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zu Benedikt XVI.






Die schmerzhaften Geheimnisse


Der für uns Blut geschwitzt hat

Äusserste Prüfung
In der äussersten Prüfung seines Lebens betet Jesus allein: „Dann entfernte er sich von ihnen, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete“ (Lk 22,41).
Der Inhalt des Gebetes entspricht dem eines Sohnes, darauf ausgerichtet, unter innerem Schmerz den Willen des Vaters anzunehmen und treu, trotz der Angst vor dem, was geschehen wird: „ Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen“ (Lk 22,42). Und Jesus tritt in ein Leiden ein, das in schmerzhafter Weise seine ganze Person erfasst.
Angelus, 12. Februar 1989




Verlassenheit und Gebet
Wir betrachten Jesus in seinem körperlichen Schmerz, in den qualvollen psychischen und moralischen Leiden, in der Verlassenheit und in der Einsamkeit, aber im Gebet, in dem Bemühen, dem Vater in voller Treue verbunden zu sein.
Angelus, 12. Februar 1989



Die Stunde
»Venit hora crucis!« »Die Stunde …, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen« (Joh 13,1). Die Stunde des schrecklichen Leidens des Sohnes Gottes, ein Leid, das uns auch nach zwanzig Jahrhunderten noch immer im Innersten bewegt und herausfordert. Der Gottessohn ist in diese Stunde gekommen (vgl. Joh 12,27), um sein Leben für die Brüder hinzugeben. Es ist die Stunde der Selbsthingabe – die Stunde, in der die grenzenlose Liebe offenbar wird.
Worte nach dem Kreuzweg, 9. April 2004



Wachen
Während der Wache – er bliebt oft wach – verbrachte Jesus die Nächte im Gebet. Aber dies ist eine letzte Nacht, eine endgültige Wache. Jesus hat das Kreuz vorausgesagt. er war seit langem bereit; er war für diese „Stunde“ gekommen, er bereitete sich darauf vor, den Kelch bis zum Ende zu trinken: „Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat – soll ich ihn nicht trinken?“ (Joh 18,11). [...] Die Wache Christi in Getsemani: sein letztes „Ja“, endgültig und bedingungslos.
Ansprache beim Treffen mit den Jugendlichen in Rom, 9. April 1992



Vergossenes Blut
Wiederum sehen wir Christus, wie er den Abendmahlssaal verlässt, um mit seinen Jüngern den Bach Kedron zu überqueren und zum Garten am ölberg zu gelangen. In diesem Garten sind noch heute einige uralte Olivenbäume. Vielleicht waren sie Zeugen all dessen, was sich an jenem Abend in ihrem Schatten zugetragen hat, als Christus im Gebet Todesangst überfiel und sein Schweiss wie Blut zur Erde tropfte (vgl. Lk 22, 44). Das Blut, das er kurz zuvor der Kirche als Trank des Heiles im Sakrament der Eucharistie hinterlassen hatte, begann vergossen zu werden. Bald sollte sich das Vergiessen seines Blutes auf Golgotha vollenden, um so das Werkzeug unserer Erlösung zu werden.
Enzyklika Ecclesia de Eucaristia, 17. April 2003



Der für uns ist gegeisselt worden

Persönliche Anwendung
Nehmen wir deshalb die „Geisselung“ an, die die persönliche Mässigung und die übung der christlichen Nächstenliebe uns jeden Tag spüren lassen. Sie ist Frucht und Geschenk des schmerzhaften Geheimnisses Jesus, das uns anspornt, mit einbezieht, und innerlich umwandelt.
Angelus, 19. Februar 1989




Verhöhnt und doch verherrlicht
Jesus erlebt den Augenblick seiner grössten »Ohnmacht«, und sein Leben scheint völlig dem Hohn und Spott seiner Widersacher und den Händen seiner Mörder preisgegeben zu sein: er wird verspottet, verhöhnt, geschmäht (vgl. Mk 15, 24-36). Doch gerade angesichts all dessen ruft der römische Hauptmann aus, als er »ihn auf diese Weise sterben sah«: »Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!« (Mk 15, 39). So wird im Augenblick seiner äussersten Schwachheit die Identität des Gottessohnes offenbar: am Kreuz offenbart sich seine Herrlichkeit!
Enzyklika Evangelium vitae, 25. März 1995



Selig seid ihr...
Jesus erleidet die Ungerechtigkeit der Menschen, denn nur so kann er die Rechtfertigung des Menschen er reichen. Er will, dass die Worte der Bergpredigt zuallererst an ihm überprüft werden: »Selig seid ihr, wenn ihr [von den Menschen] um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird gross sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt« (Mt 5,11–12). [...] Er ist derjenige, der um der Gerechtigkeit willen die Verfolgung erleidet; dabei ist er sich voll bewusst, dass gerade diese Verfolgung die Tore des ewigen Lebens vor der Menschheit aufschliesst. Von nun an muss das Himmelreich denen gehören, die an ihn glauben.
Predigt in Bydgoszcz [Bromberg], Polen, 7. Juni 1999



Schweigendes Vertrauen
»Er wurde geschmäht, schmähte aber nicht; er litt, drohte aber nicht« (2,23). Das geduldige Schweigen des Herrn ist nicht nur ein Akt des Mutes und der Hochherzigkeit. Es ist auch eine Geste des Vertrauens gegenüber dem Vater[..]: »Er überliess seine Sache dem gerechten Richter« (ebd.). Er hat absolutes und volles Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit, die die Geschichte zum Sieg des Unschuldigen führt.
Generalaudienz 14. Januar 2004



Der für uns ist mit Dornen gekrönt worden

Mit Christus die Dornenkrone tragen
Seit jenem Tag ist jede menschliche Generation aufgerufen, sich vor diesem dornengekrönten Menschen zu äussern. Niemand kann neutral bleiben, man muss sich äussern. Und nicht nur mit Worten, sondern mit dem Leben. Der Christ nimmt die Dornenkrone aufs Haupt, wenn er seine Vermessenheit, seinen Stolz, die verschiedenen Formen des Nutzdenkens und der Genussucht abtötet, die ihn am Ende als Person zerstören, und oft dazu veranlassen hartherzig gegenüber dem andern zu sein.
Angelus am 26. Februar 1989




Nur die Dornenkrone
So nahm also Jesus im irdischen Sinn keine Krone auf sein Haupt. Er akzeptierte nur die Dornenkrone, die auf sein Haupt gedrückt wurde, um den ‚König der Juden‘ lächerlich zu machen. Und mit dieser Dornenkrone auf seinem Haupt gab Jesus von Nazaret seine Seele in die Hände des Vaters auf dem Kalvarienberg: ein gekreuzigter König. Denn noch über sein Haupt schrieb man ja den Grund seiner Schuld: ‚Jesus von Nazaret, der König der Juden‘ (Joh 19,19).
Ansprache bei der Krönung von vier Marienbildern in Tschenstochau, 19. Juni 1983



Ans Kreuz mit ihm
Der Mensch, der sich nicht von der Wahrheit leiten lässt, ist sogar bereit, einen Unschuldigen schuldig zu sprechen. Die Ankläger ahnen diese Schwachheit des Pilatus und geben daher nicht nach. Entschieden fordern sie die Kreuzigung des Angeklagten. Die Halbheiten, auf die Pilatus zurückgreift, helfen ihm wenig. Die grausame Strafe der Geisselung, die er über den Angeklagten verhängt, reicht den Anklägern nicht. Als der Statthalter den gegeisselten Jesus mit der Dornenkrone auf dem Haupt der Menge vorführt, scheint er nach einem Wort zu suchen, das die Unnachgiebigkeit der Masse beugen sollte. Er zeigt auf Jesus und sagt: "Ecce homo! Seht, da ist der Mensch!". Doch als Antwort brüllt die Menge: "Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!"
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000



Sein Angesicht unter den Menschen
In jeder Person, die Hass und Gewalt erleidet oder durch Egoismus und Gleichgültigkeit ausgegrenzt wird, leidet und stirbt Christus von neuem. Auf den Gesichtern der "im Leben Gescheiterten" zeichnen sich die Züge des sterbenden Christus am Kreuz ab. Ave Crux, spes unica! Aus dem Kreuz erwächst auch heute die Hoffnung für alle.
Ansprache nach der Kreuzwegandacht, 10. April. 1998



Der für uns das schwere Kreuz getragen hat

Für uns
„Darauf liess Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen, Barabbas frei und gab den Befehl Jesus zu geisseln und zu kreuzigen“ (Mk 15,15). Jesus wollte sich nicht einmal dieses schreckliche Leiden ersparen. Er hat es für uns auf sich genommen.
Angelus, 19. Februar 1989




Die Wende in der Geschichte des Kreuzes
Der Augenblick, in dem Jesus von Nazaret sich das Kreuz aufgeladen hat, um es hinauf nach Golgota zu tragen, bedeutete eine Wende in der Geschichte des Kreuzes. Das Kreuz, Zeichen eines schmachvollen Todes, der den Angehörigen der untersten Klasse vorbehalten war, wird zu einem Schlüssel. Von nun an soll der Mensch mit Hilfe dieses Schlüssels das Tor aufschliessen, das zum tiefsten Grund des Geheimnisses Gottes führt. Durch Christus, der das Kreuz als Werkzeug seiner Entäusserung annimmt, sollen die Menschen wissen: Gott ist Liebe.
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000



Qual und Heil
Für Jesus bedeutete das Kreuz einen Abgrund von Qualen, bereitet durch Intrige, Feigheit und Verrat. Zugleich aber war es für ihn ein Auftrag des Vaters für unser Heil. So hat er es nicht rein passiv erlitten, sondern angenommen und dargebracht.
Ansprache bei der Generalaudienz, 14. September 1983



Von den Sünden zu Boden gedrückt
Jesus fällt unter dem Kreuz. Das wird auf dem verhältnismässig kurzen Weg der "Via dolorosa" dreimal geschehen. Er bricht vor Erschöpfung zusammen. Sein Leib ist blutüberströmt von der Geisselung, auf dem Haupt trägt er die Dornenkrone. Das alles lässt seine Kräfte schwinden. So kommt er zu Fall, und das schwere Kreuz drückt ihn zu Boden.[...] Die Sünden haben den Verurteilten, der Gottes Sohn ist, zu Boden gedrückt. Sie waren ausschlaggebend für das Gewicht des Kreuzes, das er auf seinen Schultern trägt. Die Sünden waren die Ursache dafür, dass er zu Boden stürzte. Christus steht mit Mühe wieder auf, um sich weiter auf den Weg zu machen. Die ihn eskortierenden Soldaten versuchen ihn mit Schreien und Schlägen anzutreiben. Kurz darauf setzt sich der Zug wieder in Bewegung. Jesus fällt und steht wieder auf. Auf diese Weise wendet sich der Erlöser der Welt wortlos an alle, die zusammenbrechen. Er ermutigt sie, wieder aufzustehen.
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000



Erneut aufgerichtet für uns
"Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet" (Ps 22,7). Diese Worte des Psalms kommen uns in den Sinn beim Anblick Jesu, der zum zweiten Mal unter dem Kreuz zusammenbricht. Da liegt nun der Verurteilte im Staub am Boden. Niedergedrückt vom Gewicht seines Kreuzes. Die Kräfte verlassen ihn mehr und mehr. Trotzdem steht er mühsam wieder auf, um seinen Weg fortzusetzen. Was will uns sündigen Menschen dieses zweite Zusammenbrechen sagen? Mehr noch als das erste Mal scheint es uns zu ermutigen, wieder aufzustehen, uns noch einmal auf unserem Kreuzweg aufzurichten.
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000



Der für uns ist gekreuzigt worden

Die Erfüllung der Prophezeiungen
"Sie durchbohren mir Hände und Füsse. Man kann all meine Knochen zählen" (Ps 22, 17-18). Die Worte des Propheten erfüllen sich. Die Hinrichtung beginnt. Die Schläge der Folterknechte drücken die Hände und Füsse des Verurteilten gegen das Holz des Kreuzes. Brutal werden die Nägel in die Handwurzel hineingetrieben. Jene Nägel werden den Verurteilten unter den unsäglichen Qualen des Todeskampfes aufgehängt halten. Christus leidet unsagbar an seinem Leib und an seiner Seele, die so feinfühlig ist.[...] Als die Folterknechte das Kreuz aufrichten, beginnt der Todeskampf, der drei Stunden dauern wird. Auch dieses Wort muss sich erfüllen: "Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen" (Joh 12,32).
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000




Das Beispiel
Jesu Tod war ein erhabenes Beispiel der Ehrenhaftigkeit, der Konsequenz und der Treue zur Wahrheit bis zur äussersten Selbstaufopferung.
Ansprache bei der Generalaudienz, 14. September 1983



Der Glanz des Kreuzes
Im Glauben betrachten wir das Geheimnis der Erlösung, das uns vom Kreuz her enthüllt wird. Im Sterben hat Jesus den Schleier von unseren Augen genommen und nun ragt das Kreuz in der Welt in seinem ganzen Glanz empor. Das versöhnende Schweigen dessen, der die menschliche Bosheit an eben dieses Kreuz genagelt hat, vermittelt Frieden und Liebe. Der Menschensohn stirbt am Kreuz, indem er die Last aller menschlichen Leiden und Ungerechtigkeiten auf sich nimmt. Auf Golgota stirbt der für uns, der mit seinem Sterben die Welt erlöst hat.
Worte nach dem Kreuzweg, 29. März 2002



Barmherzigkeit
"Vater , vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" (Lk 23,34). Auf dem Höhepunkt seines Leidens vergisst Christus den Menschen nicht; er vergisst vor allem jene nicht, die Ursache seines Leidens sind. Er weiss, dass der Mensch mehr als alles andere Liebe braucht; dass er die Barmherzigkeit braucht, die sich in diesem Augenblick über die Welt ausbreitet.
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000



Vollbracht
Als die neunte Stunde gekommen ist, ruft Jesus laut: "Es ist vollbracht!" (Joh 19,30). Das Erlösungswerk, es ist damit vollbracht. Die Sendung, für die er auf die Erde gekommen ist, hat ihr Ziel erreicht.
Kreuzweg, verfasst von Papst Johannes Paul II., 21. April 2000



Nicht Angst sondern Liebe
Liebe Brüder und Schwestern, der Schrei Jesu am Kreuz verrät nicht die Angst eines Verzweifelten, sondern das Gebet des Sohnes, der sein Leben dem Vater in Liebe darbringt, um allen das Heil zu bringen. Während er sich mit unserer Sünde identifiziert, überlässt der vom Vater Verlassene sich den Händen des Vaters. Sein Blick bleibt auf den Vater gerichtet.
Apostolisches Schreiben „Novo millennio ineunte“, zum Abschluss des grossen Jubiläums des Jahres 2000


Für mich
Diese geheimnisvolle Gegenüberstellung von der grenzenlosen Liebe Gottes und der Sünde des Menschen führt uns das dramatische und grausame Leiden Christi vor Augen. Wir sind im Geiste bei ihm in seiner Verlassenheit am ölberg, vor dem Hohen Rat, vor dem Gericht des Pilatus und auf dem Kalvarienberg, wo wir uns angesichts des Gekreuzigten der Worte des Apostels neu bewusst werden: ‚Der Sohn Gottes hat mich geliebt und sich für mich hingegeben‘ (vgl. Gal 2,20).
Ansprache bei der Generalaudienz, 27. März 1991












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