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zu Benedikt XVI.






Sühne



Grund Seines Kommens
Jesus erklärte eines Tages ohne Umschweife den Grund seines Kommens auf die Erde: "Der Menschensohn ist...gekommen, um ... sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele" (Mk 10,45; Mt. 20,28). Deshalb war das Kreuz nicht ein Zwischenfall auf dem Weg, den Jesus ging, sondern eine bewusst gewollte Wirklichkeit zur Rettung der Menschen. Warum dieses leidvolle Schicksal? Um die Welt von der Sünde zu befreien. Der Vater wollte, dass der Sohn die Folgenlast der Sünde auf sich nehme. Dieser Entschluss lässt uns den ungeheuren Ernst der Sünde verstehen, die nicht verharmlost werden kann, denn ihre Folgen sind unheilvoll. Die Sünde, eine Beleidigung Gottes, konnte nicht anders als von einem Gottmenschen wiedergutgemacht werden.
Generalaudienz 11. April 1990



Für das Heil der Welt
Es ist der Gehorsam und die Liebe des menschgewordenen Gottessohnes "bis zum Tod am Kreuz", die den Ungehorsam und die Lieblosigkeit der Sünde des Menschen besiegen und erlösen. Zugleich erhält durch sein erlösendes Leiden auch alles menschliche Leid einen neuen tieferen Sinn. Es wird zur Einladung an den Menschen, sein Leiden und Sterben mit dem Kreuz Christi zu vereinen und es so mit ihm für die Erlösung der Menschheit fruchtbar zu machen.
Diese Einladung, liebe Brüder und Schwestern, richtet sich nicht nur an die Kranken und Behinderten unter uns. Wir alle haben täglich unser Kreuz auf uns zu nehmen und sollen es zusammen mit Christus zum Heil aller tragen. Werden wir uns wieder neu dieser unserer Berufung in der Nachfolge Christi bewusst.
Ansprache bei der Generalaudienz, 19. Oktober 1988



Ernst der Lage
Muss man beim Anblick des Gekreuzigten Christus nicht unwillkürlich den Ernst der menschlichen Lage der Auflehnung gegen Gott durch die Sünde erwägen? Spürt man nicht das Erbarmen des Allerhöchsten, der durch das Sühnopfer des Kreuzes verzeiht und rettet und so dem menschlichen Leiden wahren Sinn verleiht? Nur in Christus, der sich für uns geopfert hat, können wir Trost und Frieden vor allem in der Stunde der Prüfung finden.
Ansprache bei der Generalaudienz am 12. April 1995



Keine grössere Liebe
Im gekreuzigten Erlöser betrachten wir den, der sich für unser Heil geopfert hat. "Es gibt keine grössere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt" (Joh. 15,13). Dieses Selbstopfer ist für uns alle einleuchtend: Er zeigt uns, dass die Liebe ihren Höhepunkt durch das Leiden erreicht. Weil Christus uns mit seiner Heilssendung vereinigen wollte, sind auch wir gerufen, an seinem Kreuz teilzuhaben. Die Leiden, an denen es in unserem Leben nicht fehlt, sind dazu bestimmt, mit dem einen Opfer Christi vereint zu werden.
Generalaudienz 11. April 1990



Quelle des Friedens
Die rechte Einschätzung des Leidens und seine Aufopferung für das Heil der Welt sind schon für sich Taten und Angebote des Friedens, weil sich aus dem mutigen Zeugnis der Schwachen, der Kranken und der Leidenden der Grösste Beitrag für den Frieden ergeben kann. Das Leiden weckt ja ein tiefere geistliche Gemeinschaft, die einerseits die Rückgewinnung einer besseren Lebensqualität fördert und andererseits das überzeugte eintreten für den Frieden unter den Menschen begünstigt.
Botschaft zum Welttag des Kranken 1995, 21. November 1994



Kommt alle zu mir
Liebe Brüder und Schwestern, die ihr an Leib und Seele leidet, ich wünsche euch allen, dass ihr den Ruf Gottes erkennt und annehmt, durch die Aufopferung eurer Schmerzen zu Wegbereitern des Friedens zu werden. Es ist nicht leicht, auf einen derart anspruchsvollen Ruf zu antworten. Schaut daher immer vertrauensvoll auf Jesus, den "Leidensknecht", und bittet ihn um die Kraft, die Prüfung, die euch heimsucht, in ein Geschenk zu verwandeln. Hört gläubig auf seine Stimme, die für jeden wiederholt: "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen" (Mt 11, 28).
Botschaft zum Welttag des Kranken am 11. Februar 1995 vom 21. November 1994



Wiederherstellung
Indem Jesus den Schmerz auf sich nahm, hat er den Sinn und den Wert des Leidens radikal umgewandelt. Es ist nicht mehr nur das Zeichen der menschlichen Gebrechlichkeit und des menschlichen Ungenügens, sondern es ist der Weg zur Wiederherstellung des Menschen und zu seiner vollen Verwirklichung geworden.
Ansprache bei einem Besuch des internationalen Krankenhauses "Salvator Mundi", Rom, 20. März 1988




Dankbarkeit
Als menschgewordener Sohn Gottes vermochte er die Sündenlast der Menschen aller Zeiten auf sich zu nehmen. Indem er vor dem Vater diese Aufgabe übernahm und vollkommene Wiedergutmachung leistete, hat er das Antlitz der Menschheit verändert und das Herz der Menschen von der Knechtschaft der Sünde befreit. Wie sollten wir ihm dafür nicht dankbar sein? Jesus rechnet mit unserer Dankbarkeit. Wenn er auch in seinem Sühnopfer uns alle vertreten hat, so war es doch nicht seine Absicht, uns jede Wiedergutmachung zu ersparen. Er erwartet vielmehr unsere tatkräftige Mitwirkung an seinem Heilswerk. Diese Mitwirkung nimmt liturgische Form an in der Feier der Eucharistie in der das Sühnopfer Christi vergegenwärtigt wird, um die Gemeinschaft der Gläubigen in das Opfer mit einzubeziehen. Sie erstreckt sich dann auf das ganze christliche Leben, das notwendigerweise im Zeichen des Kreuzes steht. In seinem ganzen Dasein ist der Christ aufgefordert, sich in Verbindung mit dem Opfer Christi als geistige Opfergabe dem Vater darzubringen.
Regina Caeli am 17. April 1983



Fruchtbarkeit des Leidens
Ein weiteres Grundprinzip des christlichen Glaubens ist die Fruchtbarkeit des Leidens und folglich die an alle Leidtragenden gerichtete Aufforderung, sich mit dem heilbringenden Opfer Christi zu vereinen. Das Leiden wird so zum Opfer, zur Hingabe, wie es in so vielen heiligen Menschen geschehen ist und noch geschieht. Besonders die scheinbar sinnloses moralisches Leid Tragenden finden in den moralischen Leiden Jesu den Sinn ihrer Prüfungen und betreten mit Ihm Getsemani. In Ihm finden sie die Kraft, das Leiden mit heiliger Hingabe und vertrauensvollem Gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters anzunehmen. Und sie fühlen in ihrem Herzen das Gebet von Getsemani aufsteigen: "Nicht, was ich will, sondern was du willst" (Mk 14,36). Sie identifizieren sich mystisch mit der Absicht Jesu im Augenblick der Gefangennahme: "Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat soll ich ihn nicht trinken?" (Joh 18,11). In Christus finden sie auch den Mut, ihr Leiden für die Rettung aller Menschen aufzuopfern, weil sie vom Opfer auf Golgota die geheimnisvolle Fruchtbarkeit jedes Leidens nach dem von Jesus verkündeten Prinzip verstanden haben: "Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht" (Joh 12,24).
Generalaudienz, 27. April 1994



Mit Christus identifizieren
Der Papst wollte zu euch kommen, um euch zu sagen, dass Christus immer denen nahe ist, die leiden und die er zu sich ruft: noch mehr: um euch zu sagen, dass ihr berufen seid, "ein anderer Christus" zu sein und an seiner erlösenden Sendung teilzunehmen. Was ist die Heiligkeit anderes als Christus nachzuahmen und sich mit ihm zu identifizieren? Wer dem Leiden mit bloss menschlichem Sinn gegenübertritt, kann seinen Sinn nicht verstehen und leicht in Mutlosigkeit verfallen; man kommt nur bis dahin, es höchstens mit trauriger Resignation vor dem Unvermeidlichen anzunehmen. Im Gegensatz dazu wissen wir Christen durch den Glauben angeleitet -, dass das Leiden sich wenn wir es Gott anbieten in ein Werkzeug der Erlösung und in einen Weg der Heiligkeit verwandeln kann, das uns hilft, den Himmel zu erlangen. Für einen Christen ist der Schmerz kein Grund zur Traurigkeit, sondern zur Freude: zum frohen Wissen, dass im Kreuz Christi jeder Schmerz einen erlösenden Wert besitzt.
Ansprache an die Kranken in Cordoba (Argentinien), 8. April 1987









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