Bern 5./6. Juni 04
       Schweiz Juni 84
       Gebete in der Schweiz
       Liechtenstein 85


       Karol Wojtyla
       JPII & Petrusamt


       JPII & Seine Gebete
       JPII & Rosenkranz


       JPII & Gott
       JPII & Christus
       JPII & Heiliger Geist


       JPII & Eucharistie
       JPII & Priestertum
       JPII & Ehe
Berufung
Sakrament
Familie als Gemeinschaft
Sexualität
Treue
Kinder
       JPII & Versöhnung
       JPII & Lebensweihe


       JPII & Kirche
       JPII & Leiden
       JPII & Tugend
       JPII & Moral
       JPII & die Frau
       JPII & Politik
       JPII & Dialog
       JPII & An die Jugend


       JPII & Kirchenjahr
       JPII & Heilige
       JPII & Maria


       Fürbittgebet
       Lesungen des Tages
       Gästebuch
       Intro
       Jahrestag
       Neu







zu Benedikt XVI.






Familie als Gemeinschaft



Was ist die Familie?
Die Familie ist eine Gemeinschaft der Liebe und des Lebens, die sich verwirklicht, wenn ein Mann und eine Frau sich einander gegenseitig in der Ehe schenken und bereit sind, die Kinder als Geschenk anzunehmen. Das Grundrecht auf Leben für den Menschen beginnt mit der Empfängnis, und darum gehört es zum Wesen des Naturrechts und zu den Traditionen der grossen Religionen wie zum Geist des dritten Artikels der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Angelus, 26. Dezember 1999



Würde des Menschen
Ehe und Familie sind zutiefst verknüpft mit der personalen Würde des Menschen. Sie entspringen nicht nur dem Trieb und der Leidenschaft, auch nicht allein dem Gefühl; sie entspringen vor allem einem Entschluss des freien Willens, einer personalen Liebe, durch die die Gatten nicht nur ein Fleisch, sondern auch ein Herz und eine Seele werden. Die leibliche und sexuelle Gemeinschaft ist etwas Grosses und Schönes. Sie ist aber nur dann voll menschenwürdig, wenn sie in eine personale, von der bürgerlichen und kirchlichen Gemeinschaft anerkannte Bindung integriert ist.
Predigt, Köln 15. November 1980



Entscheidend für das Schicksal des Menschen
Viele stellen sich die Frage, warum die Familie so wichtig ist. Warum legt die Kirche so grossen Wert auf das Thema Ehe und Familie? Aus einem sehr einfachen, wenn auch nicht allen ersichtlichen Grund: Die Familie ist entscheidend für das Schicksal des Menschen, für sein Glück sowie seine Fähigkeit, seiner Existenz einen Sinn zu geben. Das Schicksal des Menschen ist vom Schicksal der Familie abhängig, und daher betone ich unermüdlich, dass die Zukunft der Menschheit eng mit der der Familie verbunden ist.
Botschaft anlässlich des 20. Jahrestages von "Familiaris Consortio", 15. Oktober 2001



Wiege der Zukunft
Die Familie ist die Wiege der Zukunft. Daher muss gesorgt sein, das diese Wiege von der Liebe gewärmt wird, damit das dort entstehende Leben sich ohne Schaden entwickeln kann.
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen am Welttag der Jugend, 18. März 1989



Beständige Anstrengung
So wie ein christliches Leben fortwährende Bekehrung erfordert, so verlangt das Eheleben von beiden Partnern beständige und hochherzige Anstrengungen, ihre eheliche Gemeinschaft zu vertiefen. Die Berufung zum Eheleben verlangt beiderseitige Opferbereitschaft und Grossmut von Mann und Frau. Gegenseitige Hingabe ist notwendig für jedes erfolgreiche Eheleben.
Ansprache, Nairobi 1985



Leben und Liebe
Da die Familie nach Gottes Plan als "innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe" gegründet ist, hat sie die Sendung, immer mehr das zu werden, was sie ist, als Gemeinschaft des Lebens und der Liebe.
Apostolisches Schreiben "Familiaris Consortio", 22. November 1981


Nicht den Mut verlieren!
Liebe Familien, verliert nicht den Mut angesichts dieser grossen Herausforderungen, und fühlt euch nicht allein gelassen: Der Herr glaubt an euch; die Kirche steht an eurer Seite; voll Vertrauen schauen Menschen guten Willens auf euch!
Gebetsvigil zum Fest der Familien, 20. Oktober 2001




Weg der Gemeinschaft
Die Familie ist für die Glaubenden ein Weg, der zu gehen ist, ein Abenteuer voller überraschungen, besonders voll des grossen "Staunens" über Gott, der immer wieder neu in unser Leben tritt. Von Mal zu Mal muss man sich über die Wegrichtung Rechenschaft geben und die Frage stellen, die gewiss im Herzen von Maria und Josef brannte: Was will der Herr von uns? Welchen Weg hat er für unser Kind vorgezeichnet? Solche Fragen können nur im Tempel Gottes, das heisst im Gebet und im Hören auf das Wort des Herrn Antwort finden. Manchmal, wenn die Lebensumstände schwierig sind, ist es schwer, den göttlichen Willen zu erkennen. Aber einer Familie, die betet, wird nie das Bewusstsein der eigenen grundlegenden Berufung fehlen: ein langer Weg der Gemeinschaft zu sein.
Angelus, 6. Februar 1994



Patient "Ehe und Familie"
Es steht ausser Zweifel, dass man die Gesellschaft heute in vielerlei Hinsicht krank schreiben muss. Die äussere Diagnose hat tiefere Gründe. Die eigentlichen "Patienten" sind Ehe und Familie. Die Familie als Gemeinschaft, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau aufbaut, ist in Krise. Eine Ethik, die diese Grundzelle des gesellschaftlichen Lebens relativiert, verbreitet sich immer mehr - sowohl in der öffentlichen Meinung als auch in der Gesetzgebung.
Wer Ehe und Familie retten und heilen will, tut gut daran, auf die göttliche Offenbarung zu schauen. Gerade der Blick auf Gott, den Vater, kann hilfreich sein. Denn Gott-Vater ist die Quelle der menschlichen Vater- und Mutterschaft. Gott, der Schöpfer des Lebens, macht aus Eheleuten, die einander sich schenken, Vater und Mutter.
Wo dieses Wechselspiel von Sich-Schenken und Einander- Annehmen gelingt, da wird aus der Ehe eine christliche Familie, eine "Werkstatt der Geschwisterlichkeit", eine "Hauskirche", in der echte Gemeinschaft eingeübt und gelebt wird. Wenn die Kirche es schafft, die Familien im christlichen Geist zu erneuern, dann wird sie auch imstande sein, in ihr selbst und für die Menschheit ein Klima zu fördern, das menschlicher und familiärer ist.
Generalaudienz, 1. Dezember 1999



In der Tat ist die Familie ja die besondere und zugleich grundlegende Liebes- und Lebensgemeinschaft, auf der alle übrigen Gemeinschaften und Gesellschaften beruhen. [...] Durch die Familie ist in der Tat die ganze menschliche Existenz auf die Zukunft hin orientiert. In der Familie kommt der Mensch zur Welt, wächst er auf und kommt er zur Reife. In ihr wird er zu einem immer reiferen Bürger seines Landes und einem immer bewussteren Glied der Kirche. Die Familie ist auch die erste und grundlegende Umwelt, in der jeder Mensch seine menschliche und christliche Berufung wahrnimmt und verwirklicht. Kurz, die Familie ist eine Gemeinschaft, die durch keine andere zu ersetzen ist.
Predigt am Welttreffen der Familien in Rio de Janeiro, 5. Oktober 1997



Zu lieben lernen
Aber, wie kann man lernen, zu lieben und sich grossherzig hinzugeben? Nichts bewegt so sehr dazu, zu lieben, wie wenn man sich selbst geliebt weiss, sagt der hl. Thomas. Und es ist insbesondere die Familie als Gemeinschaft von Personen, in der die uneigennützige, selbstlose und grossherzige Liebe vorherrscht, jener Ort, an dem man zu lieben lernt. Die gegenseitige Liebe der Eheleute weitet sich aus auf die Liebe zu den Kindern. Denn die Familie ist mehr als jede andere menschliche Realität der Bereich, in dem der Mensch um seiner selbst willen geliebt wird und in dem er lernt, die »aufrichtige Hingabe seiner selbst« zu leben. Die Familie ist also eine Schule der Liebe in dem Mass, in dem sie die ihr eigene Identität bewahrt: die dauernde Liebesgemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau, die auf der Eheschliessung gründet und offen für das Leben ist.
Ad-limina-Besuch der brasilianischen Bischöfe, 16. November 2002



Natürliche Institution
Als natürliche Institution hat Gott die familiäre Gemeinschaft »im Anfang«, also zusammen mit der Erschaffung von Mann und Frau, zum Wohl der Menschen gewollt. Auf diesen »Anfang« beruft sich Christus, als die Pharisäer versuchen, ihre Struktur zu verdrehen (vgl. Mt 9, 3 –12). Den Menschen ist nicht die Macht gegeben, den ursprünglichen Plan des Schöpfers zu verändern. [...] Jede Familie muss eine wahre Gemeinschaft von Personen – »communio personarum« – sein unter Achtung der Würde der einzelnen, aus denen sie besteht.
Ansprache an den Päpstlichen Rat für die Familien, 22. November 2001



Urzelle
Die Familie ist nicht nur die Urzelle der menschlichen Gemeinschaft, sondern auch der Kirche.
Ansprache an die Mitglieder des Schönstatt-Familienbundes, 2. April 1984




Schule des Evangeliums
Das bescheidene Haus von Nazaret ist für jeden Gläubigen, und besonders für die christlichen Familien, eine wahre Schule des Evangeliums. Hier bewundern wir die Verwirklichung des göttlichen Vorhabens, aus der Familie eine tiefinnerliche Gemeinschaft des Lebens und der Liebe zu machen; hier lernen wir, dass jede christliche Familie dazu berufen ist, eine kleine »Hauskirche« zu sein, in der die Tugenden des Evangeliums erstrahlen müssen. Sammlung und Gebet, gegenseitiges Verständnis und Achtung, Selbstdisziplin und gemeinschaftliche Askese, Opferbereitschaft, Arbeit und Solidarität sind typische Wesenszüge, die die Familie von Nazaret zum Vorbild für jedes Heim machen.
Angelus, 30. Dezember 2001



Für den Aufbau des Friedens
Eine entscheidende Rolle beim Aufbau des Friedens spielt zweifellos die Familie. Denn in der Familie erwirbt der Mensch den Schlüssel zum Frieden, indem er die Herzlichkeit des gegenseitigen Annehmens erfährt und sich Tag für Tag darin übt, die Gefühle zu ordnen, sich um Toleranz zu bemühen und sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Wer für die Familie arbeitet, ist deshalb für den Frieden tätig!
Angelus, 1. Januar 1994









Neu       |       Sitemap       |       Impressum

Neu
Demnächst