Bern 5./6. Juni 04
       Schweiz Juni 84
       Gebete in der Schweiz
       Liechtenstein 85


       Karol Wojtyla
       JPII & Petrusamt


       JPII & Seine Gebete
       JPII & Rosenkranz


       JPII & Gott
       JPII & Christus
       JPII & Heiliger Geist


       JPII & Eucharistie
       JPII & Priestertum
       JPII & Ehe
Berufung
Sakrament
Familie als Gemeinschaft
Sexualität
Treue
Kinder
       JPII & Versöhnung
       JPII & Lebensweihe


       JPII & Kirche
       JPII & Leiden
       JPII & Tugend
       JPII & Moral
       JPII & die Frau
       JPII & Politik
       JPII & Dialog
       JPII & An die Jugend


       JPII & Kirchenjahr
       JPII & Heilige
       JPII & Maria


       Fürbittgebet
       Lesungen des Tages
       Gästebuch
       Intro
       Jahrestag
       Neu







zu Benedikt XVI.






Treue



Nicht auf Probe...
Die Endgültigkeit der ehelichen Treue, die heute vielen nicht mehr verständlich erscheinen will, ist ebenfalls ein Ausdruck der unbedingten Würde des Menschen. Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben. Man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen. So ist Ehe auf Dauer, auf Zukunft ausgerichtet.
Predigt, Köln 15. November 1980



Wechselseitiges Kennenlernen
Die personale Gemeinschaft der Eheleute schreitet kontinuierlich fort durch die tägliche Treue zur totalen Hingabe des einen an den andern. Das wechselseitige Kennenlernen der tatsächlichen Qualitäten und unvermeidlichen Grenzen eines Jeden beleuchtet den Weg eines Ehepaares in den ersten Jahren.
Ansprache an die Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie, 16. Juni 1989



Unauflöslich
Verwurzelt in der personalen Ganzhingabe der Ehegatten und vom Wohl der Kinder gefordert, findet die Unauflöslichkeit der Ehe ihre letzte Wahrheit in dem Plan, den Gott in seiner Offenbarung kundgetan hat: Er will und schenkt die Unauflöslichkeit der Ehe als Frucht, Zeichen und Anspruch der absolut treuen Liebe, die Gott dem Menschen, die Christus seiner Kirche entgegenbringt.
Apostolisches Schreiben "Familiaris Consortio", 22. November 1981



Kraft zur Treue
Wenn das Konzil von "treuer Liebe... das ganze Leben hindurch" spricht, dann lenkt es die Aufmerksamkeit auf die Treue als eine Aufgabe, die sich auf die absolute Treue Christi gründet. [...] Allen muss aufs neue gesagt sein, dass Jesus Christus mit seiner absolut treuen Liebe den christlichen Eltern die Kraft zur Treue gibt und sie fähig macht, der heute so verbreiteten und verführerischen Versuchung zur Scheidung zu widerstehen.
Generalaudienz, 3. August 1994



Gott ist treu
Der letzte Grund der Pflicht zur treuen Liebe ist deshalb kein anderer als derjenige, der die Basis des Bundes Gottes mit dem Menschen bildet: Gott ist treu! Um also die Treue des Herzens gegenüber dem eigenen Ehepartner möglich zu machen, auch in den schwierigsten Fällen, muss man sich an Gott wenden in der Gewissheit, von ihm Hilfe zu erlangen. Der Weg der gegenseitigen Treue führt zudem über die Offenheit gegenüber der Liebe Christi, die »alles erträgt, alles glaubt, alles hofft, allem standhält« (1 Kor 13, 7).
Ansprache an die Römische Rota, 30. Januar 2003



Amor coniugalis
Die eheliche Liebe (»amor coniugalis«) ist nicht nur und nicht vor allem Gefühl, sie ist dagegen wesentlich eine Verpflichtung gegenüber der anderen Person; eine Verpflichtung, die man durch einen bestimmten Willensakt übernimmt. Genau dies qualifiziert eine solche »amor«, indem er sie zur »amor coniugalis« macht. Wenn die Verpflichtung durch den Ehekonsens erst einmal gegeben und angenommen worden ist, wird die Liebe »eheliche« Liebe und verliert diese Eigenschaft nicht mehr. Hier kommt die Treue der Liebe ins Spiel, die in der frei übernommenen Verpflichtung wurzelt.
Ansprache an die Römische Rota, 21. Januar 1999




Bekräftigung
Die Kirche kann in ihrer Treue zu Christus nicht anders, als »die Frohbotschaft von der Endgültigkeit jener ehelichen Liebe […], die ihr Fundament und ihre Kraft in Jesus Christus hat (vgl. Eph 5,25)« (FC, 20), entschlossen vor all denen zu bekräftigen, die es in unserer Zeit für schwierig oder gar unmöglich halten, sich für das ganze Leben an einen Menschen zu binden, wie auch vor denen, die bedauerlicherweise von einer Kultur umfangen sind, welche die Unauflöslichkeit der Ehe ablehnt und die Verpflichtung der Ehegatten zur Treue offen als lächerlich hinstellt.
Ansprache an die Römische Rota, 21. Januar 2000



Feste Beziehung zu EINER Person
Die Ehe ist die grundlegende Institution der Gesellschaft und der Kirche. Es ist wichtig, die junge Generation zu der Erkenntnis zu führen, dass es notwendig ist, eine feste Beziehung zu einer Person aufzubauen dank der verpflichtenden Treue, die die Liebe festigt und die Partner reifen lässt. Das Geschenk seiner selbst an den Partner in der Ehe befähigt auch beide, ohne Zögern in verantwortungsbewusster Haltung das eigene Leben zu schenken und so die vom Schöpfer erhaltene Sendung zu verwirklichen, mit Freude und in aller Ehrfurcht neues Leben anzunehmen und Kinder zu erziehen, damit sie reife Christen werden, die fähig sind, sich am Leben ihres Landes zu beteiligen. Es ist unerlässlich, dass die Erziehung der Kinder ihre Grundlage in der Lehre einer Hierarche von wirklich echten Werten hat und nicht von der Mode oder von rein persönlichem Interesse diktiert ist.
Ad-limina-Besuch der Bischöfe von Bulgarien, 7. November 1998



Ich nehme dich als meine Frau / mein Mann
Die Hingabe der Person verlangt ihrer Natur nach beständig und unwiderruflich zu sein. Die Unauflöslichkeit der Ehe entspringt hauptsächlich aus dem Wesen solcher Hingabe: Hingabe der Person an die Person. In diesem gegenseitigen Sich-Hingeben kommt der bräutliche Charakter der Liebe zum Ausdruck. Im Ehekonsens nennen sich die Neuvermählten bei ihrem Eigennamen: »Ich . . . nehme dich . . . als meine Frau (als meinen Mann) und verspreche dir die Treue . . . solange ich lebe.« Eine solche Hingabe verpflichtet viel stärker und tiefer als alles, was auf welche Weise und um welchen Preis auch immer »gekauft« werden kann.
Brief an die Familien, 2. Februar 1994



Ehescheidung
Lasst euch nicht von dem ansteckenden Krebsgeschwür der Ehescheidung befallen, die die Familie zerreisst, die Liebe unfruchtbar macht und die Erziehungstätigkeit der christlichen Eltern zerstört. Trennt nicht, was Gott verbunden hat (Mt 19,6). In der ehelichen Verbindung muss die Liebe echt sein, das heisst ganz menschlich, total, ausschliesslich und offen für ein neues Leben. In der Welt, wo wir so oft eine tausendfach entstellte und verfälschte Liebe sehen, erachtet es die Kirche als eine ihrer am höchsten geschätzten und für die Rettung der Welt dringendsten Pflichten, den unschätzbaren Wert der Unauflöslichkeit und der ehelichen Treue zu bezeugen.
Predigt bei der Messe für die Familien in Valparaiso, Chile, 2. April 1987











Neu       |       Sitemap       |       Impressum

Neu
Demnächst