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zu Benedikt XVI.






Mutterschaft



Geheimnis des Lebens
Die Mutterschaft enthält eine besondere Gemeinschaft mit dem Geheimnis des Lebens, das im Schoss der Frau heranreift: Die Mutter steht staunend vor diesem Geheimnis, und mit einzigartiger Intuition „erfasst“ sie, was in ihr vor sich geht. Im Licht des „Anfangs“ nimmt die Mutter das Kind, das sie im Schoss trägt, als Person an und liebt es. Diese einmalige Weise des Kontaktes mit dem neuen Menschen, der sich formt, schafft seinerseits eine derartige Einstellung zum Menschen – nicht nur zum eigenen Kind, sondern zum Menschen als solchem -, dass dadurch die ganze Persönlichkeit der Frau tief geprägt wird.
Apostolisches Schreiben „Mulieris Dignitatem“, über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Heroismus im Alltag
Jenseits aufsehenerregender Taten gibt es den Heroismus im Alltag, der aus kleinen und grossen Gesten des Teilens besteht, die eine echte Kultur des Lebens fördern... Zu diesem Heroismus im Alltag gehört das stille, aber um so fruchtbarere und beredtere Zeugnis aller mutigen Mütter, die sich vorbehaltlos ihren Kindern widmen, die unter Schmerzen ihre Kinder zur Welt bringen und dann bereit sind, jede Mühe und jedes Opfer auf sich zu nehmen, um ihnen das Beste weiterzugeben, was sie in sich tragen. Wenn sie ihre Sendung leben, finden diese heroischen Mütter dabei in ihrer Umgebung nicht immer Unterstützung. Ja, die Vorbilder der Zivilisation, wie sie häufig von den Massenmedien vorgestellt und verbreitet werden, begünstigen nicht die Mutterschaft. Im Namen des Fortschrittes und der Moderne werden die Werte der Treue, der Keuschheit und des Opfers heute als überholt hingestellt, und doch haben sich in diesen Werten ganze Scharen von christlichen Gattinnen und Mütter ausgezeichnet und tun es weiter... Wir danken euch, heroische Mütter, für euer unerschrockenes Vertrauen auf Gott und seine Liebe. Wir danken euch für das Opfer eures Lebens.
Enzyklika „Evangelium vitae“, 25. März 1995



Anspruchsvoller Teil
Obwohl beide gemeinsam Eltern ihres Kindes sind, stellt die Mutterschaft der Frau einen besonderen Anteil dieser gemeinsamen Elternschaft, ja deren anspruchsvolleren Teil dar. Die Elternschaft gehört zwar zu beiden; sie verwirklicht sich jedoch viel mehr in der Frau, besonders in der vorgeburtlichen Phase. Die Frau muss unmittelbar für dieses gemeinsame Hervorbringen neuen Lebens »bezahlen«, das buchstäblich ihre leiblichen und seelischen Kräfte aufzehrt. Der Mann muss sich daher voll bewusst sein, dass ihm aus dieser gemeinsamen Elternschaft eine besondere Schuldverpflichtung gegenüber der Frau erwächst. Kein Programm für die »Gleichberechtigung« von Frauen und Männern ist gültig, wenn man diesem Umstand nicht ganz entscheidend Rechnung trägt.
Apostolisches Schreiben „Mulieris Dignitatem“, über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Hochachtung und Verbrechen
Wieviel Hochachtung verdienen angesichts solcher Entartungen hingegen die Frauen, die mit heroischer Liebe zu ihrem Kind eine Schwangerschaft austragen, die durch das Unrecht ihnen gewaltsam aufgezwungener sexueller Beziehungen zustande gekommen ist; was nicht nur im Rahmen der Greueltaten vorkommt, die sich leider im Zusammenhang mit den auf der Welt noch immer so häufigen Kriegen ereignen, sondern auch in Situationen des Wohlstandes und des Friedens, die oft durch eine Kultur eines hedonistischen Permissivismus verdorben sind, in dem nur allzu leicht auch Tendenzen eines aggressiven Männertums gedeihen. Unter solchen Umständen ist die Entscheidung zur Abtreibung, die freilich immer eine schwere Sünde bleibt, eher ein Verbrechen, das dem Mann und der Mitwirkung des Umfeldes anzulasten ist, als eine den Frauen aufzuerlegende Schuld.
Brief an die Frauen, 29. Juni 1995



Nicht verzichten wegen Beruf
Leider müssen wir feststellen, dass die Mutterschaft Zielscheibe von Streitigkeiten und Kritiken war. Die ihr traditionsgemäss beigemessene Bedeutung wurde als eine irrtümliche Auffassung, ein gesellschaftliches Idol dargestellt. [...] So fühlen sich viele Frauen gedrängt, auf die Mutterschaft zu verzichten – nicht aufgrund eines anderen Dienstes und letztlich einer geistigen Mutterschaft, sondern um einen Beruf ausüben zu können. Viele beanspruchen geradezu das Recht, in sich das Leben eines Kindes durch die Abtreibung auszulöschen, so als schliesse das Recht, das sie über ihren eigenen Körper haben, auch das Eigentumsrecht auf das empfangene Kind ein. [...] Die Vorstellung von der Persönlichkeit und der menschlichen Gemeinschaft, die sich aus dem Evangelium ableitet, erlaubt es nicht, zuzulassen, dass auf die Mutterschaft freiwillig verzichtet wird aus dem einzigen Wunsch, materielle Vorteile oder Befriedigung durch die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit zu gewinnen. Denn das ist eine Verzerrung der weiblichen Persönlichkeit, die zur naturgemässen Entfaltung in der Mutterschaft bestimmt ist.
Generalaudienz, 20. Juli 1994



Mutterschaft nach dem Geist
Die Jungfräulichkeit im Sinne des Evangeliums schliesst den Verzicht auf die Ehe und damit auf die leibliche Mutterschaft ein. Doch der Verzicht auf diese Art der Mutterschaft, die sogar ein grosses Opfer für das Herz der Frau mit sich bringen kann, macht bereit für die Erfahrung einer Mutterschaft anderer Art: der Mutterschaft »nach dem Geist« (vgl. Röm 8, 4).
Apostolisches Schreiben „Mulieris Dignitatem“, über die Würde und Berufung der Frau, 15. August 1988



Nie allein lassen
In brüderlicher Liebe und Solidarität dürfen wir eine Frau – vor allem wenn sie unsicher und voller Zweifel ist - nie allein lassen, wenn sie sich darauf vorbereitet, einen neuen Menschen ans Licht der Welt zu bringen, der für jeden von uns ein neuer Bruder sein wird.



Teilhabe
Für die »Zivilisation der Liebe« kommt es wesentlich darauf an, dass der Mann die Mutterschaft der Frau, seiner Ehefrau, als Geschenk empfindet: denn dies wirkt sich ausserordentlich auf den gesamten Erziehungsprozess aus. Es hängt viel von der Bereitschaft ab, in richtiger Weise an dieser ersten Phase des Geschenks des Menschseins teilzunehmen und sich als Ehemann und Vater in die Mutterschaft der Frau hineinversetzen zu lassen.
Brief an die Familien, 2. Februar 1994











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