gehen. Wenn der Mensch offen bleibt, wird er früher oder später auf irgendeine Weise die Stimme Gottes hören, die jede falsche Sicherheit in Frage stellt, um den Geist für die Reue zu öffnen und ihn den Weg zum wahren Frieden zu führen. Wir alle müssen umkehren. Wir alle können umkehren.
Angelus, 24. Januar 1993



Sehnsucht nach wahren Reichtümern
Die wahren Reichtümer, solche, die nicht vergehen – so zeigt uns Maria - , kommen von Gott; wir müssen sie ersehnen, danach hungern und alles lassen, was eingebildet und vergänglich ist, um diese Güter zu erlangen und sie in Fülle zu erlangen. Bekehren wir uns also und verlassen wir den alten Sauerteig (1 Kor 5,6) des Stolzes und all dessen, was zu Ungerechtigkeit und Verachtung, was zum Durst nach Geld und Macht zu eigenem Vorteil führt. Wenn wir uns als arm vor Gott bekennen – und das ist Ehrlichkeit und nicht etwa falsche Demut -, dann werden wir arm im Herzen, dann haben wir Augen und Hände von Armen, um die Reichtümer auszuteilen, mit denen Gott uns beschenkt: unser Glaube, den wir nicht eigensüchtig nur für uns selbst besitzen dürfen; unsere Hoffung, die gerade diejenigen nötig haben, denen alles Notwendige fehlt; unsere Liebe, die uns zusammen mit Gott die Armen in bevorzugter Weise lieben heisst. Der Heilige Geist der Liebe wird uns mit ungezählten Reichtümern zum Austeilen beschenken; je mehr wir danach verlangen, um so mehr empfangen wir sie in reicher Fülle.
Botschaft zur Fastenzeit 1987, 4. März 1987



Zwei Geheimnisse
Die Umkehr ist ein Ereignis, das am Kreuzungspunkt zweier Geheimnisse steht: des Mysteriums des göttlichen Erbarmens, das unendlich grösser als unsere Sünde ist, und des Geheimnisses der Freiheit, die für den Menschen eine grosse Gefahr, aber auch eine ausserordentliche Chance bedeutet.
Angelus, 24. Januar 1993



Dein Reich komme
Aus der Lehre Jesu geht eine strahlend leuchtende Fülle hervor. Das Reich Gottes in seiner vollen und vollständigen Verwirklichung gehört sicher der Zukunft an, es "soll kommen" (Lk 22,18); das Vaterunser lehrt uns, um sein Kommen zu bitten: "Dein Reich komme"( Mt 6,10). Gleichzeitig jedoch behauptet Jesus, dass das Reich Gottes "schon gekommen ist" (Mt 12, 28), "das Reich Gottes ist schon mitten unter euch" (Lk 17,21) – durch die Verkündigung und die Werke Jesu. Ausserdem geht aus dem ganzen Neuen Testament hervor, dass die von Jesus gegründete Kirche der Ort ist, wo das Königtum Gottes in Christus gegenwärtig wird: als Geschenk des Heiles im Glauben, des neuen Lebens im Geist, der Gemeinschaft in der Liebe. [...] In diesem Licht können wir die Bedingungen verstehen, die Jesus für den Eintritt in das Reich nennt. Sie lassen sich in dem Wort "Bekehrung" zusammenfassen. Durch die Bekehrung öffnet sich der Mensch dem Geschenk Gottes, der ihn "zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit beruft" (Thess 2,12): er nimmt das Reich Gottes an wie ein Kind (Mk 10,15) und ist zu jedem Verzicht bereit, um in das Reich eingehen zu können (Mk 10,29). Das Reich Gottes fordert eine tiefe oder neue "Gerechtigkeit" (Mt 5,20); es verlangt Einsatz bei der Erfüllung des "Willens Gottes" (Mt 7,21); es fordert innere Lauterkeit "nach Art der Kinder" (Mk 10,15); es schliesst die überwindung des Hindernisses ein, das der Reichtum darstellt (Mk 10, 23).
Generalaudienz, 18. März 1987



Ständige Befreiung
Doch die Fähigkeit, den eigenen Feinden zu verzeihen und sie zu lieben, erwirbt man auf dem Weg einer tiefen Umwandlung des Herzens. Die menschliche Existenz muss von der ständigen Versuchung ihres Egoismus geheilt und gerettet werden. Notwendig ist daher eine ständige Bekehrung, die alle Ausdrucksformen der Person einbezieht: die Mühe des Denkens, die Anstrengung des Handelns und die Kraft des Willens. Der Wunsch zu lieben darf nicht stumm, gestaltlos und unfruchtbar sein, er darf in der Stunde der Prüfung weder unterdrücken noch zerstören lassen. Der Herr lädt uns daher ein, unsere Persönlichkeit ständig von Engherzigkeit und kleinlichem Rechnen zu befreien, von eigensüchtigen Motiven, die selbst bei zahlreichen humanitären Gesten den gefährlichen Egoismus ins sich tragen.
Predigt in Val Visdende, 12. Juli 1987



Keine Einbahnstrasse
Die Bekehrung ist keine Einbahnstrasse. Sie ist Ausdruck von Gegenseitigkeit. Sich bekehren heisst an Gott glauben, der uns zuerst geliebt hat. Sein Sohn ist gekreuzigt worden, um uns mit offenen Armen, mit weit ausgebreiteten Armen zu zeigen, wie sehr Gott für uns offen ist. Wie sehr Gott sich – durch das Kreuz seines Sohnes – uns zukehrt. So ist unsere Bekehrung in der Tat keine einseitige Bestrebung. Sie ist nicht nur eine Anstrengung unseres menschlichen Willens, Verstandes und Herzens. Sie ist nicht nur die Pflicht, unser Menschsein, das so schwer nach unten zieht, aufzurichten und nach oben zu lenken. Die Bekehrung ist vor allem ein Annehmen, der Entschluss, Gott in dem ganzen Reichtum seiner Hinkehr zum Menschen anzunehmen.
Botschaft für die Fastenzeit, 28. Februar 1979



Fortwährende Umkehr
Die wahre Kenntnis Gottes in seinem Erbarmen und seiner wohlwollenden Liebe ist eine ununterbrochene und nie versiegende Quelle der Umkehr, die nicht als nur vorübergehender innerer Akt zu verstehen ist, sondern als ständige Haltung, als Zustand der Seele. Denn wer Gott auf diese Weise kennenlernt, ihn so "sieht", kann nicht anders, als in fortwährender Umkehr zu ihm zu leben. Er lebt also im Zustand der Umkehr; gerade diese Grundhaltung bildet das tiefste Element der Pilgerfahrt jedes Menschen auf dieser Erde im Zustand des Unterwegsseins.
Enzyklika "Dives in Misericordia" über das Erbarmen Gottes, 30. November 1980



Erkenntnis seiner selbst
Die erste Voraussetzung für das Heil ist die Erkenntnis der eigenen, auch der vererbten, Sündhaftigkeit, und dann ihr Bekenntnis vor Gott, der nichts anderes erwartet als dieses Bekenntnis um den Menschen zu retten. Heilen, das heisst umarmen und mit erlösender Liebe aufnehmen, mit einer Liebe, die stets grösser ist als jede Sünde. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn bleibt diesbezüglich ein nicht zu übertreffendes Beispiel.
Vittorio Messori, Die Schwelle der Hoffnung überschreiten, Interview mit Papst Johannes Paul II., 1994













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