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zu Benedikt XVI.






Heilige Theresia von Lisieux (Theresia vom Kinde Jesu)
Ordensfrau, Kirchenlehrerin
Gedenktag: 1. Oktober


Voll der Liebe Gottes
Diese junge Karmelitin war ganz von der Liebe Gottes ergriffen. Sie lebte auf radikale Weise die Hingabe ihrer selbst als Antwort auf die Liebe Gottes. In der Einfachheit des täglichen Lebens verstand sie es, in gleicher Weise geschwisterliche Liebe zu üben. In der Nachfolge Jesu setzte sie sich gerne "an den Tisch der Sünder", ihrer "Brüder und Schwestern", damit sie durch die Liebe rein gemacht würden, denn sie war von dem brennenden Wunsch beseelt, alle Menschen "von der hellen Flamme des Glaubens" erleuchtet zu sehen.
Eucharistiefeier – Angelus, Weltjugendtag Paris, 24. August 1997



Leiden und Prüfung gekannt
Therese hat körperliches Leiden und Prüfung im Glauben gekannt. Doch sie ist treu geblieben, denn in ihrer grossen geistlichen Einsicht wusste sie, dass Gott gerecht und barmherzig ist; sie verstand, dass die Liebe mehr etwas von Gott Empfangenes als etwas vom Menschen Gegebenes ist. Bis zum Ende der Nacht setzte sie ihre Hoffnung auf Jesus, den leidenden Knecht, der sein Leben für die Vielen preisgab (vgl. Jes!53,12).
Eucharistiefeier – Angelus, Weltjugendtag Paris, 24. August 1997



Eine Jugendliche
Theresia von Lisieux ist eine Jugendliche. Sie ist in ihrer blühenden Jugend zur Reife der Heiligkeit gelangt (vgl. Ms C 4r). Sie stellt sich daher als eine Lehrerin des Lebens nach dem Evangelium dar, die überaus geeignet ist, die Wege der Jugendlichen zu erleuchten, deren Aufgabe es sein wird, unter den kommenden Generationen das Evangelium zu leben und zu bezeugen.
Apostolisches Schreiben DIVINI AMORIS SCIENTIA zur Proklamation der Hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin, 19. Oktober 1997



Die Liebe sein
Das Buch der Evangelien verliess Therese nie (vgl. Brief 193). Sie durchdringt seine Botschaft mit einer aussergewöhnlichen Sicherheit des Urteils. Sie verstand, dass im Leben Gottes, Vater, Sohn und Geist, "Liebe und Wahrheit einander begegnen" (vgl. Ps 85/84,11). In wenigen Jahren legt sie eine "Riesenstrecke" zurück. Sie entdeckt, dass ihre Berufung darin besteht, im Herzen der Kirche die Liebe selbst zu sein. Demütig und arm, geht Therese den "kleinen Weg" der Kinder, die sich mit "mutigem Vertrauen" in die Hand des Vaters geben. Als Mitte ihrer Botschaft sei ihre geistliche Haltung allen Gläubigen ans Herz gelegt.
Eucharistiefeier – Angelus, Weltjugendtag Paris, 24. August 1997




Den Kleinen erschlossen
Diese junge Karmelitin ohne besondere theologische Vorbildung, aber vom Licht des Evangeliums erleuchtet, sieht sich vom göttlichen Meister belehrt, der, wie sie sagt, »der Lehrmeister der Lehrmeister« (Doctor doctorum) ist, von dem sie die »göttlichen Unterweisungen« empfängt. Sie erkennt, dass sich in ihr die Worte der Schrift verwirklicht haben: »Wenn jemand klein ist, so komme er zu mir…; den Geringen wird Barmherzigkeit erwiesen« (vgl. Spr 9,4; Weish 6, 6), und sie weiss, dass sie zur Weisheit der Liebe angeleitet wurde, die den Weisen und Klugen verborgen ist, die aber der göttliche Meister geruhte, ihr, wie allen Kleinen, zu erschliessen.
Apostolisches Schreiben DIVINI AMORIS SCIENTIA zur Proklamation der Hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin, 19. Oktober 1997



Christus als Mitte und Fülle der Offenbarung
Wie zu allen Zeiten bei den Heiligen der Kirche, so war auch in Theresias geistlicher Erfahrung Christus die Mitte und die Fülle der Offenbarung. Theresia hat Jesus gekannt, sie hat ihn mit der Leidenschaft einer Braut geliebt und sich dafür eingesetzt, dass auch andere ihn liebten. Sie ist in die Geheimnisse seiner Kindheit eingedrungen und in die Worte seines Evangeliums, in die Passion des leidenden Gottesknechtes, die sie in die Züge seines heiligen Antlitzes eingeprägt fand, in den Glanz seines Lebens in der Herrlichkeit und in seine eucharistische Gegenwart.
Apostolisches Schreiben DIVINI AMORIS SCIENTIA zur Proklamation der Hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin, 19. Oktober 1997



Geistliche Kindschaft
Durch die geistliche Kindschaft macht man die Erfahrung, dass alles von Gott kommt, zu Ihm zurückkehrt und in Ihm bleibt, zum Heil aller Menschen, im Geheimnis der barmherzigen Liebe. Das ist die Botschaft der Lehre, die die Heilige hinterliess und die sie selbst gelebt hat.
Apostolisches Schreiben DIVINI AMORIS SCIENTIA zur Proklamation der Hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin, 19. Oktober 1997




Universal, kontemplativ, verborgen
Vor allem ist Theresia eine Frau, die, wenn sie sich mit dem Evangelium befasste, ihm seine verborgenen Reichtümer zu entnehmen verstand, so konkret und mit so tiefer Resonanz im Leben und Denken, wie es dem weiblichen Genius im allgemeinen eigen ist. Aus der Schar der heiligen Frauen, in denen die Weisheit des Evangeliums hell aufleuchtet, ragt Theresia wegen ihrer Universalität hervor. Ferner ist sie eine kontemplative Frau. In der Verborgenheit ihres Karmels lebte sie so das grosse Abenteuer christlicher Erfahrung, dass sie die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe der Liebe Christi kennenlernte (vgl. Eph 3,18–19). Gott hat nicht gewollt, dass ihre Geheimnisse verborgen blieben, darum würdigte er Theresia, das Geheimnis des Königs zu offenbaren (vgl. Ms C 2v). Durch ihr Leben bietet Theresia ein Zeugnis und eine theologische Erläuterung der Schönheit des kontemplativen Lebens als Ganzhingabe an Christus, den Bräutigam der Kirche, und als lebendige Bestätigung des Primates Gottes in allem. Ihr verborgenes Leben hat eine geheimnisvolle Fruchtbarkeit für die Ausbreitung des Glaubens und erfüllt die Kirche und die Welt mit dem Wohlgeruch Christi (vgl. Briefe 169, 2v).
Apostolisches Schreiben DIVINI AMORIS SCIENTIA zur Proklamation der Hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin, 19. Oktober 1997










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