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zu Benedikt XVI.






Frau sein



Dank an die Frau
Dank sei dir, Frau als Mutter, die du dich in der Freude und im Schmerz einer einzigartigen Erfahrung zum Mutterschoss des Menschen machst, die du für das Kind, das zur Welt kommt, zum Lächeln Gottes wirst, die du seine ersten Schritte lenkst, es bei seinem Heranwachsen betreust und zum Bezugspunkt auf seinem weiteren Lebensweg wirst.

Dank sei dir, Frau als Braut, die du dein Schicksal unwiderruflich an das eines Mannes bindest, in einer Beziehung gegenseitiger Hingabe im Dienst an der Gemeinsamkeit und am Leben.

Dank sei dir, Frau als Tochter und Frau als Schwester, die du in die engere Familie und dann in das gesamte Leben der Gesellschaft den Reichtum deiner Sensibilität, deiner intuitiven Wahrnehmung, deiner Selbstlosigkeit und deiner Beständigkeit einbringst.

Dank sei dir, berufstätige Frau, die du dich in allen Bereichen des sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, künstlerischen und politischen Lebens engagierst, für deinen unverzichtbaren Beitrag zum Aufbau einer Kultur, die Vernunft und Gefühl zu verbinden vermag, zu einem Verständnis vom Leben, das stets offen ist für den Sinn des »Geheimnisses«, zur Errichtung wirtschaftlicher und politischer Strukturen, die mehr Menschlichkeit aufweisen.

Dank sei dir, Frau im Ordensstand, die du dich nach dem Vorbild der grössten aller Frauen, der Mutter Christi, des fleischgewordenen Wortes, in Fügsamkeit und Treue der Gottesliebe öffnest und so der Kirche und der ganzen Menschheit hilfst, Gott gegenüber eine »bräutliche« Antwort zu leben, die auf wunderbare Weise Ausdruck der Gemeinschaft ist, die er zu seinem Geschöpf herstellen will.

Dank sei dir, Frau, dafür, dass du Frau bist! Durch die deinem Wesen als Frau eigene Wahrnehmungsfähigkeit bereicherst du das Verständnis der Welt und trägst zur vollen Wahrheit der menschlichen Beziehungen bei.
Brief an die Frauen, 29. Juni 1995



Erzieherinnen des Friedens
Ich möchte meine Botschaft zum Weltfriedenstag vor allem an die Frauen richten und sie bitten, sich mit ihrem ganzen Sein und ihrem ganzen Wirken zu Erzieherinnen des Friedens zu machen: Sie sollen Zeuginnen, Botschafterinnen, Lehrmeisterinnen des Friedens sein in den Beziehungen zwischen den Personen und den Generationen, in der Familie, im kulturellen, sozialen und politischen Leben der Nationen, in besonderer Weise in Konflikt- und Kriegssituationen. Mögen sie imstande sein, den Weg zum Frieden weiterzugehen, der schon vor ihnen von vielen mutigen und weitblickenden Frauen eingeschlagen worden ist!
Botschaft vom 8. Dezember 1994 zur Feier des Weltfriedenstages am 1. Januar 1995



Beim Kreuzweg Jesu
Aber gehen wir weiter im Bericht der Evangelien und treten in die Passionsgeschichte ein. Ist es etwa nicht eine unbestreitbare Tatsache, dass gerade die Frauen Christus auf dem Kreuzweg und in der Stunde des Todes am nächsten waren? Ein Mann, Simon von Zyrene, wird gezwungen, das Kreuz zu tragen (vgl. Mt 27.32); zahlreiche Frauen aus Jerusalem bezeigen ihm jedoch spontan auf der "via crucis" ihr Mitgefühl (vgl. Lk 23,27). Die Gestalt der Veronika ist zwar nicht biblisch, bringt jedoch treffend die Gefühle der Frauen von Jerusalem auf der via dolorosa zum Ausdruck.
Schreiben an die Priester zum Gründonnerstag am 13. April 1995, vom 25. März



Ordnung der Liebe
Die Würde der Frau wird von der Ordnung der Liebe bestimmt, die im wesentlichen eine Ordnung von Gerechtigkeit und Nächstenliebe ist.
Apostolisches Schreiben "Mulieris Dignitatem", über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Schenken
Die Frau kann sich nicht selbst finden, wenn sie nicht den anderen ihre Liebe schenkt.
Apostolisches Schreiben "Mulieris Dignitatem", über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Ihr ist der Mensch anvertraut
Die moralische Kraft der Frau und ihre geistige Kraft verbinden sich mit dem Bewusstsein, dass Gott ihr in einer besonderen Weise den Menschen anvertraut. Natürlich vertraut Gott jeden Menschen allen und jedem einzelnen an. Doch dieses Anvertrauen betrifft in besonderer Weise die Frau - eben wegen ihrer Fraulichkeit -, und es entscheidet in besonderer Weise über ihre Berufung.
Apostolisches Schreiben "Mulieris Dignitatem", über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Kein Amtspriestertum
Wenn Christus - in freier und souveräner Entscheidung, die im Evangelium und in der ständigen kirchlichen Überlieferung gut bezeugt ist - nur den Männern die Aufgabe übertragen hat, durch die Ausübung des Amtspriestertums »Ikone« seines Wesens als »Hirt« und als »Bräutigam« der Kirche zu sein, so tut das der Rolle der Frauen keinen Abbruch, wie übrigens auch nicht jener der anderen Mitglieder der Kirche, die nicht das Priesteramt innehaben, sind doch alle in gleicher Weise mit der Würde des »gemeinsamen Priestertums« ausgestattet, das in der Taufe seine Wurzeln hat. Diese Rollenunterscheidungen dürfen nämlich nicht im Lichte der funktionellen Regelungen der menschlichen Gesellschaften ausgelegt werden, sondern mit den spezifischen Kriterien der sakramentalen Ordnung, das heisst jener Ordnung von »Zeichen«, die von Gott frei gewählt wurden, um sein Gegenwärtigsein unter den Menschen sichtbar zu machen.
Brief an die Frauen, 29. Juni 1995



Keine Diskriminierung
Die Tatsache, dass eine Frau nicht die Priesterweihe empfangen kann, wird heute in manchen Kreisen als eine Form von Diskriminierung ausgelegt. Aber trifft das wirklich zu? Die Frage könnte sicherlich dann in dieser Formulierung gestellt werden, wenn das hierarchische Priestertum eine privilegierte, von der Ausübung von "Macht" geprägte gesellschaftliche Stellung bezeichnen würde. Aber so ist es nicht: Das Amtspriestertum ist im Plan Christi nicht Ausdruck von Herrschaft, sondern von Dienst. Wer es als "Herrschaft" interpretieren würde, wäre mit Sicherheit weit entfernt von der Absicht Christi, der im Abendsmahlssaal das Letzte Abendmahl damit begann, den Aposteln die Füsse zu waschen. Auf diese Weise stellte er den "Dienstcharakter" des an eben jenem Abend eingesetzten Priestertums eindrucksvoll heraus. "Denn der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele" (Mk 10,45).
Schreiben an die Priester zum Gründonnerstag am 13. April 1995, vom 25. März




Mit Herz
Die Frau hat ein verständnisvolles, empfängliches, mitleidvolles Herz, das ihr erlaubt, der Liebe eine sanfte und konkrete Ausdrucksweise zu geben.
Generalaudienz, 13. Juli 1994



Leidenschaft für das Leben
In einer Gesellschaft, die so oft von Zeichen des Todes und der Lieblosigkeit, wie Gewalt, Abtreibung, Euthanasie geprägt ist, in der Behinderte und Arme und Unbrauchbare an den Rand gedrängt werden, ist die Frau aufgerufen, die Leidenschaft für das Leben und die Achtung vor dem Geheimnis eines jeden neuen Lebens lebendig zu erhalten.
Ansprache bei der Begegnung mit den Familien in Chihuahua (Mexiko) 10. Mai 1990



Evangelium vom Leben verkünden
Liebe Schwestern, die Kirche ruft und sendet euch, das Evangelium vom Leben verkünden, sie sendet euch, allen zu verkünden, das das Leben ein Geschenk ist, das wir immer in Liebe annehmen, hüten und mit Achtung hegen müssen, es ist ein Geheimnis, dem wir immer mit religiösem Sinn und dankbaren Staunen begegnen müssen. Angesichts dieser gewaltigen Aufgaben zu denen euch die Vorsehung des Herrn beruft, stellt sich euch Maria als ständiges Beispiel des ganzen Reichtums des Frauseins, der besonderen Ursprünglichkeit der Frau, so wie Gott sie gewollt hat, dar.
Ansprache an die Teilnehmer des Nationalkongresses zum Thema "Frau, Neuevangelisierung und Humanisierung des Lebens". 4. Dezember 1993



Botschaft
Man könnte sagen, dass das Herz der Frau dafür geschaffen ist, der Welt die Botschaft des Erbarmens und der Zärtlichkeit Gottes zu bringen.
Botschaft an die internationale Union der Generaloberinnen, 14.Mai 2001



Der Mächtige hat grosses an mir getan
Maria ist »der neue Anfang« der Würde und Berufung der Frau, aller Frauen und jeder einzelnen. Ein Schlüssel zum Verständnis dieses Geheimnisses können in besonderer Weise die Worte sein, die der Evangelist Maria nach der Verkündigung, während ihres Besuches bei Elisabet, in den Mund legt: »Der Mächtige hat Grosses an mir getan« (Lk 1, 49). Sie beziehen sich gewiss auf die Empfängnis des Sohnes, der der »Sohn des Höchsten« (Lk 1, 32) und der »Heilige« Gottes ist; zugleich aber können sie auch die Entdeckung des eigenen Menschseins als Frau bedeuten. »Der Mächtige hat Grosses an mir getan«: Das ist die Entdeckung des ganzen Reichtums, der ganzen personalen Möglichkeiten des Frauseins, der ganzen von Ewigkeit her gegebenen Eigenart der »Frau«, so wie Gott sie gewollt hat, als eigenständige Person, die zugleich »durch eine aufrichtige Hingabe« sich selbst findet.
Apostolisches Schreiben "Mulieris Dignitatem", über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



In Maria
Tatsächlich stellt die Gestalt Marias von Nazaret schon allein dadurch die Frau als solche ins Licht, dass sich Gott im erhabenen Geschehen der Menschwerdung seines Sohnes dem freien und tätigen Dienst einer Frau anvertraut hat. Man kann daher sagen, dass die Frau durch den Blick auf Maria dort das Geheimnis entdeckt, wie sie ihr Frausein wirklich leben und ihre wahre Entfaltung bewirken kann.
Ansprache bei der Begegnung mit den Familien in Chihuahua (Mexiko), 10. Mai 1990



Erste Gefallene, erste Verbündete
Die Worte des Protoevangeliums offenbaren ausserdem die einzigartige Bestimmung der Frau, die zwar der Versuchung der Schlange vor dem Mann nachgegeben hatte, aber dann durch den göttlichen Plan die erste Verbündete Gottes wird. Eva verband sich mit der Schlange, um den Mann zur Sünde zu verführen. Gott kündigt an, dass er, indem er diese Situation umkehrt, die Frau zur Gegnerin der Schlange machen wird. [...] Die Frauen, die wie Eva der Verführung durch den Satan nachgeben könnten, erhalten durch die Solidarität mit Maria höhere Kraft, um den Feind zu bekämpfen, während sie zu den ersten Verbündeten Gottes auf dem Heilsweg werden.Dieses geheimnisvolle Bündnis Gottes mit der Frau wird auch in unseren Tagen in vielfacher Form deutlich: durch die Beharrlichkeit der Frauen im persönlichen Gebet und im Gottesdienst, durch den Dienst der Katechese und des Zeugnisses der Nächstenliebe, durch die vielen Berufungen von Frauen zum gottgeweihten Leben und durch die religiöse Erziehung in der Familie.
Ansprache bei der Generalaudienz, 24. Januar 1996










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